IDF Shanghai 2008: "Die Zeit der Grafikrenderer ist zu Ende"
Intel wird künftig wieder Grafikchips produzieren und damit einen weiteren Frontalangriff auf AMD unternehmen.
Quelle: (Bild: informationweek.com)
Intel-Wafer mit Larrabee-Chips
"Larrabee", ein Chip, der sich wie erst unlängst bestätigt auch als Grafikprozessor eignet (Intel über Larrabee: Wir haben eine konkurrenzfähige Grafik-Hardware), soll Grafik in Spielen deutlich besser und schneller berechnen als heutige Beschleuniger.
"Die Zeit der 3D-Grafikrenderer ist zu Ende", sagte Intel-Vizepräsident Pat Gelsinger zum Auftakt des Entwicklerforums IDF am Mittwoch in Shanghai. Heutige Grafikpipelines seien ungeeignet für zukünftige Spiele, mit neuen Techniken könne dagegen Fotorealismus in Spielen möglich sein. Intel zeigte eine Demonstration von Daniel Pohls Version von Quake 4, die komplett auf dem Prozessor gerendert wird, sowie einige Szenen aus Far Cry 2, die tatsächlich aussahen, als entstammten sie einem Film.
Voraussetzung für solche Rendertechniken sei ein Chip wie Larrabee, sagte Gelsinger und bestätigte die bereits bekannten Details. So enthält der Chip "viele" IA-Kerne und ist bis zu einer Rechenleistung von Teraflops skalierbar. Cache- und Datendurchsatz seien neu konzipiert worden, zudem hat Intel einen Vektor-Befehlssatz integriert, der von einer speziellen Vektor-Einheit auf dem Chip bearbeitet wird. Larrabee wird nach Angaben von Intel sowohl Direct X als auch Open GL unterstützen.
Obwohl weitere Details vorerst im Dunkeln bleiben und eine Demonstration erst später im Jahr folgen soll, ist Gelsinger vom Durchbruch überzeugt: "Noch nie in meiner 30-jährigen Tätigkeit für Intel habe ich mehr Begeisterung für eine neue Technik erlebt", sagte der Vizepräsident. In zwei bis drei Jahren erwartet er die ersten Produkte.
