Intel: Grafiklösung Larrabee ist Chefsache und wird erst auf dem IDF vorgestellt

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Intels Larrabee Manycore-Prozessor, der Anfang 2010 als Grafikkarten-Konkurrenz gegen Nvidia und AMD positioniert werden soll, wurde auch auf dem Research at Intel Day nicht gezeigt. Eine Demonstration Larrabees sei Chefsache, so Joe Schütz, Leiter der Mikroprozessorforschung Intels.

Intel Grafiklösung Larrabee Quelle: PC Games Hardware Intel Grafiklösung Larrabee Intels Grafikkarte auf Larrebee-Basis wurde nicht, wie erwartet, auf dem Research at Intel Day in Santa Clara vorgeführt. Die erste, öffentliche Vorstellung soll erst auf dem IDF Ende September erfolgen.

Joe Schütz, Leiter der Mikroprozessorforschung Intels, erwähnte in einem Gespräch mit den Kollegen von golem.de auch warum: "Typischerweise werden solche Demos und auch Produktankündigungen von unseren Vizepräsidenten gemacht." Vizepräsidenten wie Pat Gelsinger werden aber auf dem Research at Intel Day keine Reden halten.

Anwendungen, die von solch einem Manycore-Prozessor wie dem Larrabee profitieren würden, zeigte man auf der Veranstaltung jedoch viele. Der von Intel angeheuerte 3D-Spezialist Daniel Pohl zeigte beispielsweise eine Version der Quakewares-Engine mit Raytracing. Als Testsystem wurde hier eine Workstation mit zwei Nehalem-Xeons mit 8 physikalischen und 16 virtuellen CPU-Kernen verwendet, welche die Umgebung und 500 Spielfiguren mit 20 Bildern pro Sekunde darstellen konnte.

Eine Demonstration der Universität Illinois zeigte eine Virtuell-Reality-Simulation, in der sich zwei Spieler ein Lichtschwert-Duell lieferten. Für die Berechnung der Daten benötigte man pro Spieler zwei PCs, welche die Daten aus einer stereoskopischen Kamera auswerteten, synchronisierten und neue 3D-Bilder berechneten. Beide Beispiele sollen aufgrund der guten Parallelisierbarkeit der Rechenaufgaben massiv von einem Viel-Kern-Prozessor wie dem Larrabee profitieren können.

Einige wenige Spielehersteller sollen angeblich bereits Prototypen der Grafikkarten der auf Larrabee basierenden Manycore-Prozessoren für Entwicklungszwecke besitzen. Dazu wollte Joe Schütz aber bisher keine Stellung nehmen - so der Bericht auf golem.de.

Links zum Thema:
Larrabee derzeit nur auf GTX-285-Niveau
Intel Larrabee erst 2010 im Handel, dann aber komplette Grafikkarten-Serie
Intel zeigt detaillierten Die-Shot vom Larrabee

Bildergalerie

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel: Grafiklösung Larrabee ist Chefsache und wird erst auf dem IDF vorgestellt

        Ich wiederhole: Kein Ersatz für Grafikkarten, sondern für die heutigen Chipsatz-internen Lösungen. Mit denen kann man spielen, aber wenn du heutige High-End-Notebooklösungen, die es bequem mit der oberen Desktop-Mittelklasse aufnehmen, als "total langsam" bezeichnest, werden sie dir wohl nicht reichen.

        Und jetzt schluss mit Offtopic, hier gehts um Larrabee.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel: Grafiklösung Larrabee ist Chefsache und wird erst auf dem IDF vorgestellt

        Ich wiederhole: Kein Ersatz für Grafikkarten, sondern für die heutigen Chipsatz-internen Lösungen. Mit denen kann man spielen, aber wenn du heutige High-End-Notebooklösungen, die es bequem mit der oberen Desktop-Mittelklasse aufnehmen, als "total langsam" bezeichnest, werden sie dir wohl nicht reichen.

        Und jetzt schluss mit Offtopic, hier gehts um Larrabee.
      • Von SolidBadBoy Software-Overclocker(in)
        AW: Intel: Grafiklösung Larrabee ist Chefsache und wird erst auf dem IDF vorgestellt

        ach so danke

        aber eine andere frage wird die leistung gut sein???
        sprich kann man auf einen Lappi dann sogar zocken wie auf nem rechner???
        weil heutzutage sind die graks auf lappis total langsam
        die cpus gehen ja noch!

        sprich würde man dann an die leistung von desktops rann kommen oder nicht???
        und was wird dann so ein lappi ungefähr kosten(ca. 2000€???)
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel: Grafiklösung Larrabee ist Chefsache und wird erst auf dem IDF vorgestellt

