Billige Wärmeleitpaste: Zu hohe Partikelgrößen werden bei Grafikkarten zum Problem

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Billige Wärmeleitpaste: Zu hohe Partikelgrößen werden bei Grafikkarten zum Problem
Quelle: Nvidia

Nach mehreren Berichten über ausgetrocknete Wärmeleitpaste bei noch recht jungen Grafikkarten, gibt es Hinweise auf die Ursache. Demnach wurde billige Wärmeleitpaste verwendet, die auf zu große Partikelgrößen setzt.

Die Website Igor's Lab hat bereits mehrere Berichte über Grafikkarten erhalten, die nach einigen Monaten Nutzungszeit plötzlich mit hohen (Hotspot-)Temperaturen zu kämpfen hatten. Ausgelöst wurde diese durch die Wärmeleitpaste, die trotz des vergleichsweise jungen Alters der Grafikkarten bereits eingetrocknet war. Aus diesem Grund wurde die verwendete Wärmeleitpaste jetzt von der Website analysiert.

Gute Ergebnisse, aber...

Konkret wurde eine neue Geforce RTX 4080 Gallardo von Manli auseinandergebaut und die noch flüssige Wärmeleitpaste untersucht. Die gemessenen Werte zur Wärmeleitfähigkeit sprechen dabei für ein solides Ergebnis - passend dazu sind die Temperaturen der betroffenen Grafikkarten anfangs auch noch im Rahmen. Eine weitere Untersuchung lieferte dann aber einen Hinweis, was die Ursache für die schnell eintrocknende Paste sein könnte.

Wärmeleitpaste besteht üblicherweise aus einem weichen Stoff wie Silikonöl, der die minimalen Unebenheiten der Oberflächen von Chip und Kühler ausfüllen soll. Zusätzlich werden Partikel eines Stoffs mit höherer Wärmeleitmenge wie Aluminiumoxid beigemischt, der die Wärmeleitfähigkeit des Gemischs erhöht. Und ebendiese Partikel sind bei der von Igor's Lab untersuchten Wärmeleitpaste offenbar ein Problem, denn neben kleinen Partikeln aus Zinkoxid wurden teils auffällig große Bestandteile aus Aluminiumoxid entdeckt. Demnach waren in einer Probe einige Partikel mit 13 bis 16 µm Durchmesser enthalten. Normal sind laut der Website hingegen deutlich kleinere, einstellige Werte.

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Die großen Partikel sorgen dabei für weniger Übergänge zwischen den Partikeln und dem Silikonöl, was die Wärmeleitfähigkeit zunächst erhöht. Durch die hohe Partikelgröße verbleibt aber zugleich immer ein gewisser Abstand zwischen Chip und Kühler. Und dieser ist bei der untersuchten Wärmeleitpaste offenbar so hoch, dass das Silikonöl seitlich abfließen und mit Luft in Kontakt geraten kann - die Paste trocknet aus.

Von einer untersuchten Wärmeleitpaste lässt sich natürlich nicht zwangsläufig auf alle anderen schließen - womöglich kommen je nach Boardpartner oder auch je nach konkretem Grafikkarten-Modell unterschiedliche Pasten zum Einsatz. Falls sich das Problem der hohen Partikelgrößen und die daraus folgende, schnelle Austrocknung aber auch in weiteren Fällen bestätigt, sollten die Boardpartner hier in Zukunft auf andere - potenziell kostspieligere - Wärmeleitpasten wechseln. Schließlich darf man bei einer Grafikkarte für drei- oder gar vierstellige Preise davon ausgehen, dass sie auch in einigen Jahren noch einwandfrei funktioniert.

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Quelle: Igor's Lab via Tom's Hardware

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von KM234 Schraubenverwechsler(in)
        Schonmal wer auf die Idee gekommen, dass auch einfach ein Produktionsfehler der Paste vorliegen könnte? Und dann: Seit wann bekommt Igor denn die Karten? Ist das erst seit kurzem, oder geht das schon länger so? Welche Karten sind es? Hersteller, Modell, etc.
        Wir haben null Infos dazu ind dann gleich von Böswilligkeit auszugehen find ich etwas daneben, und den Firmen schaden würde sowas auch, vor allem, wenn Karten anfangen deswegen innherhalb der Garantiezeit abzurauchen.

