Linux: Großer Grafikkarten-Benchmark zur Leistungseffizienz

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Auch ältere Modelle wurden im neusten Effizienz-Benchmark unter Linux dem Test unterzogen, um herauszufinden, wie groß die Steigerungen seit Fermi und R700 waren.
Quelle: PC Games Hardware

In einem umfangreichen Linux-Benchmark haben Tester von Phoronix die Leistungseffizienz von Grafikkarten unterschiedlichster Generationen miteinander verglichen. Sowohl Leistung als auch Effizienz haben sich seit Fermi und R700 insgesamt deutlich verbessert, in gewissen Bereichen besteht aber weiterhin Nachholbedarf.

Für Spieler, die dank der DirectX-Alternative Vulkan hoffen, in absehbarer Zeit von Windows auf Linux zu wechseln, sind die verfügbaren GPU-Treiber durchaus ein wichtiges Thema. Noch vor wenigen Jahren hatten Nvidia und AMD hier nur wenig Ambitionen gezeigt, Leistung und Stromverbrauch auf ein mit Windows vergleichbares Niveau zu optimieren. Inzwischen hat sich bekanntlich aber einiges getan, weshalb Phoronix einen umfangreichen Benchmark zur Leistungseffizienz verschiedenster Grafikkarten durchgeführt hat.

Auf dem Testsystem installiert waren neben Ubuntu 16.04 LTS die Nvidia-Treiber 375.26, respektive AMDGPU Linux 4.9 und Mesa 13.1-devel (padoka gallium). Die verwendete API war jeweils OpenGL.

Insbesondere sind auch viele ältere Modelle dem Test unterzogen wurden, beispielsweise eine Nvidia Geforce GTX 460 und eine AMD Radeon HD 4890. Während die Leistung per Watt im Dota-2-Test in 4K-Auflösung bei Nvidia seit der GTX 460 sich circa verzehnfacht hat, beträgt die Steigerung von der HD 4890 auf die R9 Fury bei AMD lediglich den Faktor sechs. Interessant zu beobachten ist allerdings, dass die Nvidia-Treiber die CPU stärker auslasten als die AMD-Treiber.

Im Portal-Benchmark schnitt AMD etwas besser ab und konnte sich bei der Leistungseffizienz im Durchschnitt um Faktor 7,8 steigern, bei Nvidia von der GTX 460 auf die GTX 1060 lediglich um Faktor 7. In den anderen verwendeten Benchmarks kommt insbesondere zum Ausdruck, dass die pure Leistung von Nvidia schlichtweg deutlich höher ausfällt als die der AMD-Karten. Die CPU-Auslastung fiel mit den Nvidia-Treibern zwar höher aus als bei AMD, war jedoch nicht im kritischen Bereich.

Wer die Leistung der eigenen Grafikkarte analysieren möchte oder sich ein Bild vom Gesamtvergleich machen möchte, sollte einen Blick auf den Benchmark bei Phoronix werfen.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ole_Heckl Kabelverknoter(in)
        AW: Linux: Großer Grafikkarten-Benchmark zur Leistungseffizienz

        Also die freien Treiber gegenüber propertären auflisten finde ich Humbug,Strukturbreite hin oder her.
        Fakt ist,das man seid Jahren mit den grünen Karten besser unter Linux fährt,obwohl ich es schade finde,weil ich wie Raff eigentlich auch ein reines AMD System im Auge habe.
        Fakt ist aber auch,unter Xubuntu 14.04 funktioniert ja der propertäre Treiber von AMD,also dort kann man Fortschritte sehen seitens AMD.
      • Von Ole_Heckl Kabelverknoter(in)
        AW: Linux: Großer Grafikkarten-Benchmark zur Leistungseffizienz

        Also die freien Treiber gegenüber propertären auflisten finde ich Humbug,Strukturbreite hin oder her.
        Fakt ist,das man seid Jahren mit den grünen Karten besser unter Linux fährt,obwohl ich es schade finde,weil ich wie Raff eigentlich auch ein reines AMD System im Auge habe.
        Fakt ist aber auch,unter Xubuntu 14.04 funktioniert ja der propertäre Treiber von AMD,also dort kann man Fortschritte sehen seitens AMD.
      • Von Freiheraus
        AW: Linux: Großer Grafikkarten-Benchmark zur Leistungseffizienz

        Frei und Nvidia, das geht wie es aussieht partou nicht zusammen.
      • Von TempestX1 Software-Overclocker(in)
        AW: Linux: Großer Grafikkarten-Benchmark zur Leistungseffizienz

        Zitat von Mephisto_xD
        Bescheiden. Ist auf Keplerkarten nutzbar, auf Maxwellkarten schwierig und Pascalkarten beherrschen noch gar keine 3D-Beschleunigung. Da selbst 2D-Beschleunigung oder Videodekodierung hier fehlen, ist der einzige Nutzen des OS-Treibers eine bequemere Installation des proprietären Treibers.