        Ich glaube du verwechselst was mit Clarkdale/Arrandale (Grafikeinheit in der CPU integriert). Da werkelt AMD seit längerem an einem Gegenprojekt namens Fusion. Die letzte Meldung, die ich davon gesehen habe, war aber ein Vermerk in einer Roadmap, der für Mitte 2010 entsprechende Technik im Notebookmarkt versprach.
        Beide Ansätze verfolgen nicht das Ziel, Grafikkarten zu ersetzen, sondern nur Chipsatz-interne Grafiklösungen. (Bei Intel wird das definitiv ab Anfang 2010 anfangen, bei AMD sind afaik noch keine fertigen Produkte bekannt)
      • Von SolidBadBoy Software-Overclocker(in)
        AW: Intel: Grafiklösung Larrabee ist Chefsache und wird erst auf dem IDF vorgestellt

        ne frage amd hat dies doch auch vor oder irre ich mich???

        zudem wird die grafik dann sag ich mal von externen grakas besser sein oder auf ungefähr gleichem niveau???
        und wie wirds dann mit der kühlung sein??? wird das OC überhaput noch möglich sein und wird alles übertaktet oder nur der cpu kern???

        MfG
        SolidBadBoy
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Intel: Grafiklösung Larrabee ist Chefsache und wird erst auf dem IDF vorgestellt

        Zitat von animus91
        die meinten dass es extrem kompliziert ist, die theoretische leistung von manycore systemen zu nutzen, so sind die programme, die die leistungsfähigkeit eines neuen großrechners ermitteln recht nah an die theoretische leistung(95%), bei realitätsnahen aufgaben kann dies auf unter 50 % fallen. Und jedem core müssen natürlich bei der programmierung einzeln die befehle zugewiesen werden, d.h. man muss das programm neu/um schreiben (über dem aufwand kann ich mich nicht äußern). insofern glaube ich kaum, dass man mit vielen schwachen rechenkernen bei realenanwendungen starken nutzen zieht. Und gerade die AMD/NV karten sind meiner meinung nach ja auch DXOpenGL zugeschnitten, warum sollte eine ganz andere architektur da wesentlich besser sein? Nun gut, wir werden sehen. Wettbewerb ist immer gut und wenn ich meine neue Dx11 karte für 100 euro bekomm werd ich mich nicht drüber beschweren
        Die Grundprobleme bei der Manycore-Nutzung sollten unabhängig von der verwendeten Schnittstelle auftreten. Und eben gerade da kann Larrabee punkten: Im Gegensatz zu Nvidia oder ATI hat das Ding noch sehr wenig Kerne.
        (Bei Grafikberechungen wird einem das aber wenig helfen, denn die sind verdammt gut parallelisierbar und Nvidia und ATI haben auch viel Erfahrung damit)

        Zitat von zauberlehrling
        ich bin auch der meinung, dass der larrabee nicht konkurrenzfähig sein wird, ich meine aber, dass sich das eher aus dem immer zurückhaltender werdenden verhalten von intel herauslesen lässt. am anfang haben sie geklotzt. jetzt kleckern sie nur noch. sie wissen, dass sie gegen die (über-)nächste grafikkartengeneration mit dem larrabee keine marktchancen haben und werden jetzt kleinlaut.
        Könnte ein Hinweis sein, wobei Intel (im Gegensatz zu AMD) nicht so zum rausposaunen neigt. Informationen leaken wenn dann eher, werden von oben aber nicht bestätigt und die ersten großen Ergebnisse liefern normalerweise mysteriöse Testsamples, die irgendwo auftauchen. Aber offizielle Versprechungen sind untypisch - und bei einem so grundlegend neuem Projekt könnten auch die Leaks entfallen. (und -wie schon vielfach angemerkt- diesmal dürften -im Gegensatz zu den CPUs- die Treiber eine große Rolle spielen und Intel bis zur letzten Sekunde daran feilen. Vermutlich wird es Jahre dauern, bis man die Architektur via DX/OGL optimal ausgereizt hat. Da könnte n Vorserienexemplar in den Händen eines SchwanzMark-Fetishisten ganz schlechte Presse bringen)

        Was mich eher misstrauisch macht:
        Alles, was in den letzten Monaten nach außen gedrungen ist, beschäftigte sich mit der Tauglichkeit als Grafikkarte. Dabei war Larrabee doch mal der große Supercomputing-Chip. Das ist sehr untypisch für Intel, die versuchen sonst eher monatelang Chips an die falsche Zielgruppe zu vermarkten.

        Zitat
        wie schaut eigentlich die yield-rate bei einem larrabee aus (ist natürlich eine rhetorische frage - das kann im forum keiner wissen - das weiß nur intel)
        Gut sind die bei den "großen" Modellen (Intel deutet ja immer wieder an, dass es verschiedene Ausführungen geben wird) sicherlich nicht sein - aber das trifft einen G200 genauso. Und mit den Xeon-MP und Itaniums hat Intel bereits Erfahrungen in der 1-2Milliarden-Transistoren-Klasse gesammelt.
        Ich würde eher befürchten, dass sie den erprobten 45nm Prozess einsetzen und die TDPs katastrophale Ausmaße erreichen, weil man es sich eben nicht erlauben kann, gegen CUDA zu verlieren.
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