Chinesische Grafikkarte zeigt DirectX 12 unter Windows mit ARM
Ein chinesischer Grafikkartenhersteller hat kürzlich erstmals ein System mit dedizierter GPU im DirectX-12-Betrieb unter Windows mit ARM vorgeführt.
Mit ARM-Prozessoren sind aktuelle und aufwendige Spiele bei der Lauffähigkeit unter Windows bisher auf integrierte GPUs wie Qualcomms Adreno aus der Snapdragon-X-Elite-Reihe beschränkt, da weder Nvidia noch AMD oder Intel entsprechende Treiber für ihre dedizierten Grafikkarten anbieten. Zwar kann das Betriebssystem viele x86-Spiele emulieren, aber ohne native WDDM-Treiber (Windows Display Driver Model) auf ARM64-Basis können Grafikkarten der führenden Anbieter das Rendering nicht übernehmen. Wird entsprechende Hardware zusammen betrieben, kommt letztendlich der einfache Bildschirmtreiber von Microsoft zum Einsatz, der zwar für die einfache Displayausgabe taugt, für moderne Spiele jedoch nicht geeignet ist.
Wie Videocardz hierzu berichtet, scheint der chinesische Hersteller Lisuan Technology nun eines der ersten Unternehmen zu sein, das zeigt, wie eine dedizierte Grafikkarte nebst ARM-Prozessor in der Praxis funktionieren könnte. Demnach stellte das Unternehmen vor etwa vier Monaten seine Lisuan-GPU auf Basis der G100-Architektur vor, die auf einem 6-nm-Prozess mit GDDR6-Speicher und DirectX-12-Unterstützung basiert und deren Massenproduktion laut Roadmap bereits angelaufen sein sollte. Seitdem ist es jedoch still darum geworden - bis jetzt.
Lisuan: Chinesische Grafikkarte läuft dediziert mit ARM
Ein neues Video auf der chinesischen Plattform Bilibili soll eine Lisuan-7G106-Grafikkarte in Kombination mit einer ARM-CPU zeigen, auf der der 3DMark-Steel-Nomad-Benchmark unter Windows 11 mit ausgewiesener DirectX-12-Anzeige läuft. Das deutet dem Bericht nach darauf hin, dass Lisuan zumindest über einen internen ARM64-WDDM-Treiber verfügt, der mit dem Grafik-Stack eines ARM-Systems kommunizieren kann.
Das Demosystem verwendet eine ebenfalls aus China stammende CPU mit der Bezeichnung CP8180 von Cixin Technology, die ursprünglich im Juli 2024 eingeführt wurde. Dabei handelt es sich um einen in 6 nm gefertigten 12-Kern-ARM-v9-Prozessor mit 8 Performance-Kernen und 4 auf Effizienz getrimmten Kernen bei einer Boost-Taktfrequenz von 3,2 GHz.
Laut dem Bericht liefert die Demo von Lisuan somit einen seltenen Einblick in das Gaming mit dedizierten Grafikkarten unter Windows mit ARM. Sofern Qualcomm nicht Ähnliches für seine Snapdragon-Chips plant, könnte dergleichen ansonsten erst mit Nvidias N1-SoC Einzug halten, der ARM-CPU-Kerne mit einer Blackwell-GPU in einer Konfiguration ähnlich wie DGX Spark kombinieren soll.
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Micron stammt mehrheitlich aus den USA, Fokus der Auslandsinvestitionen ist meinem Wissen nach Singapur. Aber jetzt, wo du es sagst: Die haben auch mal ein Joint-Venture mit Infineon in Taiwan aufgekauft. Das sie da aber RAM-Riegel fertigen, konnte ich nicht nachvollziehen, SSDs kann ich ausschließen. Nanya hat so etwas meinem Wissen nach noch nie gemacht; die machen wenn dann Chips für DIMMs. 2024 aber auch nur mit einem Jahresumsatz, der bei 1/600tel dessen von z.B. SK Hynik beträgt, und allgemein wünschte Jacco011 einen Ersatz für "Crucial", nicht für den Fertigungsteil von Micron. Den gibt es ja weiterhin und es steht jeder der dutzenden DIMM-Marken frei, da DDR einzukaufen – zu entsprechenden Preisen.
Micron und Nanya fallen mir ohne Suchmaschine ein.
Also mal die 'allwissende Müllhalde' gefragt 🙂
GPT fallen noch ein paar mehr Global Player ein und schätzt -Stand 2023- die Weltproduktion, an explizit an DRAM, auf 20-30% in Taiwan. Korrektheit der Aussage bei 80%.
(Gestern kam noch im Fernsehen ne Sendung, in der gemutmaßt wurde, das die überwiegend in Taiwan produzierten Halbleiter für internationale Auftraggeber China bisher im Zaum halten.)