Intel Arc ("Battlemage"): Next-Gen-GPU soll mit bis zu 64 Xe-Cores und 8.192 Shadern an den Start gehen

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Intel Arc
Quelle: Intel

Die zweite Generation der erstmals überhaupt im Juni 2022 an den Start gegangenen Arc-Grafikkarten von Intel soll auf Basis der neuen Architektur Xe² HPG ("Battlemage") endlich auch mit Nvidia Geforce und AMD Radeon konkurrieren können. Gerüchte sprechen von einer Verdopplung der Xe-Cores, was in insgesamt 8.192 FP32-Shadereinheiten resultieren würde.

Nachdem die erste Generation von Intels dedizierten Grafikkarten, die Arc A380, A580, A750 sowie A770, basierend auf der aktuellen GPU-Architektur Xe HPG ("Alchemist") gegen die Spitzenmodelle von Nvidia und AMD kein Land sah, soll es die kommende Generation der Serie auf Basis der nächsten Architektur Xe² HPG ("Battlemage") deutlich besser machen. Jüngste Gerüchte besagen, das Intel aufrüsten wird.

Intel soll die Anzahl der Xe-Cores verdoppeln

Wie der YouTube-Kanal RedGamingTech jetzt berichtet, soll Intel planen, die Anzahl der Xe-Cores und damit auch der FP32-Shadereinheiten zu verdoppeln. Für das kommende Spitzenmodell, welches als Arc B770 durch die Gerüchteküche schwirrt, würde das in 64 anstatt 32 Xe-Cores sowie 8.192 anstatt 4.096 Shadereinheiten resultieren. Der schnelle Zwischenspeicher soll gar von 16 auf 48 MiByte L2-Cache anwachsen.

Arc A770 ("Alchemist") vs. Arc B770 ("Battlemage")

Im direkten Vergleich mit der Intel Arc A770, würde eine kolportierte Intel Arc B770 in Sachen Spezifikationen einen großen Sprung nach vorne machen. Nur im Bereich des Grafikspeichers soll mit je 16 GiByte GDDR6 an einem jeweils 256-Bit breiten Speicherinterface demnach eine gewisse Waffengleichheit herrschen.

  Intel Arc A770 Intel Arc B770*
Codename Alchemist Battlemage
GPU-Architektur Intel Xe HPG Intel Xe² HPG
Grafikprozessor Intel ACM-G10 Intel BMG-G10
Xe-Cores 32 64
Shader 4.096 8.192
Speicher 16 GiByte GDDR6 16 GiByte GDDR6 (GDDR7?)
Speicherbus 256-Bit 256-Bit
L2-Cache 16 MiByte 48 MiByte
Release 2022 2024

*) noch nicht offiziell bestätigt!

Ob Intel die bislang als Maximum ausgegebene TDP-Obergrenze von 225 Watt bei mehr als 8.000 Ausführungseinheiten auch weiterhin halten kann, darf aber zumindest infrage gestellt werden. Hierfür müsste der Hersteller die Effizienz der Architektur innerhalb nur einer Generation dann schon deutlich verbessert haben.

Gerüchte haben eine gewisse Substanz

Die jüngsten Gerüchte um die kommende Generation der Arc-Grafikkarten weisen durchaus eine gewisse Substanz auf, da der YouTuber bereits mehrfach mit Prognosen und Vorabinformationen auf sich aufmerksam machen konnte, welche sich später dann bestätigten. Auch eine GPU-Roadmap, nach der Intel gegen Ende 2023 noch ein Refresh seiner aktuellen Generation als Alchemist+ präsentieren wird, stammt von hier. Erst im Laufe des zweiten Quartals 2024 soll demnach dann mit Intel Battlemage die neue Generation erscheinen. Erstmals soll Intel dann auch Enthusiasten ansprechen.

GPU-Roadmap mit Alchemist, Alchemist+ und Battlemage Quelle: RedGamingTech GPU-Roadmap mit Alchemist, Alchemist+ und Battlemage

Noch keine Spur von Celestial und Druid

Intel Xe³ HPG ("Celestial") und Intel Xe Next ("Druid") tauchen auf der Roadmap überhaupt nicht auf und dürften demnach nicht vor dem Jahr 2025 respektive 2026 anvisiert werden. Stand heute ist selbst Intel Xe² HPG ("Battlemage") noch absolute Zukunftsmusik, wenngleich Intel bereits betont hat, an seinen Plänen für seine Grafikkartenserie festhalten zu wollen.

