Iris Xe DG1 in OEM-Produkten: Colorful ist doch nicht an Bord, Intel rudert zurück
Intels kommende Iris Xe-Desktop-Grafikchips mit der Bezeichnung DG1 werden nicht im normalen Einzelhandel erwerbbar sein, sondern nur an Systemintegratoren/OEMs ausgeliefert, die sie anschließend in ihre Komplettsysteme verbauen können. In diesem Zuge ging man zunächst von Asus und Colorful als teilnehmende Partner aus, doch zumindest Colorful schien von dieser Ehre überrascht zu sein.
Vor einigen Tagen berichteten wir bereits ausführlich über den aktuellen Stand von Intels kommender Rückkehr in den Desktop-Grafikmarkt mit Iris Xe - beziehungsweise der DG1 (Desktop Graphics 1) genannten Variante. Wer bislang darauf hoffte, eines der Modelle im normalen Handel beziehen zu können, schaut in die Röhre, denn Intel wird die Grafikchips nur an teilnehmende OEMs liefern, die ihre Komplettsysteme mit Iris Xe-Unterbau anbieten, etwa Asus.
Colorful versehentlich genannt
Doch bereits früh in der PR-Phase unterlief Intel der erste kleine Lapsus. Denn eines der Produktbilder wurde etwas unglücklich benannt und beherbergte ein "colorful" im Dateinamen, weshalb man dies mit dem chinesischen Grafikkarten-Hersteller Colorful verknüpfte. Was im Falle von Asus wohl noch seine Richtigkeit zu haben scheint, war bei Colorful jedoch ein klarer Fehler, denn der Konzern sah sich sogar dazu gezwungen, eigens eine Pressemitteilung zu versenden, um diese Angelegenheit aufzuklären.
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Die Erklärung ist äußerst knapp gehalten und noch dazu sehr konkret: Berichte darüber, dass Colorful Produkte mit Intels Iris Xe-Chips veröffentlicht, seien falsch. Derlei Informationen und Gerüchte seien unbegründet. Dann bedankt man sich nur noch im PR-Sprech bei Konsumenten und Presse für die Aufmerksamkeit (gern geschehen!...) und verweist uneigennützig auf das bereits bestehende Portfolio an Produkten.
Wirklich überraschend kommt das ganze jedoch nicht, immerhin fertigt Colorful nur Grafikkarten mit Nvidia-Chips, und diese exklusive Beziehung dürfte man nicht für den noch ungewissen Erfolg von Intels neuen Chips gefährden wollen.

Und auch die vermeintliche "Verdongelung" des ASUS-OEM-Produkts lässt sich wohl mittlerweile recht gut erklären, denn da es sich hier nur um eine Art Resteverwertung dieser teildefekten Chips (nur 80 EUs) zu handeln scheint, musste es möglichst billig sein und dementsprechend muss ASUS relevante Firmwarekomponenten im MB-BIOS mitspeichern/liefern, was die Abhängigkeit zu der OEM-Hardware und dessen BIOS erklärt ... also nichts Geheimnisvolles, sondern schlicht nur eine Sparmaßnahme um diese Karten möglichst günstig abzugeben, vermutlich eine Win-Win-Situation für Intel und ASUS.
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*) Wenn du letzteres willst, schau dir die TGL-Tests mit und ohne Iris Xe Max an. Tut was es soll, funktioniert und ist noch einmal deutlich performanter als die Gen11 von Ice Lake und bereitet anscheinend auch keine nennenswerten Probleme.
Btw ... fürs Gaming und Desktop-PCs relevant ist erst Xe-HPG zu dem noch keine Leaks durchgesickert sind.
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