        Selbst wenn 3D-Beschleunigung verfügbar ist, ist die Performance meist unterirdisch.
        Bei den neueren Nvidia 10xx Karten wird auch das hoch-/runtertakten der Grafikkarte nicht unterstützt, spricht die läuft immer im Standardtakt, egal ob im idle (wo sie runtertakten könnte), bei Spielen (wo sie hochtakten könnte) oder wasauchimmer.
        Mich wundert es dass die Nouveau Entwickler (der freie Treiber für Nvidia Karten) nicht schon längst hingeschmissen haben, da Nvidia keinen Support gibt und keinen Finger rührt, während AMD selbst an ihren eigenen OpenSource Treiber arbeiten.

        Ein Benchmark der freien AMD und Nvidia Treiber, wobei hierbei der Tester den freien Nvidia Treiber so eingestellt hat, dass die Grafikkarte immer auf 100% läuft und nicht runtertaktet (runtertakten kann) während er den AMD Treiber auf Standard gelassen hat (variable Taktrate wie vom Treiber vorgesehen). Die Nvidia Ergebnisse haben somit wenig mit der Realität zu tun.
        Radeon vs. Nouveau Open-Source Drivers On Mesa Git + Linux 4.9 - Phoronix
        Zitat
        For the Nouveau tests I manually re-clocked each graphics card to the highest performance state (0f) after first re-clocking the cards to the 0a performance state for helping some of the GPUs that otherwise fail with memory re-clocking at 0f, as Nouveau developers have expressed this is the preferred approach for testing.
        Also vom freien Nvidia Treiber kann man, vorallem bei Spiele, eigentlich nur abraten.

        /Edit:
        Hier auch ein Benchmark mit Nouveau (Standard Treibereinstellungen), Nouveau (manuell die Karte auf 100% gestellt wie im oben von mir verlinkten Benchmark) und der proprietäre Treiber von Nvidia.
        Nouveau Linux 4.8 + Mesa 12.1-dev vs. NVIDIA OpenGL Performance - Phoronix
        Wenn man anschließend diese Zahlen mit dem oberen Benchmark (Nouveau 100% re-clocking vs Radeon) vergleicht und dann statt die re-clocking Werte die Standardwerte dagegenrechnet sieht Nvidia kein Licht bei den offenen Treiber.
      • Von Freiheraus
        AW: Linux: Großer Grafikkarten-Benchmark zur Leistungseffizienz

        Danke, das erklärt einiges.
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        AW: Linux: Großer Grafikkarten-Benchmark zur Leistungseffizienz

        Zitat von Freiheraus
        Vergleicht man dort einen Open Source Treiber (AMD) mit einem propritären Treiber (Nvidia)? Falls ja, wie schaut es performance-/effizienztechnisch bei Nvidia mit Open Source Treiber(n) aus? Bin da nicht auf dem Laufenden, das letzte was ich mitbekommen habe, war das bekannte Linus-Zitat.
        Bescheiden. Ist auf Keplerkarten nutzbar, auf Maxwellkarten schwierig und Pascalkarten beherrschen noch gar keine 3D-Beschleunigung. Da selbst 2D-Beschleunigung oder Videodekodierung hier fehlen, ist der einzige Nutzen des OS-Treibers eine bequemere Installation des proprietären Treibers.

        Selbst wenn 3D-Beschleunigung verfügbar ist, ist die Performance meist unterirdisch.

        Quelle: Hatte eine GTX 670 im Desktop und habe immer noch eine 860m im Laptop. Beim Laptop ist es besonders krass, hier liefert die Intel GPU (HD 4600 iirc) teilweise mehr fps als die 860m mit OS-Treibern....
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