GPUs bei Mindfactory: Preise explodieren, Verkäufe implodieren
Die AMD Radeon RX 9070 XT und Radeon RX 9060 XT dominieren auch weiterhin bei Mindfactory, doch die Verkaufszahlen und Umsätze sämtlicher Grafikkarten brechen aufgrund der weiterhin steigenden Preise immer stärker ein.
Wie die neuesten Erhebungen von TechEpiphany auf X jetzt belegen, dominieren die AMD Radeon RX 9070 XT und Radeon RX 9060 XT auch weiterhin beim deutschen Online-Händler Mindfactory. Die beiden RDNA-4-Grafikkarten verkauften sich innerhalb der 8. Kalenderwoche des Jahres deutlich häufiger als die Nvidia Geforce RTX 5070 Ti und Geforce RTX 5060 Ti. Insgesamt brachen die Verkaufszahlen sowie die Umsätze sämtlicher Grafikkarten aufgrund der zuletzt signifikant gestiegenen Preise in den vergangenen Monaten immer weiter ein. Im Vergleich zu Ende 2025 verkauft Mindfactory so mittlerweile weniger als ein Drittel an Grafikkarten.
Während die Preise explodieren, implodieren die Verkaufszahlen und Umsätze, wie ein Blick auf die vergangenen Monate schonungslos offenlegt. Die zuletzt immer weiter sinkenden Absatzzahlen von Grafikkarten bei Mindfactory korrelieren demnach entsprechend mit deren Durchschnittspreisen, aber wohl auch mit den im Zusammenhang mit der Speicherkrise immer höheren Preisen für die Arbeitsspeichermodule, SSD-Speicher und sonstige Hardware.
GPU-Verkaufszahlen bei Mindfactory
| KW50/2025* | KW05/2026* | KW06/2026* | KW08/2026 | |
|---|---|---|---|---|
| Verkäufe (Gesamt) | ~ 2.800 Stück | ~ 1.200 Stück | ~ 960 Stück | ~ 870 Stück |
| Marktanteile (AMD) | 55,28 Prozent | 61,98 Prozent | 61,26 Prozent | 56,32 Prozent |
| Marktanteile (Nvidia) | 40,78 Prozent | 33,88 Prozent | 32,46 Prozent | 37,93 Prozent |
| Markanteile (Intel) | 3,94 Prozent | 4,13 Prozent | 6,28 Prozent | 5,75 Prozent |
| Umsätze (Gesamt) | ~ 1.900.000 Euro | ~ 880.000 Euro | ~ 670.000 Euro | ~ 670.000 Euro |
| Preis ⌀ (Nvidia) | ~ 930 Euro | ~ 1.025 Euro | ~ 1.000 Euro | ~ 1.100 Euro |
| Preis ⌀ (AMD) | ~ 520 Euro | ~ 600 Euro | ~ 590 Euro | ~ 585 Euro |
| Preis ⌀ (Intel) | ~ 230 Euro | ~ 230 Euro | ~ 195 Euro | ~ 330 Euro |
*) Quelle: @TechEpiphany [ 1 ] [ 2 ] [ 3 ] [ 4 ]
Einzig die im Vergleich zu den vergangenen Wochen einmal mehr gestiegenen Durchschnittspreise von Geforce- und Arc-Grafikkarten halten den Gesamtumsatz mit Grafikkarten auf dem Niveau der 6. Kalenderwoche. Die gesamte Branche wird auch in den kommenden Monaten mit sinkenden Verkaufszahlen im Consumer-Segment zu kämpfen haben, was insbesondere Einzelhändler und Systembuilder, aber auch kleinere OEMs ziemlich schmerzhaft zu spüren bekommen dürften.
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Quelle: TechEpiphany


Es ist halt einfach blödsinnig irgendwelche Karten willkürlich auf irgendwelche Auflösungen festzulegen (das ist eine 1080p Karte, das ist eine 4K Karte, das ist eine WQHD Karte). Natürlich braucht eine Karte einen Ausgang, der den Monitor auch ansteuern kann, aber das ist bei 4K seit DP 1.2 gegeben und bei 8K seit DP 1.4.
