Grafikkarten: Ethereum & Co. sorgen für Verkaufs-Boom
Der Boom bei den Krypto-Währungen, vor allem rund um Ethereum, schlägt sich auch in den Grafikkartenverkäufen innerhalb des zweiten Quartals 2017 nieder. Verglichen zum Jahresanfang wurden 31 Prozent mehr Grafikkarten abgesetzt. So eine starke Steigerung gab es im Frühling noch nie. Auch Intel profitiert von den Minern, die sich für ihre Rechenfarmen in der Regel Intel-CPUs zulegen.
Es ist bereits hinlänglich bekannt, dass vor allem der Aufstieg der Krypto-Währung Ethereum den Grafikkartenmarkt leergeräumt hat. AMDs Polaris-Radeon-Modelle RX 580, RX 570, RX 480 und RX 470 waren lange Zeit gar nicht mehr verfügbar - zurzeit nur zu hohen Preisen -, Nvidias Pascal-Grafikkarten wurden daraufhin ebenfalls bei Minern gefragter. Vom Marktforscher Jon Peddie Research (JPR) kommt nun die Bestätigung, dass die GPU-Verkäufe stark angestiegen sind.
Zum ersten Mal seit den Aufzeichnungen von JPR gab es einen solchen Anstieg in einem zweiten Quartal. Gegenüber dem ersten Quartal wurden 30,88 Prozent mehr diskrete Grafikkarten abgesetzt. Eigentlich liegt der Trend wegen des Sommerlochs im negativen Bereich, bevor die Produktion für das Weihnachtsgeschäft im dritten Quartal hochgefahren wird und der Zwischenhandel dementsprechend Inventar aufbaut. Die gesamten GPU-Verkäufe, die integrierte Grafikeinheiten in Prozessoren beinhalten, stiegen um 7,2 Prozent an, im Jahresvergleich um 6,4 Prozent.
AMD konnte insgesamt um 7,81 Prozent zulegen, Nvidia um 10,42 Prozent und Intel mit seinen CPUs um 6,31 Prozent. Intel profitiert von dem Mining-Boom, weil die Schürfer typischerweise dessen Skylake-S- und Kaby-Lake-S-CPUs für ihre Systeme einsetzen. Im Bestfall kommen Mainboards zum Einsatz, die 13 Grafikkarten aufnehmen können. Häufiger sind es allerdings nur sechs pro Platine. In größeren Farmen schürfen tausende GPUs, dementsprechend viele Intel-Unterbauten werden benötigt.
Nicht erkenntlich ist, ob JPR auch die Direktverkäufe von Boardpartnern an Miner tracken kann, wenn der Zwischenhandel umgangen wird. AMD hätte wahrscheinlich noch viel stärker zulegen können, wäre der Chiphersteller in der Lage gewesen, die Nachfrage an Polaris-GPUs zu bedienen.

NV hat mehr GPUs kurzfristig auftreiben können + die ganzen Gamer sind natürlich zu NV nicht zu AMD wenn die Lager leer sind. Und zack, profitiert NV mehr wie AMD. Für mich eine logische Sache.
AMDs uraltes Problem. Athlon 64 und Radeon HD 5000. Haben sie mal ein geniales Produkt, können sie nicht genug liefern und profitieren nur mäßig vom Boom.
NV hat mehr GPUs kurzfristig auftreiben können + die ganzen Gamer sind natürlich zu NV nicht zu AMD wenn die Lager leer sind. Und zack, profitiert NV mehr wie AMD. Für mich eine logische Sache.
War das schon? Gibt es dazu irgendwo eine Erklärung, die auch ein Nichtmathematiker versteht?
Ich danke für jeden Versuch der Aufklärung.
Bei Bitcoin steigt die Schwierigkeit exponentiell an und gleichzeitig ist die Zahl der Bitcoins begrenzt, die meisten hat man schon gefunden. Heute prügeln sich die letzten "Schatzsucher" darum, wer mit enormen Aufwand noch die letzten Coins findet.
Bei Ethereum aka Ether, ist es so eingestellt, dass im Schnitt alle 12 Sekunden eine Ethercoin ausgegeben wird und zwar an alle, die Rechenleistung bereitstellen. Nimmt die Zahl der Teilnehmer und vorallem deren Rechenstärke, zu, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit für den einzelnen, dass er eine solche Coin erhält. Dagegen kann man entweder mehr Rechenzeit aufwenden oder die Rechenleistung erhöhen, beides ist teuer.
Bitcoinmining iat etwas für Profis, die mit spezieller Hardware und mit extrem geringen Energiekosten rangehen, deshalb interessieren sie nicht wirklich. Ethereum kann jedoch nicht mit spezieller Hardware berechnet werden, da sind normale Grakas das Ende der Fahnenstange, was uns zu dem Grakamangel gebracht hat.
Wenn die Schwierigkeit anzieht, dann lohnt es sich nicht mehr dafür Grakas zu kaufen, so die Logik, sie hat jedoch zwei Fehler:
Einerseits ist der Preis für Ethereum stark gestiegen, was es eben doch rentabel macht, im Moment liegt man bei über 280€ und es könnte auf über 500€ raufgehen. Dann wird es sich auch hier noch sehr lange lohnen.
Andererseits ist nicht jedes Land mit so einer verkorksten Energiewende gesegnet, wie Deutschland. In Frankreich produzieren die Kernkraftwerke den Strom für die Hälfte. In Norwegen gibt es für Großkunden unglaubliche Sonderkonditionen. In den USA schwankt der Strompreis, je nach Staat, zwischen 7 und 31 Cent, dank Trump kann man also Kohle in Kohle verwandeln. Man kann an der Schwierigkeit ablesen, wann in Europa die Sonne aufgeht und Produzenten von billigem Solarstrom ihre Miner anwerfen. Auch gibt es noch die Möglichkeit den Strom pauschal abzurechen, in einem Studentenwohnheim, in dem ich war gab es eine Nebenkostenpausche, da rentiert sich so ein Miner richtig. Dann gibt es noch die Möglichkeit den Strom zu klauen, wenn man irgendwo so ein Ding unterstellen kann (Arbeit Büro usw.), dann hat man (zwar nicht) die Lizenz zum Gelddrucken (tut es aber dennoch). Ich habe mal einen Miningrechner gesehen, dessen Besitzer das Ding einfach vor Dem Stromzähler angeschlossen hat.
Das alles führt dazu, dass es weiterhin profitabel ist und die Nachfrage auch in Zukunft nicht abreißt.
Vielleicht liegt der vermeintlich schwache Umsatzansteg ja hieran
WIe schade das der immer noch anhält.Aber gut das ich im Laptop ne mobile 1070 drinnen habe.
Diese Grafikkarte habe ich gegen meine andere Grafikarte gegengetestet.Ich weis das die erste TItan schon einige jahre auf dem Buckel hat.Aber irgendwie schaft die mobile gtx 1070 nur 40 % mehr leistung im vergleich zu der anderen.Sollte die nicht 50 % Leistung schaffen?
Hm,dennoch hat sie ja mehr leistung als die desktop gtx 1060.Ob das reicht um dem durchschnitt davon zu ziehen ist das andere.