Intel Crescent Island: KI-GPU mit bis zu 480 GiB LPDDR5X offiziell vorgestellt

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Intel Crescent Island: KI-GPU mit bis zu 480 GiB LPDDR5X offiziell vorgestellt
Quelle: Intel

Intel zeigt auf dem Computex 2026 seinen KI-Beschleuniger "Crescent Island" - mit bis zu 480 GiB LPDDR5X statt dem sonst üblichen HBM oder GDDR. Vorige Leaks haben damit Recht behalten.

Die Computex 2026 hat die ersten Keynotes hinter sich gebracht. Intel hat in diesem Kontext den im Oktober 2025 angekündigten KI-Beschleuniger auf Basis von "Crescent Island" etwas greifbarer gemacht - und dabei einen vorhergehenden Leak zu einer ungewöhnlich anmutenden Speicherentscheidung bestätigt.

So basiert Crescent Island auf der neuen Xe3P-Architektur und verzichtet komplett auf HBM (High Bandwidth Memory) sowie GDDR, stattdessen setzt Intel auf LPDDR5X. Intels Referenzdesign kommt wie zuvor gemutmaßt mit 160 GiB LPDDR5X. Laut Intel lässt sich der Chip durch entsprechende Modulbestückung auf bis zu 480 GiB skalieren.

Crescent Island: Bis zu 3,8 TiB GPU-Speicher in einem Server

Daneben ließ Intel auf der Computex 2026 weitere Details aus dem Sack: Mit 350 Watt TDP und Luftkühlung ist Crescent Island nicht auf spezialisierte Servergehäuse angewiesen - Standard-Rackserver der Größen 4U und 5U reichen laut Tom's Hardware aus.

Crescent Island zeigt sich im Kurzüberblick. Performance-Zahlen fehlen aber. Quelle: Intel via Tom's Hardware Crescent Island zeigt sich im Kurzüberblick. Performance-Zahlen fehlen aber. Das mache den Chip interessant für Unternehmen, die KI-Inferenz lieber im eigenen Rechenzentrum betreiben, als sie in die Cloud auszulagern. Ein voll bestücktes System mit acht Karten à 480 GiB käme auf 3,8 TiB GPU-Speicher unter einer Haube.

Auf Architekturebene deckt Xe3P das gesamte Spektrum gängiger KI-Datenformate vom komprimierten FP4 - optimiert für schnelle Inferenz - bis zu FP64 für numerisch anspruchsvolle wissenschaftliche Berechnungen ab. Intel selbst bezeichnet das Design in diesem Kontext als "für agentische KI gebaut".

Dafür mutmaßt der gewählte Software-Stack etwas seltsam an, denn hier ist OneAPI vorgesehen, was deutlich weniger verbreitet als Nvidia CUDA oder gar AMD ROCm ist. Das zugehörige Ökosystem sei immerhin "offen, upstream-fähig und von Tag 0 an einsatzbereit".

Statt CUDA oder ROCm geht Intel einen eigenen Weg. Quelle: Intel via Tom's Hardware Statt CUDA oder ROCm geht Intel einen eigenen Weg. Wann dieser Tag 0 für Crescent Island ansteht, ließ Intel aber weiter unklar - die zweite Jahreshälfte 2026 bleibt im Visier.


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