HPCE: Spezifkationen zum kabellosen GPU-Anschluss enthüllt - 600 Watt Leistung?

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Keine Kabel mehr für die Stromversorgung: Der kommende HPCE-Anschluss soll dennoch mit bis zu 600 Watt Leistung arbeiten.
Quelle: Asus via Wccftech

Zum erstmals auf der Computex gezeigten HPCE-Anschluss, über den einige Kabel für Grafikkarten wegfallen, gibt es neue Details. So soll dieser GPUs mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 600 Watt unterstützen.

Zur Computex 2023 wartete Custom-GPU-Hersteller Asus mit einer kleinen Überraschung auf: Das Projekt "Megalodon" eliminiert die gewohnte Stromversorgung von Grafikkarten via Kabel, stattdessen wurde die gezeigte Geforce RTX 4070 über einen neuen Anschluss betrieben. Dieser hört auf die Bezeichnung HPCE ("High Power Card Edge") und befindet sich einige Zentimeter rechts vom gewohnten PCI-E-Anschluss - nun sind neue Details aufgetaucht, die vom bekannten Leaker momomo_us auf Twitter stammen.

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An sich verhält sich der HPCE-Anschluss laut der Dokumentation ähnlich wie PCI-Express: Insgesammt stehen hier vier Gruppen an Pins zur Verfügung. Unter diesen sind insgesamt 16 Pins für die Stromversorgung sowie weitere 12 für die Kommunikation zwischen Grafikkarte und Mainboard verantwortlich. Platziert wird der neue Anschluss wie schon im Megalodon-Projekt auf einer Linie mit dem eigentlichen PCIe-Steckplatz und verdrängt so den Heatsink des Mainboard-Chipsatzes. Damit soll eine einfache Installation kompatibler Grafikkarten gewährleistet werden. Auf eine Verriegelung sollen Hersteller allerdings beim HPCE-Anschluss verzichten - der bei PCIe gängige Mechanismus solle ausreichen, um die GPU an Ort und Stelle zu halten.

Wie der Dokumentation zu entnehmen ist, bringt HPCE auch ordentlich Leistung mit sich. Hierüber sollen bis zu 600 Watt an die Grafikkarte gebracht werden können: Zum Vergleich von einem PCI-Express-x16-Slot gelten maximal 75 Watt als sicherer Durchsatz. Mit 600 Watt können mit Ausnahme weniger Custom-Modelle der Geforce RTX 4090 alle aktuellen GPUs problemlos angeschlossen werden - Asus erklärte bereits, dass hier noch Nachholbedarf besteht, um auch künftige High-End-Grafikkarten zuverlässig mit Strom versorgen zu können.

