Lisuan LX-7G106: China-GPU soll Cyberpunk 2077 und zahlreiche DX12-Spiele zum Launch unterstützen

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Lisuan LX-7G106: China-GPU soll Cyberpunk 2077 und zahlreiche DX12-Spiele zum Launch unterstützen
Quelle: Lisuan Tech

Die chinesische Gaming-GPU Lisuan LX-7G106 soll zum Marktstart am 18. Juni Cyberpunk 2077 und viele populäre DX12-Titel unterstützen.

Die chinesische Gaming-Grafikkarte Lisuan LX-7G106 rückt näher an ihren Marktstart und Fernost macht ernst: Laut Veranstaltung AWE 2026 soll die Grafikkarte zum geplanten Launch am 18. Juni unter anderem Cyberpunk 2077 sowie "Dutzende populäre Steam-Spiele" unterstützen. Vom Intel-Arc-Launch weiß man, dass Treiber-Support einer der wichtigen Eckpfeiler bei einem Hardware-Launch einer Grafikkarte ist und sich die jahrelange Codebasis, auf der AMD und Nvidia aufbauen, schlecht auf der Überholspur einholen lässt.

Die Spieleunterstützung - so viel ist klar - ist für eine neue GPU-Architektur ein zentraler Faktor. Gerade bei neuen Herstellern hängt der Erfolg stark von Treibern und der Kompatibilität zu verbreiteten DirectX-12-Titeln ab, aber auch zu beliebten alten Spielen. Dass ein technisch anspruchsvolles Spiel wie Cyberpunk 2077 genannt wird, gilt als Signal, dass die Plattform zumindest grundlegende Unterstützung für moderne PC-Titel bieten soll. CD Projekts Titel wird zudem gerne als technischer Showcase verwendet, da er eine ganze Myriade an modernen Funktionen bietet und von Nvidia als Leuchtturmprojekt auserwählt wurde. Cyberpunk 2077 ist so gesehen ein modernes Crysis.

Genannt wurden außerdem Horizon Zero Dawn, Shadow of the Tomb Raider, The Witcher 3, Black Myth: Wukong und Resident Evil 4 Remake in der frühen Marketing-Phase. Bei der Leistungsfähigkeit gibt es bislang aber immer noch nichts Praxistaugliches und man muss auf die synthetischen Werte verweisen.

Erste China-GPU für den Gaming-Markt

Lisuan hatte seine ersten Grafikkarten bereits 2025 angekündigt. Die Modelle 7G106 und 7G105 gehören zur G100-Serie und basieren auf der firmeneigenen TrueGPU-Architektur, die laut Hersteller komplett selbst entwickelt wurde.

Die 7G106 richtet sich dabei explizit an Spieler und soll grob im Umfeld der Leistungsfähigkeit einer Geforce RTX 4060 operieren. Zu den bekannten Eckdaten gehören:

  • TSMC 6 nm DUV Node
  • 6.144 FP32-Shader
  • bis zu 24 TFLOPS FP32-Rechenleistung
  • 192 TMUs und 96 ROPs
  • 12 GiB GDDR6-Grafikspeicher
  • 192-Bit-Speicherinterface
  • 225 Watt TDP
  • vier Displayport-1.4-Ausgänge mit DSC 1.2b und Unterstützung für bis zu 4320p30
  • kein HDMI-Support (!)
  • Support für AV1 bis 2160p30 und HEVC bis 4320p30

Auffällig sind vor allem der fehlende HDMI-Support - vermutlich wegen Lizenzfragen - und die hohe TDP, die sich aber mit dem eingesetzten Fertigungsprozess erklärt. Im Verhältnis wird die Karte keine Ökonomiepreise gewinnen. Das muss sie aber auch nicht bei Strompreisen unter 10 Cent pro Kilowattstunde in China.

Moderne Grafik-APIs werden unterstützt, darunter DirectX 12, Vulkan 1.3, OpenGL 4.6 und OpenCL 3.0. Das klingt zunächst selbstverständlich, doch für ein neues Produkt ist die Integration aufwendig und DX12-Support ist die Basis dessen, was Windows-Gaming derzeit ausmacht. Den Aufwand wird man spätestens dann sehen, wenn es um DirectX-9-Support geht, denn vermutlich wird Lisuan wie Intel einst da Federn lassen müssen. Unklar bleibt auch, ob der Support das komplette Feature-Set von DX12 und Vulkan 1.3 umfasst.

