GPU-Studie: Grafikkarten-Verkäufe erleben den massivsten Rückgang seit 2009

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Marktforscher haben herausgearbeitet, dass der GPU-Absatz um zehn Prozent vom Q2 aufs Q3 und um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist.
Quelle: PC Games Hardware

Das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research hat herausgearbeitet, dass der Absatz von GPUs jeglicher Art um zehn Prozent vom zweiten aufs dritte Quartal 2022 und um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Dies sei der größte Rückgang seit der Rezession im Jahr 2009.

Das dritte Quartal 2022 ist nun schon seit einiger Zeit vorüber, was das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research dafür nutzte, um sich die GPU-Auslieferungen und Marktanteile der einzelnen Hersteller genauer anzuschauen. Vorneweg sei gesagt, dass das Grafikkartengeschäft in diesem Quartal, aber auch in diesem Jahr allgemein, massiv zurückgegangen ist. So gab es zwischen dem zweiten und dritten Quartal einen Rückgang der globalen GPU-Verkäufe, der sich auf 10,3 Prozent beläuft. In diesem Zeitraum sollen 75,5 Millionen Einheiten verkauft worden sein.

Noch drastischer sieht der Unterschied zum Vorjahr aus. Hier soll der GPU-Absatz um 25,1 Prozent zurückgegangen sein, diskrete Desktop-GPUs und integrierte Grafik gleichermaßen eingerechnet. Dies seien 15,43 Prozent aufseiten von Desktop-Grafikkarten und 30 Prozent bei Laptop-GPUs. Laut Jon Peddie Research ist dies der größte Rückgang seit der Rezession im Jahr 2009. Das dritte Quartal sei zudem für gewöhnlich von einem Aufschwung beim Absatz geprägt, was dieses Jahr nicht der Fall ist. Dieser Trend soll sich im Q4 weiter fortsetzen, begleitet von steigenden durchschnittlichen Verkaufspreisen.

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AMD und Nvidia leiden, Intel als lachender Dritter

Bei den Marktanteilen am GPU-Geschäft gibt es einen großen und einen kleinen Verlierer sowie einen Gewinner. AMDs Marktanteil reduzierte sich vom zweiten aufs dritte Quartal um 8,5 Prozent, während Nvidia einen Verlust von 1,87 Prozent hinnehmen musste. Seine Marktanteile am globalen GPU-Gesamtmarkt erhöhen konnte nur Intel mit einem Plus von satten 10,3 Prozent. Damit liegt Intel bei 72 Prozent Anteil am GPU-Markt, während davon 12 Prozent auf AMD entfallen und 16 Prozent auf Nvidia.

Intels Anstieg liegt natürlich weniger an den neuen Arc-Alchemist-Desktop-GPUs, sondern mehr an der integrierten Grafik, also den IGPs, mit denen der Hersteller den Markt dominiert. Bei einer Statistik, die nur auf Desktop-GPUs abzielt, sollte das Bild dann deutlich anders aussehen. Zumindest hat Jon Peddie Research herausgefunden, dass die Auslieferungen bei den Desktop-Karten um 33,5 Prozent im Q3 gesunken sind, verglichen zum vorigen Quartal.

GPU-Marktanteile im Quartalsvergleich (Intel, Nvidia und AMD). Quelle: Jon Peddie Research CPU-Verkäufe (Desktop und Laptops) im Quartalsvergleich. Quelle: Jon Peddie Research

Was die GPU-Auslieferungen der einzelnen Hersteller im Quartalsvergleich angeht, so hat wieder AMD zu leiden. 47,6 Prozent weniger Grafikkarten wurden aufseiten des Herstellers ausgeliefert, Nvidia hat mit einem Rückgang von 19,7 Prozent zu kämpfen. Nur Intel konnte wieder profitieren und hob seine Verkaufszahlen um 4,7 Prozent an.

Ebenfalls sinkende Zahlen bei den CPUs und mögliche Gründe für den Abschwung

Auch den CPU-Markt kratzte Jon Peddie Research kurz an. Hier sollen die Verkaufszahlen nur um 5,7 Prozent im Quartalsvergleich und um 18,6 Prozent im Jahresvergleich gefallen sein. Dabei konnten die Desktop-CPUs um 10 Prozent zulegen und die Laptop-CPUs mussten dementsprechend 10 Prozent einbüßen. Letztere sind nach Gesamt-CPUs aber weiterhin mit einem Anteil von knapp zwei Dritteln Marktführer.

Auch interessant: RTX 4080: Schwere Zeiten für Scalper und Nvidia

Die Gründe für den Rückgang der Verkaufszahlen sind zahlreich, wie die Marktforscher anmerken. Der Wegfall des Kryptominings, Chinas Zero-Covid-Regularien oder etwa die US-Sanktionen beeinflussten den globalen PC-Markt maßgeblich. Auch sind viele Kunden bereits gesättigt, nachdem sie während der Coronapandemie im PC-Komponenten-Kaufrausch gewesen sind. Im Fall von AMD komme noch der Osborne-Effekt hinzu, sodass Interessenten keine sich auf dem Markt befindenden Produkte mehr kaufen möchten, sondern lieber auf die Produkte aus der Neuankündigung (RDNA 3) warten.

Quelle: Jon Peddie Research

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    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Manner1a Software-Overclocker(in)
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      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von Rollora
        das würde auch auf Nvidia zutreffen
        Bedingt...
        denn immerhin war da schon länger klar, dass die Karten wohl teuer werden und so hat der eine oder andre dann doch noch bei den 3000ern zugegriffen.

        Edit:
        Außerdem wissen wir seit der GTX 460, dass Nvidias Marketing so gut ist, dass selbst schlechte PRodukte zu höheren Preisen gekauft werden - Hauptsache, das Logo ist grün.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von B00ya
        Billigte Custom Karte der 3060ti immernoch 20 Euro übern UVP beim billigsten Graka Verkäufer ... irgend jemand kriegt die Taschen nich voll genug, wenns soooo schlecht läuft müsste ja der Preis runter gehen immerhin durfte ich mir 2 Jahre anhören wie die Nachfrage den Preis bestimmt.
        Shitshow.
        Gut, warum schaut man auch nach einer der unattraktivsten Karten im Markt? Da gibt es deutlich bessere Alternativen. 3070 oder 6800/6700XT oder direkt ne Klasse tiefer oder drüber. Die 60 und 70Ti sind Schrottprodukte die nur lohnen wenn der Preis WIRKLICH stimmt.
      • Von 6Pac PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        GPU-Studie: Grafikkarten-Verkäufe erleben den massivsten Rückgang seit 2009

        Das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research hat herausgearbeitet, dass der Absatz von GPUs jeglicher Art um zehn Prozent vom zweiten aufs dritte Quartal 2022 und um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Dies sei der größte Rückgang seit der Rezession im Jahr 2009.

        Schade das gerade der Zeitraum von 2009-2020 nicht öffentlich zugänglich ist.
        Obwohl... stellt jemand $5,500.00 bereit?
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ich lade auch freiwillig den Report bei Jon Peddie Research herunter
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Khabarak
        Der Rückgang im dritten Quartal bei AMD ist kein Wunder.
        Da haben alle auf RDNA3 gewartet.
        Bei den aktuellen Preisen wird sich das aber auch nicht wieder erholen, wenn die Karten endlich erscheinen
        das würde auch auf Nvidia zutreffen
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