Abzuwarten bleibt indes, wann die Marktreife des Anschlusses erfolgen wird. Zumindest in diesem Jahr ist nicht mehr mit einer offiziellen Vorstellung neuer Produkte mit HPCE zu rechnen, doch zur CES 2023 könnte neue Informationen folgen. Spannend wird auch zu beobachten sein, ob die Hersteller aus dem zumindest aus PR-Sicht abenteuerlichen Fiasko rund um den 12VHPWR-Stecker gelernt haben, den der HPCE-Stecker unter Umständen ersetzen soll.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ugh-Tech
        Was den Betrieb mit gesenktem Powerlimit angeht, hast du natürlich Recht, aber zum einen gibt man damit auch mehr Geld aus als notwendig
        Naja, da muss man halt schon einen Tod sterben. Chips sind pro Recheneinheit entweder schneller oder effizienter und wenn man die gleiche Gesamtleistung haben will, muss man entweder mehr Recheneinheiten einsetzen oder Effizienz opfern.
        Zitat von Ugh-Tech
        und zum anderen weiß der Hersteller nicht, wie seine Karte nach dem Kauf betrieben wird; der sieht nur "Topmodell verkauft sich gut, also produzieren wir zukünftig mehr davon mit noch mehr Leistung". Dass es vielleicht genug Käufer für eine "Ultra-Efficiency"-Edition gäbe, sieht er auf diesem Wege nicht.
        Ja, das stimmt wohl. Es gibt Ansätze in der Form von Karten mit Silent-BIOS, aber die Unterschiede zwischen den Settings sind wohl meist recht gering.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ugh-Tech
        Was den Betrieb mit gesenktem Powerlimit angeht, hast du natürlich Recht, aber zum einen gibt man damit auch mehr Geld aus als notwendig
        Naja, da muss man halt schon einen Tod sterben. Chips sind pro Recheneinheit entweder schneller oder effizienter und wenn man die gleiche Gesamtleistung haben will, muss man entweder mehr Recheneinheiten einsetzen oder Effizienz opfern.
        Zitat von Ugh-Tech
        und zum anderen weiß der Hersteller nicht, wie seine Karte nach dem Kauf betrieben wird; der sieht nur "Topmodell verkauft sich gut, also produzieren wir zukünftig mehr davon mit noch mehr Leistung". Dass es vielleicht genug Käufer für eine "Ultra-Efficiency"-Edition gäbe, sieht er auf diesem Wege nicht.
        Ja, das stimmt wohl. Es gibt Ansätze in der Form von Karten mit Silent-BIOS, aber die Unterschiede zwischen den Settings sind wohl meist recht gering.
      • Von Ugh-Tech PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von empy
        Das kann jeder für sich machen, indem er nur solche Karten kauft. Allerdings bieten die großen Karten auch Chancen. Betreibt man sie nämlich einfach mit einem gesenkten Powerlimit, sind das echte Effizienzwunder. Die Leistungsaufnahme ab Werk steigt halt, weil die Leute scheller mehr Leistung wollen, als der Fortschritt auf dem selben Leistungsaufnahmeniveau liefern kann.
        Jein, denn man kann nur kaufen, was der Markt auch anbietet, und es gibt einige Beispiele von Mittelklassekarten, die (warum auch immer) mit den Kühlern der Topmodelle auf den Markt kommen.
        Was den Betrieb mit gesenktem Powerlimit angeht, hast du natürlich Recht, aber zum einen gibt man damit auch mehr Geld aus als notwendig und zum anderen weiß der Hersteller nicht, wie seine Karte nach dem Kauf betrieben wird; der sieht nur "Topmodell verkauft sich gut, also produzieren wir zukünftig mehr davon mit noch mehr Leistung". Dass es vielleicht genug Käufer für eine "Ultra-Efficiency"-Edition gäbe, sieht er auf diesem Wege nicht.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ugh-Tech
        Was die Effizienz angeht, stimme ich dir zu, da wäre es an der Zeit, dass sich auch die Hersteller ein Limit setzen (z.B. 375W und drei Slots für High-End, 225W und zwei Slots für die Mittelklasse, jeweils bei Standard-Takt).
        Das kann jeder für sich machen, indem er nur solche Karten kauft. Allerdings bieten die großen Karten auch Chancen. Betreibt man sie nämlich einfach mit einem gesenkten Powerlimit, sind das echte Effizienzwunder. Die Leistungsaufnahme ab Werk steigt halt, weil die Leute scheller mehr Leistung wollen, als der Fortschritt auf dem selben Leistungsaufnahmeniveau liefern kann.
      • Von FiatRatio PC-Selbstbauer(in)
        Genau, am besten einfach alles limitieren.
        Grafikkarten max. 15 W.
        Gaming max. 1h am Tag.
        Zimmergrösse max. 15m².
        Frühstück max. 1 Brötchen.
        Schuhe max. Grösse 40.
        Alles andere ist reine Resourcenverschwendung.
        (Die Zahlen sind alle verbindlich, schließlich hab ICH sie mir ausgedacht!)
        </ironie>
      • Von Ugh-Tech PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von maximumx2
        Und wieder ein unnötiger Grund warum alle jetzigen Mainboards automatisch zum altmüll gehören... Wie benutzt man denn so eine Grafikkarte ohne Stromanschlüsse an einem Mainboard das diesen Poweranschluss nicht hat? Gar nicht!
        Das war auch mein erster Gedanke, aber es gäbe dann wahrscheinlich (ein entsprechendes Gehäuse vorausgesetzt) die Möglichkeit, per Riser-Kabel und Power-Adapter derartige Grafikkarten auch mit einem "normalem" Mainboard zu nutzen (wenn die Karten nicht höher als drei Slots sind).
        Was die Effizienz angeht, stimme ich dir zu, da wäre es an der Zeit, dass sich auch die Hersteller ein Limit setzen (z.B. 375W und drei Slots für High-End, 225W und zwei Slots für die Mittelklasse, jeweils bei Standard-Takt). So wie's im Moment ist, kann es nicht weitergehen; es ist ja schon gar nicht mehr sinnvoll, einen Gaming-PC mit µATX-Board zu bauen - die Slots sind ohnehin alle von der Grafikkarte verdeckt.
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