Deswegen lässt sich im Moment nicht allzu viel sagen, weil man auf das Marketingmaterial angewiesen ist. Wie alle anderen Hersteller muss aber auch Lisuan teils pro Titel aufwendig optimieren, und das wird schnell zur Achillesferse für Neuankömmlinge.

Parallel dazu existiert mit der 7G105 eine Variante für professionelle Anwendungen, die unter anderem bis zu 24 GiB Speicher mit ECC-Support bietet. Der wird als LX Ultra, Pro und Max verkauft und kann von Unternehmen ab 17. März geordert werden.

Die Retail-Karte für Gamer soll via jd.com angeboten und muss von Interessenten zunächst aus China importiert werden. Lisuan sieht erst einmal keinen internationalen Launch vor. Das ist nachvollziehbar für ein Produkt, das in erster Linie China vom Westen unabhängiger machen soll. Zumal man für internationale Launches auch ein entsprechendes Netz für Vertrieb und Support benötigt. Ein Preis wurde noch nicht genannt und der könnte noch einmal spannend werden.

Quelle: Lisuan Tech via Bili Bili

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Ideal für China, wo die Leute keine eigenen Gamerkisten haben, sondern im Internetcaffee dann stundenweise ein paar vordefinierte Spiele daddeln gehen.
        Sind die Treiber genau dafür optimiert,a lso spielbar verfügbar, dann reicht das grundlegend, um sich von den USA zu lösen. <Stinkefingerganzweitrausfahr>
        Würde ich mir für Europa auch wünschen, sowas in Angriff zu nehmen und zu unterstützen.
        Viele Leute verzichten mittlerweie auf Triple-A, ich spiel von dem Käse auch fast nichts mehr, die Luft ist einfach raus, auch kostentechnisch, auf ein Spiel kommen 30 Indie Games, die man sich in jedem Sale für paar Euro zieht und dann mit Spaß durchsuchtet.
        Da reicht eine CPU und GPU auf Einsteigerniveau völlig aus.
        Damit könnte man arbeiten, auch in Europa.
        Eine dicke Chipfabrik steht sogar in Deutschland, die diese Sachen produzieren könnte.
        Aber die Politik will wohl nicht, lieber Kosten und Mühen scheuen udn den ganz einfachen Weg gehen, bis man irgendwann von einem Imperialisten mit Größenwahn und kognitiver Beeinträchtigung mit einer einzigen Unterschrift in die Realität zurückgeholt wird.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Ideal für China, wo die Leute keine eigenen Gamerkisten haben, sondern im Internetcaffee dann stundenweise ein paar vordefinierte Spiele daddeln gehen.
        Sind die Treiber genau dafür optimiert,a lso spielbar verfügbar, dann reicht das grundlegend, um sich von den USA zu lösen. <Stinkefingerganzweitrausfahr>
        Würde ich mir für Europa auch wünschen, sowas in Angriff zu nehmen und zu unterstützen.
        Viele Leute verzichten mittlerweie auf Triple-A, ich spiel von dem Käse auch fast nichts mehr, die Luft ist einfach raus, auch kostentechnisch, auf ein Spiel kommen 30 Indie Games, die man sich in jedem Sale für paar Euro zieht und dann mit Spaß durchsuchtet.
        Da reicht eine CPU und GPU auf Einsteigerniveau völlig aus.
        Damit könnte man arbeiten, auch in Europa.
        Eine dicke Chipfabrik steht sogar in Deutschland, die diese Sachen produzieren könnte.
        Aber die Politik will wohl nicht, lieber Kosten und Mühen scheuen udn den ganz einfachen Weg gehen, bis man irgendwann von einem Imperialisten mit Größenwahn und kognitiver Beeinträchtigung mit einer einzigen Unterschrift in die Realität zurückgeholt wird.
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        GPU's aus China, immer ein spannendes Thema
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