Marktanteile: Geforce- und Radeon-Verkäufe brechen im 2. Quartal ein
Das Marktforschungsinstitut Jon Peddie Research hat seinen GPU-Bericht mit den Marktanteilen für das zweite Quartal 2015 veröffentlicht. Demnach seien die Desktop- und Notebook-Verkäufe (CPU mit iGPU, dGPUs) im Quartalsvergleich um 11 Prozent zurückgegangen, im Jahresvergleich um 18,8. Besonders hart hat es AMD getroffen, Nvidia musste aber auch einbüßen.
Jon Peddie Research untersucht regelmäßig die weltweiten Hardware-Verkäufe mit Fokus auf Grafikeinheiten beziehungsweise -karten. Das zweite Quartal sah dabei für alle großen Chiphersteller nicht gut aus. Zwar sind die Verkäufe in dieser Jahreszeit erfahrungsgemäß niedrig, dieses Jahr mit einem Minus von 11 Prozent gegenüber dem ersten Quartal, aber selbst im Vorjahresvergleich sanken die Absätze mit -18,8 Prozent stark.
Während AMD seine Desktop-APU-Verkäufe um ein Viertel erhöhen konnte, brachen jene von Notebooks um 53,5 Prozent ein – wohlgemerkt gab es da noch keine Carrizo-Modelle im Handel. Die Auslieferung von dedizierten Desktop-Radeons sank um ein Drittel, wobei die R300-Serie erst zum Ende hin veröffentlicht worden und somit nur bedingt in die Statistik eingeflossen ist. Die Fury-Modelle waren da noch gar nicht verfügbar. Die ohnehin schwachen Verkäufe im Notebook-Markt sanken um 9,1 Prozent. Alles in Allem ein Minus von 25,8 Prozent.
Nvidia konnte im Desktop-Markt 12,03 Prozent weniger Grafikkarten absetzen, die Notebook-GPUs gingen um 21,6 Prozent zurück, insgesamt ein Minus von 16,2 Prozent. Intels "GPU"-Verkäufe sind gleichzeitig die CPU-Verkäufe, da alle aktuellen Prozessoren eine integrierte Grafikeinheit haben. Sowohl im Desktop- als auch im Notebook-Geschäft gingen die Verkäufe um gut sieben Prozent zurück.
Quelle: jonpeddie.com
Jon Peddie Research: Geforce- und Radeon-Verkäufe brachen im 2. Quartal ein (1)
Am Ende hat Intel drei Prozentpunkte bei den Marktanteilen gewonnen und so drei Viertel inne. AMD sank um 2,1 auf 10,07 Prozent, Nvidias Anteil ging auf 14,1 Prozent zurück. Betrachtet man nur dedizierte Grafikkarten, womit Intel herausfällt, sank der Desktop- und Notebook-Markt um 17,07 Prozent im Quartals- und um 26,27 Prozent im Jahresvergleich. Entsprechende Marktanteile werden in diesem Zusammenhang leider keine genannt.
Quelle: Jon Peddie Research

Nicht alle Bereiche schrumpfen. Gerade der Gaming&Content Creation Bereich ist sehr sehr massiv - weil man dafür Leistung braucht, die entsprechend bezahlt werden will. Klar, man kann es auch mobil machen oder auf mittelklassiger Hardware - dann dauerts aber länger und/oder sieht gruselig aus.
Was wir im Endeffekt kriegen, ist ein Enthusiast-Bereich beim Hersteller, der zum absoluten Klotz am Bein wird (übrigens danke an AMD - sie haben sich aus dem Enthusiast-CPU Bereich zurückgezogen wofür ich sie immer noch hasse).
Die Software die viel verlangt - die gibt es, die ist überall. Nur eben nicht mehr im Office.
Von schlecht optimierten Spielen (die man mit fetten Prozessoren und SLI totschmeißen muss für 40-50FPS!) bis hin zu Videoencoding was enorm gut mit neuer Hardware skaliert.
AMDs 2XX kamen ja schon 2013 und wer eine gute 290 verbaut hat braucht sicher nicht auf die 3xx aufzurüsten.
Bei Intel herrscht praktisch stillstand was die Leistung angeht und was Nvidia mit der 970 abgezogen hat brauche ich euch sicher nicht zu sagen.
