Neue China-GPU: Die "Fuxi A0" stolpert beim API-Support - und das trotz Raytracing

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Neue China-GPU: Die "Fuxi A0" stolpert beim API-Support - und das trotz Raytracing
Quelle: Xiang Dixian

Das chinesische Unternehmen Xiang Dixian hat auf einer Messe eine neue Grafikkarte namens Fuxi A0 vorgestellt, die unter anderem Raytracing unterstützt. Der API-Support der Grafikkarte ist hingegen ausbaufähig.

In China laufen zahlreiche Projekte, um sich mit Eigenentwicklungen von westlichen Ländern unabhängig zu machen. Dazu zählt beispielsweise die MTT S80 von Moore Threads. Aber auch andere chinesische Unternehmen versuchen, eigene Grafikkarten herzustellen. Zu diesen gehört unter anderem Xiang Dixian, das dazu auf die GPU-Architekturen von Imagination Technologies setzt. Damit kommt zwar nicht vollständig chinesische Technik zum Einsatz, denn Imagination Technologies wurde in England gegründet und hat dort auch heute noch seinen Hauptsitz. Schon 2017 wurde die Chipschmiede aber von einem chinesischen Investor übernommen.

Moderne Architektur mit Fragezeichen

Aus der Kooperation zwischen Xiang Dixian und Imagination Technologies ist nun ein neues Modell entstanden: Die Fuxi A0 soll die weltweit erste Grafikkarte sein, die massentauglich ist und auf der DXD-Architektur von Imagination basiert. Das Modell wurde auf der CAD-Messe ICCAD-Expo in Chengdu vorgestellt und soll gegenüber dem Vorgänger grob die doppelte Rechenleistung besitzen. Zudem ist die Rede von modernen Features wie Vulkan-, Raytracing- und Upscaling-Support. Mit Blick auf DirectX ist die Unterstützung hingegen mau: Die Fuxi A0 unterstützt lediglich DirectX 11.

Das Dual-Slot-Design der Grafikkarte spricht dafür, dass bestenfalls Mittelklasse-Leistung erreicht wird. Quelle: Xiang Dixian (Weixin) Das Dual-Slot-Design der Grafikkarte spricht dafür, dass bestenfalls Mittelklasse-Leistung erreicht wird. Anwendungsgebiete des Modells sollen im Bereich CAD und Digital Twins liegen, man kann mit der chinesischen Grafikkarte aber offenbar auch spielen. Laut Wccftech wurde auf der Messe gezeigt, wie die Grafikkarte Black Myth: Wukong ausführt. Mit aktiviertem Raytracing wurden angeblich 35 Fps erreicht. Ohne weitere Details zur Auflösung und zu den Einstellungen sind so aber nur sehr eingeschränkte Leistungsprognosen möglich.

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Gleichzeitig gibt es zu den technischen Daten kaum offizielle Details. Angeblich kommt aber eine 5-nm-GPU vom Typ IMG DXD-72-2304 zum Einsatz, die auf 12 GiB VRAM zurückgreifen kann. Sowohl der Speicherausbau als auch das kompakte Dual-Slot-Kühldesign sprechen dafür, dass das Modell wohl keine High-End-Leistung erreichen wird. Zudem erfolgt die Fertigung vermutlich extern, denn der 5-nm-Prozess der chinesischen Foundry SMIC ist noch nicht massentauglich. Später könnte aber natürlich noch ein Foundry-Wechsel erfolgen, um die Unabhängigkeit des Modells weiter auszubauen. Für die Zukunft ist außerdem noch ein Schwestermodell geplant: Die Fuxi B0 soll sich mit einer integrierten NPU an KI-Anwendungen richten.

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Quelle: Xiang Dixian (Weixin) via 3D Center / Videocardz / u/prodigals_anthem (Reddit)

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Ob die Grafikkarte aus China für Spiele schnell genug sein könnte ist im Moment uninteressant.
        Dagegen ist die beachtliche Ausbaufähigkeit und deren Zukunftsrichtung richtig interessant.
        So zu sagen: Heute eine 🦆, morgen ein 🐎.
        Fakt ist, China könnte den Markt in der Zukunft ordentlich aufmischen und die Richtungen könnten dann interessant werden...
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Ob die Grafikkarte aus China für Spiele schnell genug sein könnte ist im Moment uninteressant.
        Dagegen ist die beachtliche Ausbaufähigkeit und deren Zukunftsrichtung richtig interessant.
        So zu sagen: Heute eine 🦆, morgen ein 🐎.
        Fakt ist, China könnte den Markt in der Zukunft ordentlich aufmischen und die Richtungen könnten dann interessant werden...
      • Von Mazrim_Taim Volt-Modder(in)
        Zitat von Rollora
        Früher oder später sind die reich und wir arbeiten als Sklaven für einen Hungerlohn.
        Dann lohnt es sich auch bei uns wieder zu Investieren und Jobs massenweise hochzuziehen.
        Definiere Hungerlohn.
        Dann kann die Antwort schon 2005 sein....
        Jobs werden aktuell auch massenweise hochgezogen; nur zu Löhnen wo man nicht in Luxus schwimmen wird.

        Ob man für die Chinesen oder für die USA für einen Hungerlohn arbeit dürfte nicht so ein großen Unterschied machen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von wanderfalke1988
        Früher or später werden die Chinesen auch den Hardware Markt dominieren.
        Wäre schön wenn Europa mit dem selben Tempo daran arbeiten würden uns unabhängiger zu machen.
        Früher oder später sind die reich und wir arbeiten als Sklaven für einen Hungerlohn.
        Dann lohnt es sich auch bei uns wieder zu Investieren und Jobs massenweise hochzuziehen.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Sicher interessant. Wenn es eine konkurenzfähige GraKa aus China gibt, würd ich die auch in Betracht ziehen.
        Vulkan Support schreit ja geradezu nach nem Test.
        Vote for Test 😄
      • Von sho_xen Freizeitschrauber(in)
        Zitat von wanderfalke1988
        Früher or später werden die Chinesen auch den Hardware Markt dominieren.
        Wäre schön wenn Europa mit dem selben Tempo daran arbeiten würden uns unabhängiger zu machen.
        Die EU und besonders D verkauft aber nunmal lieber die ganze Expertise nach China während sie gleichzeitig Tür und Tor offenhält für sämtliche Chinaimporte wie Autos, Solaranlagen etc.
        Von wegen unabhängiger, wir haben bald alle chinesische Arbeitgeber
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