Physik über Open CL: AMD will Alternative zu Physx bieten
Der Chip-Hersteller AMD will dagegen ankämpfen, dass bisher nur Nvidia Grafikkarten Physik-Effekte GPU-beschleunigt darstellen konnten. Zu diesem Zweck wollen die Kalifornier die Bullet Physik-Engine über Open CL oder Compute Shader unterstützen, um in Zukunft diesen Nachteil auszugleichen.
Quelle: http://www.amd.de
Mithilfe von Pixelux will AMD eine Alternative zu Nvidias Physx bieten
AMD versucht, eine weitere Alternative im Bereich GPU-beschleunigter Physik-Engines zu etablieren. Laut einer Pressemitteilung will AMD, zusammen mit Pixelux Entertainment, eine Lösung finden, Physikberechnungen mithilfe des offenen Standards Open CL sowie DirectX 11 abwickeln zu können. Dazu soll die Open-Source Bullet-Physik-Engine genutzt werden.
AMDs Grafikchef Eric Demers ist der Ansicht, dass "proprietäre Physik-Engines" schlecht für den Markt seien und Innovationen bremsen würden. Offensichtlich spielt er hier auf Physx an. Seit Nvidia 2008 die Physx-Technologie gekauft hat, sind nur deren Grafikkarten fähig, GPU-beschleunigte Physikberechnungen durchzuführen. AMD-Grafikkarten-Besitzer waren bisher außen vor, denn ihnen fehlte diese Möglichkeit. Doch nun sieht es so aus, als könnte sich diese Situation in Zukunft ändern.
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Stellen wir uns mal vor bei der ersten Voodoo hätte jemand gesagt, dass so ein Ding bald zigmal schneller als die beste Intel-CPU ist - was wäre man da ausgelacht worden....
Stream ist keine Physikengine, wolln das mal nicht verwechseln.
Also Audiobearbeitung läuft auf einem PC digital, d.h. das analoge Audiosignal liegt quantisiert als Bitmuster im Speicher (oder sonstwo), z.B. 16Bit mit 44,1kHz Samplingfrequenz. Damit könnte man in der Tat auf der GPU arbeiten (z.B. FFT zur Frequenzanalyse, ...). Was du vermutlich meinst, ist die Ausgabequalität. Das wäre aber erst der nächste Schritt, nämlich das quantisierte Signal zurück in eine analoge Schwingung zu wandeln (D/A-Wandler). Da kommt es dann auf die Qualität der verwendeten Schaltung udn Bauteile an, wie das klingt.
Audioprozessoren (gehören zu den DSPs, digital signaling processor) sind spezialisierte Chips, sog. ASICs, wie GPUs auch. In der Tat sind GPUs auch DSPs und Audioprozessoren von der Grundidee her gar nicht so unähnlich. Beide sind nämlich auf eine schnelle Verarbeitung gleichartiger Datentypen ausgelegt. Die Idee der Audiobearbeitung auf einer GPU ist daher nicht mal so abwägig, in Anbetracht der aktuellen Rechenleistung einer CPU ist diese in den meisten Fällen allerdings auch dafür brauchbar (anders als Videokodierung).
Grundsätzlich ist GPGPU also für alle Probleme, die die schnelle Verarbeitung vieler gleichartiger Daten sehr gut geeignet, dafür macht Nvidia/ATI zurecht Werbung. Wichtig ist nur, auf diese Daten müssen die selben Operationen ausgeführt werden (SIMD, gibt auch MIMD, dann geht's mit mehreren Befehlen).