GPU-Marktanteile: Nvidia gewinnt, Intel verliert, Liefermenge leicht gestiegen
Im zweiten Quartal 2024 wurden laut Jon Peddie Research wieder etwas mehr GPUs ausgeliefert. Das gilt aber nicht für alle Hersteller - besonders stark konnte Nvidia zulegen.
Das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research hat die Einschätzung zu den Liefermengen für GPUs im zweiten Quartal 2024 veröffentlicht. Der drastische Einbruch von 2022 wird demnach nicht wiederholt - stattdessen stehen die Zeichen weiter auf Erholung. Insgesamt wurden rund 70 Millionen GPUs ausgeliefert. Das sind elf Prozent mehr als vor einem Jahr und auch 1,8 Prozent mehr als im ersten Quartal 2024. Erfasst werden dabei ausnahmslos alle GPU - also neben Grafikkarten auch Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit.
Leicht schlechter bis deutlich besser
Blickt man auf die einzelnen GPU-Hersteller - also AMD, Intel und Nvidia - können sich aber nicht alle Unternehmen freuen. Denn nachdem Intel den eigenen Marktanteil über die drei vorherigen Quartale immer um je ein weiteres Prozent ausbauen konnte, ging es nun ruckartig wieder auf den Wert vom letzten September zurück. In den letzten drei Monaten stammten damit "nur" 64 Prozent aller GPUs aus dem Hause Intel. Die Liefermenge ging laut Jon Peddie Research um 1,4 Prozent und der Marktanteil um 2,1 Prozent zurück.
Quelle: Jon Peddie Research
Verglichen mit dem ersten Quartal 2024 und dem zweiten Quartal 2023 lief es in den letzten drei Monaten wieder etwas besser.
| Zeitraum | Intel | Nvidia | AMD | Anteil: Notebook |
|---|---|---|---|---|
| Q3/23 | 64 % | 19 % | 17 % | 69 % |
| Q4/23 | 65 % | 18 % | 17 % | 69 % |
| Q1/24 | 66 % | 18 % | 16 % | 73 % |
| Q2/24 | 64 % | 20 % | 16 % | 76 % |
Etwas besser lief es hingegen bei AMD. Dort wurde der Marktanteil minimal ausgebaut - um 0,2 Prozent. Bei allgemein höheren Liefermengen bedeutet das eine um drei Prozent höhere Stückzahl. Mit Abstand am meisten kann hingegen Nvidia zulegen. Dort wurden zehn Prozent mehr GPUs ausgeliefert. Die zwei Prozent Marktanteil-Verlust von Intel gehen dadurch fast nahtlos an die Geforce-Hersteller über.
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Mit Blick auf den Gesamtmarkt sind Notebooks im zweiten Quartal 2024 ein weiteres Mal wichtiger geworden, sie decken laut dem Marktforschungsunternehmen derzeit 76 Prozent der ausgelieferten Geräte ab. Erwähnenswert ist außerdem, dass sich die GPU-Verkaufszahlen gegen den CPU-Markt durchsetzen konnten - denn in diesem ging es um 4,6 Prozent nach unten. Es wurden also mehr Systeme mit richtiger Grafikkarte ausgeliefert. Für die kommenden fünf Jahre wird dabei erwartet, dass rund 23 Prozent aller GPUs auf Grafikkarten verbaut werden. Zumindest mit Blick auf das kommende Quartal betont Jon Peddie Research aber, dass Prognosen schwierig sind. Es bleibt daher spannend, wie sich der GPU-Markt in der nahen Zukunft entwickeln wird. Insbesondere auch mit Hinblick auf Radeon RX 8000 (RDNA 4), Geforce RTX 5000 (Blackwell) und der Arc-B-Serie (Battlemage)
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Quelle: Jon Peddie Research via Wccftech

Und hierbei ist zu beachten, dass diese 12 % nur einen Mittelwert darstellen. in der unteren Markthälfte verkauft AMD prozentual etwas mehr, in der oberen und insbesondere im HighEnd (7900XT(X)) verkauft AMD nochmals weniger.