Es wird halt einfach immer besser. Meine GTX 670 kann einige Spiele in 4K ausgeben, die doppelt so schnelle GTX 980 schon deutlich mehr, die GTX 1080Ti wieder mehr und das zieht sich dann nach ganz oben durch, bis zur RTX 5090. Die bekommt dann fast alles nativ in 4K60 zum laufen, aber eben nur fast. Bei hartem Pathtracing ist da in 1440p60 Schluß.
Von daher: nein, es ist nicht egal, ob da eine GTX 670 oder deine RTX 4090 drin ist. Wie kommst du eigentlich auf den Blödsinn? Mußt du alles unbedingt verdrehen, damit du "gewinnen" kannst?
Sollte aber jeder vernünftige Händler in den letzten Jahren eh forciert haben. Mit Privatkunden gewinnt man kein Blumentopf mehr. Die Hardwaremargen sind extrem niedrig, gibt in Deutschland viel Konkurrenz und das Endkunden 14 Tage Rückgaberecht auf geöffnete und benutzt Artikel haben ist einfach extrem extrem teuer für einen Händler. Ein entsiegeltes Macbook, dass du zurücknehmen musst, ist hat schon so viel Schaden, da musst du 3 andere verkaufen um das reinzuholen.
Ihr werdet dann vermehrt Dienstleistungen anbieten müssen. Das hält mich gut über Wasser.
Macht ihr nur Hardwareverkauf?
So wissen wir was hineinkommt. Die meisten unserer Kunden bestellen die Hardware über uns, die alte Leier zwischen Software passt nicht zu Hardware Diskussionen möchten die nicht haben. Auch wenn wir hier einen fast 7 stelligen Umsatz machen als kleines Systemhaus, ist das trotzdem nur nebensächlich. Du kennst ja die Margen bei Hardware. Wenn wir einen Server für 30k verkaufen, ist die Marge für das Basissetup mit Updates und unseren Tools meist schon größer.
Also wenn wir hier 50% Umsatz einbüßen, merken wir das nicht einmal. Das wird bei Formen wie Alternate und Mindfactory sicher ganz anders aussehen.
Sorgen macht mir, dass die Umsätze von Mindfactory und Co dieses Jahr stark einbrechen werden. Mal sehen, wer das überlebt. Ich habe mich an letztes Jahr mich und meinen Bekanntenkreis komplett auf Stand der Technik gebracht. Wir müssen in den nächsten Jahren gar nicht unternehmen und können jede Krise aussitzen.
Dazu kommt noch erschwerend, dass auch unsere B2B Kunden auf aktueller Hardware sitzen, wegen des Windows 10 Supportendes. Für uns sind die Kistenschiebereien eh nur ein wenig Zubrot. Das war auch schon mit dem Ende von Windows 7 so. Aber jetzt kommen da viele Dinge zusammen. Aktuell bin ich froh, dass mir keine Hardwarebude gehört.
Die Kunden die zu mir kommen haben in der Regel Notebooks, Mini-PCs oder All in one PCs.
Der Privatmarkt mag es mobil und der klassische Arbeitsplatzrechner ist ein Notebook oder Mini Desktop.
Die großen Rechner sind meist Geräte die schon älter sind. Bei einem Neukauf wird es meist ein Notebook.
Die Gamer Kundschaft kann ich an einer Hand abzählen, aber ich verzichte auch gerne darauf. Jung, knapp bei Kasse und reklamationsfreudig, weil diese dann was verbasteln (o. dessen Freunde) und es den Dienstleister in die Schuhe schieben. Aber von dieser Kundensparte kann sowieso kein Unternehmer leben. Ich käme nie auf die Idee um dieses Kundenklientel zu werben.
Die verkaufen ein Mainboard mit 10€ Gewinn und ein Laie baut es dann zu Hause ein.
Deswegen frage ich mich, warum Mindfactory und Co. sich das überhaupt antun…
B2B ist also auch schwierig…
Ihr werdet dann vermehrt Dienstleistungen anbieten müssen. Das hält mich gut über Wasser.
Macht ihr nur Hardwareverkauf?