GPU-Roadmap mit Alchemist, Battlemage, Celestial und Druid Quelle: Intel GPU-Roadmap mit Alchemist, Battlemage, Celestial und Druid

Intel baut seine Grafikkartensparte komplett um

In direkter Folge der Personalbewegungen durch die Degradierung und das darauf folgende Ausscheiden von Raja Koduri, dem ehemaligen Leiter der Grafikkartensparte, und der kompletten Umstrukturierung der Business Unit, die Teil der Client Compute Group ("CCG") wurde, stehen nach wie vor sehr große Fragezeichen hinter Intels Geschäftsbereich mit dedizierten Consumer-Grafikkarten.

Gerüchte sollten mit Vorsicht genossen werden

Der YouTube-Kanal "RedGamingTech" hat alle aktuellen Entwicklungen rund um die durchgesickerten Informationen zu Battlemage in einem rund 13-minütigen Video zusammengefasst. Alle Informationen inklusive der Roadmap sind aber noch mit Vorsicht zu genießen und lediglich als Gerüchte einzustufen.

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    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGHextreme PC-Selbstbauer(in)
        Die soll bitte wirklich geil werden & dabei noch so dezent in der Optik bleiben.
      • Von PCGHextreme PC-Selbstbauer(in)
        Die soll bitte wirklich geil werden & dabei noch so dezent in der Optik bleiben.
      • Von sandworm Software-Overclocker(in)
        Zitat von Hübie
        Mooreslawisdead sagt, dass Battlemage und Celestial wohl nicht mehr erscheinen werden...
        Scheint mir plausibel zu sein.
        Kein Wunder legen sie bei jeder verkauften Karte mehr als das Doppelte oben drauf (Umsatz Grafiksparte Q4, 2022, 185 Mio. $ Verlust 378 Mio. $)

        Auf das Jahr 2023 hochgerechnet wäre das ein Umsatz von 740 Mio. bei einem Verlust von 1500 Mio. $

        Und wer weiß, vielleicht ist dies nur die Spitze des Eisberges wenn man bedenkt wie rückläufig der Grafikmarkt gerade ist.

        Intel hat es momentan wirklich nicht leicht. Bei den CPUs's laufen sie gerade Gefahr von einer 3D Lawine überrollt zu werden und den Anschluss komplett zu verlieren.
        Bei der Effizienz ist dies ja bereits der Fall, bzw. sind sie da jetzt bereits 2 -3 Generationen im Hintertreffen und dies
        obwohl AMD noch ohne Effizienz-Kerne antritt.

        Bei den GPU wiederum werden sie wohl schon bald die Reißleine ziehen müssen, bevor dieses Fass ohne Boden nicht mehr
        abzudichten ist.
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Larrabee hatte nichts mit den damaligen iGPUs gemein und ging eher aus den Multi-Core-Forschungsprojekten (z.B. Polaris) hervor, welche die Grundlagen für Many-Core-CPUs legen sollten. Als Grafikkarte gescheitert ist Larrabee am grundsätzlich falschen Ansatz: Bei konventionellem Rendering hat man im Prinzip eine herkömmliche GPU in Software simuliert. Damit kann man gegen Hardware-Lösungen auf vergleichbarer Basis nur verlieren und auch zu besten "Alien Fab"-Tagen hatte Intel nicht genug Vorsprung, um das rauszuholen. Die ganze Grafik-Aktion war meiner Meinung nach eher ein "Lösung sucht Problem"-Stunt. Die Einzelteile von Larrabee ergeben sich aus diversen Entwicklungslinien und sie ergaben für den HPC-Markt, wo Phi letztlich endete, auch Sinn. Aber der ist träge, braucht viel Vorlaufzeit ehe eine neue Architektur genutzt wird. Bis dahin hat man sich überlegt, was man mit einem hochparallelen Universalprozessor noch so anstellen kann und siehe da: Der kann einen Raytraycing-Beschleuniger genauso gut respektive schlecht simulieren, wie eine Rasterizer-GPU. Und da es keine Hardware-Raytraycer gab, war das ansehnbare Ergebnis konkurrenzlos beeindruckend. Aber es war bei weitem nicht gut genug, um Rasterizing zu verdrängen, soviel Leistung haben wir selbst 20 Jahre später noch nicht, und niemand wollte eine Raytraycing-Karte kaufen.
        Alles wichtige Punkte, worauf ich mich aber bezog:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Zitat von PCGH_Torsten
        Das war also auch eine ganze andere Situation als jetzt mit Arc: Larrabee war gelungen, aber in einem Bereich, den niemand wollte. Arc ist für einen Bereich entwickelt, den jeder will, aber nicht gut genug.
        Das sowieso
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sterreich
        Der Vergleich hinkt nicht mal mehr, der sitzt im Rollstuhl.

