DirectX CASO: Deutlich mehr Leistung für Hybrid-Grafik (IGP plus Grafikkarte)
Eine DirectX-Funktion namens Cross Adapter Scan-Out (CASO) kann Spiele deutlich beschleunigen, wenn eine IGP und eine Grafikkarte zusammen genutzt werden. Möglich ist das durch reduzierte Kopiervorgänge, durch die sich Bilder schneller übertragen lassen.
Viele aktuelle Prozessoren haben eine integrierte Grafikeinheit, und gleichzeitig ist im System noch eine deutlich stärkere Grafikkarte verbaut. Diese Kombination kann für Nutzer vorteilhaft sein: Wenn man das Display an der sparsamen, integrierten Grafikeinheit anschließt, kann die Grafikkarte im Idle-Betrieb weitgehend deaktiviert werden und damit Strom sparen. Wird hingegen viel Rechenleistung benötigt, leitet die Grafikkarte die berechneten Bilder einfach an den anderen Grafikausgang weiter.
CASO reduziert Kopiervorgänge
Ebendieser Schritt war in der Vergangenheit bislang allerdings suboptimal. Um ein Bild darzustellen, musste die Grafikkarte dieses erst in den Hauptspeicher kopieren, wo es dann von Windows in einen weiteren Speicherbereich verschoben wurde, damit es angezeigt werden kann. Dieser doppelte Kopiervorgang erhöht aber die Latenz und geht zulasten der Bandbreite. Mit Funktionen wie Nvidias Advanced Optimus oder AMDs Smart Access Graphics gibt es hier zwar Hardware-Lösungen, durch die intern der Display-Ausgang umgeschaltet werden kann, doch sind diese nicht auf allen Systemen verfügbar.
Quelle: AMD
Wenn Bilder von der Grafikkarte über den Bildschirm-Ausgang der APU ausgegeben werden, müssen aktuell noch zwei Kopiervorgänge ausgeführt werden. Die DirectX-Funktion CASO soll den zweiten künftig überflüssig machen.
Eine Funktion namens Cross Adapter Scan-Out (CASO), die schon seit 2021 für DirectX 11 und seit diesem Jahr für DirectX 12 bereitsteht, soll dieses Problem beheben. Dadurch wird der zweite Kopiervorgang laut Microsoft überflüssig, und das kann die Leistung teils deutlich erhöhen. AMD spricht in einem Test beispielsweise von durchschnittlich acht Prozent mehr Fps, und in Ausnahmefällen wie League of Legends soll durch DirectX CASO eine Erhöhung um 50 Prozent möglich sein. Microsoft geht sogar noch weiter: Dort ist die Rede von durchschnittlich 16 Prozent mehr Fps und einer um 27 Prozent reduzierten Latenz.
Auch spannend: Radeon: AMDs Gaming-Chef verlässt das Unternehmen zum Jahresende
Nachdem CASO zumindest für DirectX 11 bereits länger unterstützt wird, ist auch der Softwaresupport bei den Herstellern schon gegeben, sofern man aktuelle Hard- und Software nutzt. Bei Intel werden etwa die Xe-Grafikeinheiten unterstützt, und bei AMD kann man CASO ab den Ryzen-6000-APUs nutzen. Zu den Radeon-Grafikkarten gibt es hingegen keine Angabe, hier hilft aber Nvidia weiter. Offenbar können alle noch vom Treiber unterstützten Geforce-Grafikkarten CASO verwenden. Vermutlich ist bei AMD schlicht dasselbe der Fall.

7950x3d, 64GB RAM, 2080 TI, kein OC außer RAM.
Wäre schon nice im Idle nur die GPU vom Prozessor zu nutzen und die DGPU ruhen zu lassen.
Dies kostet beim spielen jedoch etwas Leistung, und erhöht die Eingabelatenz. Mit dem CASO soll beides abgemildert werden - ob es dazu führt, das man es kaum noch bzw. nicht mehr merkt, dazu muss man Tests abwarten; oder man testet es einfach selbst.
7950x3d, 64GB RAM, 2080 TI, kein OC außer RAM.
Wäre schon nice im Idle nur die GPU vom Prozessor zu nutzen und die DGPU ruhen zu lassen.