        Ich kann jedenfalls sagen, dass meine Gainward Phoenix RTX 4070Ti keine Probleme hat. Die läuft jetzt im Moment zwar vielleicht 1-2°C wärmer als im Winter, aber die Raumtemperaturen sind auch 3-4°C wärmer. Höchster Spike auf dem Hotspot war 80°C als ich gemessen hab, und Durchschnitt Hotspot ca. 72°C. Kern 60°C/70°C Speicher 68°C/72°C Durchschnitt/maximal jeweils.Die Karte ist übertaktet und, again, erhöhte Umgebungstemperatur. Wer da klagen will, dem zeig ich den Vogel. Und ich hab die Karte seit Februar 2023. Wenn die das Problem hätte, hätte ich das längst gemerkt.
      • Von KM234 Schraubenverwechsler(in)
        Schonmal wer auf die Idee gekommen, dass auch einfach ein Produktionsfehler der Paste vorliegen könnte? Und dann: Seit wann bekommt Igor denn die Karten? Ist das erst seit kurzem, oder geht das schon länger so? Welche Karten sind es? Hersteller, Modell, etc.
        Wir haben null Infos dazu ind dann gleich von Böswilligkeit auszugehen find ich etwas daneben, und den Firmen schaden würde sowas auch, vor allem, wenn Karten anfangen deswegen innherhalb der Garantiezeit abzurauchen.

        Ich kann jedenfalls sagen, dass meine Gainward Phoenix RTX 4070Ti keine Probleme hat. Die läuft jetzt im Moment zwar vielleicht 1-2°C wärmer als im Winter, aber die Raumtemperaturen sind auch 3-4°C wärmer. Höchster Spike auf dem Hotspot war 80°C als ich gemessen hab, und Durchschnitt Hotspot ca. 72°C. Kern 60°C/70°C Speicher 68°C/72°C Durchschnitt/maximal jeweils.Die Karte ist übertaktet und, again, erhöhte Umgebungstemperatur. Wer da klagen will, dem zeig ich den Vogel. Und ich hab die Karte seit Februar 2023. Wenn die das Problem hätte, hätte ich das längst gemerkt.
      • Von Spieler22 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Paste, die rausgequetscht wurde, ist gute Paste. Man müsste sich im Detail angucken, welche Eigenschaften die zwischen Kühler und Chip verbleibende Schicht hatte. Aber je dünner diese ist, desto besser eigentlich. Nur so dünn, dass Luft unter im kritischen Spalt verbleibt, sollte es natürlich nicht sein.

        Grunsätzlich ja, je dünner desto besser, aber da war halt nix mehr übrig oder zu trocken, so zumindest mein Eindruck. Die Temperaturen gingen rauf. Mehr als 300W konnten gar nicht mehr an den Kühlkörper übertragen werden. Vllt ist das auch ein Problem des Manli Kühlers, welcher den Anpressdruck über die Zeit verliert, keine Ahnung.

        Der Fakt das im Artikel auch eine Manli Karte betrachtet wurde, ist jedenfalls interessant. Wenn mir das nochmal passiert mit der Noctua Paste, welche ich jetzt eher 50% zu großzügig aufgetragen habe, weiß ich mehr.
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Igor tobt auch schon (wieder):

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Um 5 Cent zu sparen wird son Ramsch verscherbelt!
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wenn man nur noch große Partikel vorfindet, gibt es diesbezüglich offensichtlich Defizite, aber nicht weil man große Partikel vorfindet.
        Ich stimme dir zu, nur erwarte ich von hochwertigen Grafikkarten auch angemessene Qualität zu diesem Preis, damit Probleme und Pannen gar nicht erst vorkommen.
      • Von Nino1984 Kabelverknoter(in)
        Sry aber was das fürn schwachsin. Wärmepaste mit silikat ist was billig? Ihne worte was ein Nonsens. Silikat Wärmepaste ist mit metalloxid was zu hohem Wärme Abfluss sorgt. Vorallem was ihr für angebliche zu grosse Partikel in der paste woher kommt der Müll, woran macht ihr das aus angeblich das die zu gross, kein herrstelle3t hat ne partikelgrösse angegeben. den es gibt nirgends eine partikelgrössen Tabelle und die auswirkungen. Wärmeleitpaste wird in der abführen der Wärme unterschieden w/Mk 1-5 und nicht anders. Silikat wärmepasten sind einer der besten die man kaufen kann vor flüssig Metall. Den das silikat besteht aus metaloxid was die Wärme schneller und besser ableitet.
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