        1. Auch wenn AMD eine Durtstrecke durchgemacht hat waren CPUs das Kerngeschäft und wurden nicht erst von Grund auf entwickelt.
        2. AMD ging gezwungenermaßen "All-In" mit Ryzen und es war ein teuer erkaufter Sieg (Abstoßen der eigenen Fertigung mit Global-Foundries)

        Intel schwimmen gerade genug im Kerngeschäft (Server) die Felle davon, sollten sie entscheiden müssen werden sie sich nicht aufs GPU-Geschäft konzentrieren.

        Ehhh, das eine ist eine auf Desktop getrimmte Notebook-Karte (weil man selbst das verkaufen konnte), dass andere ein High-End Modell.
        Aber eine 6700(XT) mit 24GB? Was macht die damit?

        Lag es nicht in großen Teilen auch daran, dass man die iGPU und dGPU Sparte gegeneinander ausgespielt hat? (gemeinsames Budget, wer besser performt bekommt mehr). Larrabee ist am langem Arm finanziell verhungert.
        Larrabee hatte nichts mit den damaligen iGPUs gemein und ging eher aus den Multi-Core-Forschungsprojekten (z.B. Polaris) hervor, welche die Grundlagen für Many-Core-CPUs legen sollten. Als Grafikkarte gescheitert ist Larrabee am grundsätzlich falschen Ansatz: Bei konventionellem Rendering hat man im Prinzip eine herkömmliche GPU in Software simuliert. Damit kann man gegen Hardware-Lösungen auf vergleichbarer Basis nur verlieren und auch zu besten "Alien Fab"-Tagen hatte Intel nicht genug Vorsprung, um das rauszuholen. Die ganze Grafik-Aktion war meiner Meinung nach eher ein "Lösung sucht Problem"-Stunt. Die Einzelteile von Larrabee ergeben sich aus diversen Entwicklungslinien und sie ergaben für den HPC-Markt, wo Phi letztlich endete, auch Sinn. Aber der ist träge, braucht viel Vorlaufzeit ehe eine neue Architektur genutzt wird. Bis dahin hat man sich überlegt, was man mit einem hochparallelen Universalprozessor noch so anstellen kann und siehe da: Der kann einen Raytraycing-Beschleuniger genauso gut respektive schlecht simulieren, wie eine Rasterizer-GPU. Und da es keine Hardware-Raytraycer gab, war das ansehnbare Ergebnis konkurrenzlos beeindruckend. Aber es war bei weitem nicht gut genug, um Rasterizing zu verdrängen, soviel Leistung haben wir selbst 20 Jahre später noch nicht, und niemand wollte eine Raytraycing-Karte kaufen.

        Das war also auch eine ganze andere Situation als jetzt mit Arc: Larrabee war gelungen, aber in einem Bereich, den niemand wollte. Arc ist für einen Bereich entwickelt, den jeder will, aber nicht gut genug.
      • Von Gelöschtes Mitglied 23535
        Die sollen sich ruhig Zeit lassen mit der nächsten Generation. Erst mal schön weiter guten Wein mit den Alchemisten Karten machen. Weil so viele hier auch eine Arc Karte ihr eigenen nennen und noch immer von Treibern sprechen die Schlecht sind, kaufe ich natürlich von jedem unzufriedenem Arc Menschen seine Karte gebraucht ab.

        Blöd ist, das ich kaum eine Gebrauchte finde. Wer eine hat, will sie wohl offensichtlich Selten wieder her geben.

        Die Karten sind Preis Leistungssieger,

        ganz ohne Frage in ihrem Bereich. Ändere gerne meine Meinung.

        Ich verstehe nicht, warum manche was von 3060 und 66(5)00 faseln.... Von qualitativer Sicht alleine betrachtet, ist das ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Die Karten dürfte so langsam wie geschnitten Brot über den Ladentisch gehen.

        Übrigens hilft es nix, die Mindfactory Zahlen zu kennen, welche halt die billig China Designes verkloppen wollen, die keiner haben möchte. Weil DANN zählt wirklich der Vergleich zwischen oben genannten... Obwohl, ne, nicht mal dann.

        Kauft euch ne Intel Karte, wenn ihr auf den längsten Balken verzichten könnt. Wie gesagt, wer sie nicht will darf mir gerne ein Angebot in der Kaufgesuche Sparte machen...

        Salve
        entfernt
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