Bekannter Analyst ist sich sicher: GPU-Preise werden fallen
Jon Peddie, ein bekannter Analyst aus der Grafikindustrie, teilte über eine Studie mit, dass die Preise für Grafikkarten künftig sinken werden. Dies trete dann ein, sobald Einzelhändler und Scalper auf überschüssigen Lagerbeständen sitzen. Schuld an der Preisentwicklung der vergangenen Jahre sollen vor allem Scalper und auch Ethereum-Miner gewesen sein.
Wenn es nach dem Analysten Jon Peddie und seiner neuesten Studie, die auf Graphic Speak veröffentlicht worden ist, geht, so können sich diejenigen Hoffnungen machen, die sich gern eine leistungsstarke Grafikkarte für einen annehmbaren Preis zulegen möchten. Der Analyst ist sich nämlich sicher, dass die GPU-Preise künftig fallen werden und geht dabei auf die Ursachen ein, weshalb jene überhaupt derart in die Höhe gestiegen sind.
Wer sind die Übeltäter für die Preisüberhöhung?
Die durchschnittlichen Verkaufspreise für Grafikkarten sollen exponentiell mit dem Beginn des Ethereum-Mining-Booms zu steigen begonnen haben. Miner deckten sich damals mit GPUs ein, was einen Mangel an Grafikkarten und dementsprechend hohe Preise hervorrief. Verstärkt wurde der Effekt zusätzlich mit dem Eintreten der globalen Coronapandemie, infolgedessen Lieferketten zusammenbrachen und der Grafikkartenbestand erschöpft wurde. Diese Situation sollen zu allem Überfluss Scalper mithilfe von Bots ausgenutzt und sich jegliche verfügbaren Grafikkarten gekrallt haben, um sie via Ebay weiterzuverkaufen.
Eine von Jon Peddie angefertigte Grafik, die die durchschnittlichen GPU-Preise im Verlauf der vergangenen Jahre darstellt, offenbart, dass der enorme Preisanstieg ab 2019 einsetzt. Am Ende desselben Jahres wurden auch in China die ersten Coronafälle gemeldet. Seitdem sind erschwingliche GPU-Preise weit von der Realität entfernt. Lag der durchschnittliche Verkaufspreis für GPUs Jon Peddies Grafik zufolge 2019 noch bei leicht über 400 US-Dollar, so erreichte er fast 700 US-Dollar ein Jahr später, was einem Anstieg von ungefähr 75 Prozent entspricht. Auch danach war eine Entspannung nicht in Sicht, sondern noch mehr Verteuerung.
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Jon Peddie glaubt allerdings nicht daran, dass Lieferengpässe verantwortlich für die hohen Preise der Karten sind, sondern eher Miner und Scalper. Der Analyst erklärt, dass nicht die Anbieter von Grafikkarten von den hohen Preisen profitieren. Die Gewinne sollen vielmehr die Einzelhändler (Amazon, Bestbuy, Newegg, etc.) und Scalper einheimsen. So packte Bestbuy vor einiger Zeit Nvidias Ampere-GPUs hinter eine 200-USD-Paywall, was Scalpern mehr zugutekam als allen anderen, insbesondere Gamern.
Nvidia teurer als AMD - Erholung in Sicht
Der allgemeine Trend zeigt, dass Grafikkarten von Nvidia einen höheren Preisanstieg zu verzeichnen hatten und noch haben als Referenzprodukte von AMD. Die Geforce RTX 3090 Ti und die 3080 werden derzeit - nach Angaben von Jon Peddie - für 91 bzw. 75 Prozent über ihrer UVP verkauft, während die Geforce RTX 3050 noch 40 Prozent darüber liegt. AMDs Flaggschiff hingegen, die Radeon RX 6900 XT, ist aktuell nur 30 Prozent über ihrer UVP und die Radeon RX 6600, die etwas schneller als die Geforce RTX 3050 sein soll, ist "lediglich" 15 Prozent zu teuer.
| Grafikkarte | UVP | Preise im März 2022 | Preisanstieg | Höchstpreis |
|---|---|---|---|---|
| Geforce RTX 3090 Ti | 1.999 USD | 3.820 USD | 91 Prozent | 3.820 USD |
| Geforce RTX 3090 | 1.499 USD | 2.129 USD | 42 Prozent | 3.300 USD |
| Geforce RTX 3080 | 699 USD | 1.220 USD | 75 Prozent | 1.800 USD |
| Geforce RTX 3050 | 249 USD | 349 USD | 40 Prozent | 379 USD |
| Radeon RX 6900 XT | 999 USD | 1.299 USD | 30 Prozent | 1.954 USD |
| Radeon RX 6600 | 329 USD | 379 USD | 15 Prozent | 549 USD |
| Radeon RX 6500 XT | 199 USD | 220 USD | 11 Prozent | 270 USD |
Derzeit lässt sich allerdings beobachten, dass die GPU-Preise nach und nach sinken. Jon Peddie glaubt, dass die inflationären Preise sich beruhigen werden, sobald Einzelhändler und Scalper auf ihren überschüssigen Beständen sitzen bleiben und diese nicht loswerden. Das braucht allerdings seine Zeit, weshalb in diesem Fall sehr viel Geduld gefragt ist.
Quelle: Graphic Speak via Tom's Hardware

Wenn man Pech hat, dann wird Ethereum doch nicht auf PoS umgestellt, dann steht ein neuer Miningboom ins Haus.
Naja, ich hatte für meine RX 580 vor 4 Jahren 350 Euro bezahlt.
Habs abgewartet und meine Sapphire Pulse Vega 56 vor 3 Jahren dann um 230€ bekommen.