Grafikkarten: Geforce und Radeon bleiben auch Anfang 2021 knappes Gut
Die aktuellen Generationen der Geforce- und Radeon-Grafikkarten bleiben auch Anfang 2021 ein knappes Gut. Im ersten Quartal ist keine Besserung in Sicht. AMD bemüht sich um mehr Karten im eigenen Shop zum UVP; Nvidia sind bis Ende April wenig Besserung.
Die Lage auf dem Grafikkartenmarkt bleibt weiter angespannt: Geforce- und Radeon-Grafikkarten sind rar und die Preise hoch. Eine Besserung der Lage ist auch weiter nicht in Sicht. AMD äußerte sich immerhin insofern positiv, als man von den Modellen Radeon RX 6800, 6800 XT und RX 6900 XT im ersten Quartal mehr über die eigene Webseite verkaufen will. Das sind Referenz-Designs, die mit Navi 21 ordentlich ausgefallen sind, und zum UVP verkauft werden. Das ist ein echter Vorteil gegenüber den Handel, der im Moment wegen der knappen Ware Aufschläge nimmt - egal, ob Referenz- oder Custom-Design. Wie gut verfügbar die Karten sein werden, das ist weiter unklar und AMD will auch nur "so viel wie möglich" bereitstellen.
Bei Nvidia ist die Lage kaum besser: Den zuletzt bekannten Stand der Verfügbarkeit von Ampere wird man auch im ersten Quartal 2021 sehen, so das Team aus Santa Clara. Nvidia spricht dabei allerdings von seinem Finanzquartal und das endet erst mit April. Üppige Verfügbarkeit vor Sommer scheint damit vom Tisch zu sein. Gerüchte sagen ja auch, dass Nvidia die Geforce RTX 3080 Ti mit 20 GiByte verschieben musste, weil man nicht nur die Grafikchips fehlen, sondern auch weitere Bauteile. Entsprechend sorgsam muss man mit Ressourcen umgehen und die jüngst vorgestellte Geforce RTX 3060 ist die ökonomisch sinnvollere Karte.
Von außen schwer zu beurteilen ist die Lage im Detail. Die Anbieter werden nicht müde zu betonen, dass es nicht nur die Fertigungsseite ist, die hier die Güter verknappt, sondern auch die Nachfrage. Trotz Corona-Krise oder auch gerade deswegen sind Grafikkarten gefragt. Menschen schichten zum Beispiel verfügbare Gelder aus der Urlaubsplanung, die im Prinzip komplett auf Eis liegt, in andere Projekte um - seien es Renovierungen am Haus oder eben Hobbys wie Gaming.
Dazu kommt der positive Verlauf von Crytrowährung im zweiten Halbjahr 2020, der den Grafikkartenmarkt weiter unter Druck setzt. Eine Entspannung ist hier erst dann zu erwarten, wenn der positive Wertverlauf von Krypto abflacht. Nvidia will im Falle einer steigenden Nachfrage nach Mining-Karten entsprechend mit der CMP-Linie reagieren - CMP ist die Krypto-Linie. Die verwendet aber am Ende des Tages auch GPUs aus der Fertigung von Samsung und frisst sich damit ins Volumen der Gaming- und Computing-Karten. CMP ist vor allem für Nvidia interessant, weil die Marge steigt, indem man Mining-Balast abwirft - NVENC und Anschlüsse beispielsweise.
Zu den Preistreibern kommen in den USA die "Trump-Tax", die laut Analysen 70-100 US-Dollar pro Karte Aufpreis bedeuten - das Ergebnis des Handelsstreits mit China. In der EU müsste eigentlich der Verlauf des Wechselkurses von Euro zu US-Dollar positiv sein, aber die Effekte kommen beim Kunden bisher nicht an.
Quelle: The Verge

Der gesamte Markt ist zur Zeit platt, nicht mal die letzte Generation zb. 5700XT und Konsorten erhältlich. Waren das jetzt auch alles Miner und Scalper ? Mining zu den Strompreisen hier in D ? Eher Unwahrscheinlich.
Schon Berichte gelesen das auch die Automobilbranche Kurzarbeit anordnet, weil Chips fehlen ? Schon gelesen das die Silizium Produktion in China aufgrund von Wassermangel runtergefahren wurde ?
Und jetzt hauen die Hersteller zeitgleich zig neue Innovationen raus... Alte Lagerbestände mit den 5700ern und Co. nicht mehr vorhanden... Etliche Vorbestellungen die schon im Vorraus bezahlt wurden die noch abgearbeitet werden. Wenn jetzt alles billig billig billig auf den Seiten erscheint dann bekommen die nicht mal mehr die Altlasten abgearbeitet dann existieren die offene Bestellungungen bis zum Nimmerleinstag. Die Horrorpreise machen das was sie sollen, abschrecken. Und wer dringend Konsumware, die eigentlich Niemand dringend braucht sofort haben WILL, der zahlt dann halt. Gab ja nach Weihnachten auf Kleinanzeigen und co. die Möglichkeit sich mit Neuware zum fairen Preis einzudecken. War selber am verkaufen und am suchen und hatte kein Problem mit dem Beschaffen einer Karte. Was sülzt man hier also für unwahren Kram ?
Hier hauen wirklich viele raus, dass der Markt sich selbst reguliert. Sie vergessen, oder ignorieren aber, dass "der Markt" durch den Kunden gelenkt wird. Und zwar ausschließlich! Letztlich bestimmt der Kunde den Preis und jede Entscheidung die zu einem release gefällt wird, von besagtem Kunden, hat direkten Einfluss auf alle folgenden releases.