Intel Graphics Command Center mit Aufnahme- und Broadcasting-Funktion
Intel hat die Funktionalität seines Graphics Command Center für Spieler um neue Features erweitert, die man sonst vor allem von AMD und Nvidia kennt. Wir fassen zusammen.
Intel will bekanntlich noch dieses Jahr sein Geschäft mit integrierten Grafikprozessoren durch dedizierte Grafikkarten auch für Spieler erweitern und dadurch verstärkt in Konkurrenz zu AMD und Nvidia treten. In Sachen Software gibt es hier mit AMD Relive und der Nvidia Geforce Experience von den Marktführern bereits Programme mit erweiterten Funktionen abseits vom eigentlichen Grafiktreiber, vor allem auch zum Aufzeichnen und Teilen von Spiele-Sessions.
Derweil hatte Intel Anfang vergangenen Jahres mit dem Graphics Command Center ein neues Panel für seine integrierten Grafiklösungen beziehungsweise Grafiktreiber präsentiert, das nun in der neuesten Version ebenfalls eine Aufnahme- und Broadcasting-Funktion in einer Testfassung bietet. Darüber lässt sich allgemein der Bildschirminhalt oder eben Gameplay aufzeichnen und anschließend lokal abspeichern beziehungsweise auf verschiedene Streaming-Seiten und in soziale Netzwerke streamen. Nutzer haben Kontrolle über die Auflösung, das Format, die Bitrate und weitere Einstellungsmöglichkeiten.
Intel "Combined Desktop" und Fehlerbehebungen
Darüber hinaus listet Intel im Changelog zum Update als neues Feature noch eine Funktion zum "kombinierten Desktop", worüber sich mehrere Bildschirme zu einer einheitlichen Desktop-Benutzeroberfläche zusammenfassen lassen, wodurch ein größerer Anzeigebereich und höhere Auflösungen für ein einzelnes Bild ermöglicht werden. Darüber hinaus stehen diverse Fehlerbehebungen auf dem Programm, ebenso wie auch eine Reihe an noch offenen Problemen. Die jüngste Beta-Version des Intel Graphics Command Center steht entbündelt vom Grafiktreiber im Microsoft Store zum Download bereit, wo sich auch das komplette Changelog mit allen Änderungen findet.

Jetzt die überwiegenden Nachteile. Ein Video in 2160p wird mit 21 FPS erstellt, in 1080p mit 35 FPS. Mein Desktop läuft aber in 60Hz = 60FPS. Warum erreicht die Aufzeichnung nicht die Framerate meines Bildschirms?
Meine Theorie dazu, der Monitor ist an die GTX 1070 angeschlossen und diese zeigt im Taskmanager unter Copy ständig Bewegung während der Aufnahme. Ich vermute der Front-/Backbuffer der 1070 wird mit jedem fertigen Frame in den RAM kopiert und danach über die Intel Software Frame für Frame von der iGPU rekodiert. Möglicherweise ist dort der Flaschenhals und evtl. tritt das nicht auf wenn der Monitor direkt an das Mainboard angeschlossen wird. Allerdings wars das dann mit Gaming Leistung... Das Problem ist aber, dass ich aus eigener Entwicklungserfahrung weiß das dies kein Flaschenhals ist, weil ich mit Videoframes und strammen Timings bzw. 60 - 100+ FPS in Software über den RAM problemlos arbeiten kann.
Die Leistungsaufnahme der iGPU liegt gerade mal bei schlappen 1,x Watt und die CPU Auslastung steigt um knapp 1%, also mit offenem Browser und vielen Tabs war die Leistungsaufnahme des CPU Package bei nur 11W.
Großartige Auslastung ist nicht gegeben, ich erreiche in FFMPEG beim konvertieren max. 15W auf der Intel GPU. Da ist also noch sehr viel Luft gewesen, die ausgereicht hätte um spielend ein 60 FPS Video zu erstellen.
Ach egal, ich kürz das jetzt ab. Man kann in der Beta quasi nichts einstellen, nur Dateiformat (flv, mp4) und die Bitrate nach belieben (Standard bei 2160p sind 65 MBit, 1080p 18 MBit), ansonsten nur ob Streaming oder Aufzeichnung. Man kann keinen Codec wählen, keine Bildrate, keine erweiterten Einstellungen treffen, einfach nichts! Im Grunde für den DAU gemacht.
Also das ist selbst für ne Beta so dürftig wie ein Krümelchen vom Brot, zumal es das Command Center schon länger gibt, nur eben ohne Streaming/Aufzeichnen bisher. Da ist man mit OBS sehr viel besser bedient.
Weil es bei Intel noch in der Betaphase ist?
Ansonsten: Wurde ja Zeit Intel. Werde es in 1 Jahr mal ausprobieren. Wenn die Betaphase vorbei ist.
Brauche ich für das Tool einen Intel? Vermutlich ja...
Fazit: Nicht gut.
Intel(R) Media SDK | Intel(R) Software
Wenn Intel ein Tool veröffentlicht, dann gehe ich schon davon aus das sie ihre eigene Hardware konkret ansprechen werden und nicht wie der 08/15 Entwickler, der für seine Anwendung jedes Verfahren mit mehr oder weniger Interesse einpflegt.
Ist doch nett wenn man ein weiteres Stück Hardware das man schon besitzt für manche Aufgaben einbinden kann, andere kaufen sich lieber einen zweiten PC zum streamen.
Glaube kaum dass das mit den iGPUs jetzt schon großen Anklang finden wird, besonders weil Intel in CPU Markt... sagen wir mal nicht sehr gut dasteht