Der Big Maxwell hat mir persönlich zu wenig Mehrleistung und ich bin sicher nicht der einzige der es nicht einsieht, warum er 1000€ für 50% Mehrleistung auf den Tisch legen sollte, mehr Vram hin oder her. (Rechenbeispiel: Eine 980Ti wäre in Crysis sagenhafte 4FPS schneller als meine 780Ti - Hammer, das lohnt sich! NICHT)
Der Grund weshalb der PC Markt einbricht ist, weil man genug Leistung für alles was man so braucht hat.
Denkt man 10 Jahre zurück hat man alle paar Jahre upgegradet weil alles so langsam wurde. Das ist einfach nicht mehr Nötig. Seit 2008 gibts i7 und SSDs, wer seither eine verbaut hat braucht ewig kein Computerupgrade mehr. Zumindest der Typische Büroarbeiter, die Hausfrau usw nicht.
Gut, es mag noch einen Markt geben für potente Hardware. Der bleibt wohl auch, aber die ganzen einsteiger-Computer bis 500€ samt ihrer billigkomponenten sterben aus.
Eine Grafikkarte ist seit ein paar Jahren überflüssig, die iGPU von Intel schafft alles. CPU Leistung hat man wie erwähnt seit Jahren genug - ebenso RAM.
Hinzu kommen Tablets und Smartphones, mit denen vieles nunmal bequemer ist (außer halt richtiges Arbeiten, aber Freizeitbeschäftigungen sind nicht selten von der Couch aus bequemer).
Keine Frage, der PC Markt schrumpft. Er würde auch nicht plötzlich wachsen, wenn Windows 10, DDR4, eine neue CPU Architektur und eine neue GPU Architektur halbwegs zeitgleich rauskommen würden (das wäre heuer und nächstes Jahr dann so).
Zu guter Letzt haben nähern wir uns einer Barriere bei den Fertigungsprozessen: man wird wohl in Zukunft seltener Upgraden müssen, auch als Leistungsdurstiger. 2011 kam 28nm, das wird bis 2016 der aktuelle Prozess sein. Ein halbes Jahrzehnt wo kein Leistungssprung kommt. Hier wird auch kein Bedarf erzeugt, wenn ich eine Grafikkarte sehen würde, die 2-3x so schnell ist wie mein 4 Jahre altes Kärtchen - ok, dann überlege ich ein Upgrade. Aber wegen 30-40% in 4 Jahren? Nö.
Was fehlt ist, die Software die uns täglich dran erinnert, dass wir was schnelleres brauchen. Und Spiele bewegen den Markt nicht allein.
Ich hab darauf aber noch nicht Witcher 3 usw probiert, da wirds halt dann kritisch, aber nächstes Jahr kommt eh HBM2, 14/16 nm und DX12/Vulkan im Massenmarkt an.
Bis dahin brauch ich auch keinen Hexer, den kann man nächstes Jahr auch noch spielen (mit allen DLCs im Gesamtpaket zum günstigen Preis).
Ja, der PC Markt wird weiter schrumpfen. AMD muss sich nach neuen Märtken umsehen, selbst wenn man jetzt mal wieder ein gutes Produkt (ZEN) hinkriegt hilft es wenig in einem kleiner werdenden Markt. Einige "richtige" (notwendige) Schritte hat man ja schon gesetzt: Besser ARM dran als ARM ab.
Für mich persönlich ist WQHD völlig uninteressant, ich gehe da mit den Fernsehern und freue mich, wenn es in 2-3 Jahren evtl. mal nen 4K Monitor geben wird(für mich). Bis dahin komme ich aber auch gut mit FHD aus, da ich auch keinen Monitor für über 400€ kaufen möchte und auch keine Bilddiagonale von 25"+ haben möchte. Ich vertreib mir dazwischen dann die Zeit mit Oculus, soll ja in WQHD kommen und dafür gibt's dann nächstes Jahr Nvidias Pascal oder das passende Pendant von AMD.
Für aktuelle Titel ist das Teil für 1080P und AA eigentlich zu schwach, außer man setzt die Details sehr niedrig und hat mit niedriger Framerate kein Problem.
Mir langt immer noch die Radeon 5870 E6. Top Karte. Hatte bisher nicht ein Spiel was damit langsam gelaufen wäre auf FHD + AA. Evtl. wäre mehr VRAM nett wegen Modding von Spielen bzw. Downsampling, was dann auch mehr Leistung erfordert. Bin mal auf die AMD Karten von nächstem Jahr gespannt. Fiji in 14 nm mit 8 GB VRAM wäre nett, wird aber wohl erst einmal wieder viel zu teuer werden.