GPU mit integriertem Linux und ohne PC: Entwickler-Legende über mögliche Zukunft
John Carmack, der Co-Gründer des Entwicklerstudios id Software, trauerte jüngst SLI-Grafikkarten nach - und spann von dort aus die Möglichkeit einer GPU, die "Standalone" als vollwertiger PC auf Linuxbasis funktionieren könnte.
John Carmack hat sich insbesondere in den Neunzigerjahren einen Namen gemacht: Als Co-Gründer von id Software und einer der führenden Programmierer hinter Doom, Quake und Wolfenstein 3D genießt Carmack auch über das Shooter-Genre hinaus Legendenstatus. In diese Zeit fiel auch das Debüt der ersten SLI-fähigen Grafikkarten in Form der 3dfx Voodoo2. Während einer Diskussion über die grundsätzliche Abkehr von solchen SLI-Lösungen fantasierte Carmack auf der X-Plattform ein wenig über die mögliche PC-Zukunft:
Es wäre spaßig, wenn GPUs ihr eigenes Videosignal mit Diagnoseinformationen erzeugen würden, wenn man sie außerhalb eines Hostsystems mit Strom versorgt. Man könnte noch weiter gehen und ein winziges Linux-System mit Busybox auf den Befehlsprozessor setzen und die Tastatureingabe über den Display-Port rückkanalisieren, wenn man keinen USB-Anschluss hat.
Wesentlich vereinfachter formuliert skizziert Carmack hier eine Grafikkarte als "vollwertigen Standalone-PC" ohne die Zuhilfenahme eines klassischen Prozessors. Aktuelle Grafikkarten-Karten verfügen in den Augen von Carmack zumindest über eine ausreichende Allzweckfähigkeit für Diagnosen. Komplett ohne Vorbild ist diese Anwendungen zumindest nicht: Auch Mainboards sind ohne CPU in der Lage, solche einfachen Diagnosen per LED oder Code auszuspucken; Features wie BIOS-Flashbacks sind ebenfalls ohne Prozessor möglich. Da erste GPUs inzwischen damit begonnen haben, eigene M.2-SSD-Slots für Festplattenspeicher mit sich zu führen, wirkt Carmacks Idee einer "Standalone-GPU" mit Linux-Basis als vollwertigen Rechner nicht komplett abwegig.
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Es bräuchte dann ausreichend VRAM.
Aber als Gaming Ersatz müsste die CPU (der Ersatz dafür) schon leistungsfähig sein.
Wir sind gerade in einer Zeit angekommen wo es nicht immer die Graka ist, die der Bottleneck ist.
Manchmal ist es stellenweise die CPU.
Genau da stelle ich mir eine Standalone Graka schwierig vor.
Das sich CPU & GPU den RAM teilen kennen wir ja aus Konsolen.
Aber das es keine extra CPU brauch, eher nicht (bisher)