Details zu Southern Islands: AMDs neue GPU-Generation soll noch 2011 kommen
Die technische Entwicklung stagniert derzeit bei Grafikkarten. Der letzte große Wurf von Nvidia war Fermi, bei AMD war es Northern Islands, genauer gesagt Cayman mit VLIW4 - wobei dies ein eher kleiner Schritt war. Nun kommt aber Southern Islands, AMDs nächster großer Wurf und das wohl schon 2011.
Um es kurz zu machen: Southern Islands, AMDs nächste große GPU-Architektur, soll noch 2011 starten. Der Chip wird in 28 nm bei TSMC gefertigt und wird der erste in diesem Ausmaß sein. Das wirkt sich in erster Linie auf Leistungsaufnahme und damit Abwärme sowie Taktraten aus. AMD proklamierte auf dem Fusion Development Summit in einem Vortrag von Rick Bergman (Senior Vice President und General Manager der AMD Products Group) dass die ersten Grafikkarten noch 2011 in den Handel kommen sollen.
Es wird sogar noch besser: Bereits in den nächsten Tagen soll es Informationen zu Southern Islands geben. Eric Demers (AMD Corporate Vice President und Chief Technology Officer der Graphics Division) soll in einer Präsentation über die Neuerungen berichten und einen Ausblick auf das bei AMD in der Entwicklung befindliche Portfolio geben.In den nächsten Tagen könnte aber auch jetzt bedeuten, denn eine französische Hardware-Webseite hat Folien und Informationen vom Fusion Development Summit online gestellt. Ob es sich dabei um Informationen handelt, die eben erst in wenigen Tagen hätten veröffentlicht werden sollen, ist nicht bekannt; schließlich kennt man die geplante Präsentation nicht.
Was die französischen Kollegen veröffentlichen offenbart, dass AMD sich vom VLIW-Design trennt, welches man seit der HD-2000-Serie benutzt. Dies ist ein tiefer Einschnitt und eine deutliche Veränderung zu Cayman-GPU, bei der das VLIW-Design noch verfeinert wurde. Bereits seit fünf Jahren soll AMD am neuen Design arbeiten. Der Fokus soll auf GPU-Computing und Effizienzverbesserung liegen. AMD will es Entwicklern grundsätzlich leichter machen die Hardware zu nutzen. Southern Islands wird zunehmend skalare Einheiten haben, wie man es von Nvidia kennt. Außerdem wurden Cache-Struktur und Frontend zugunsten der Effizienz umfangreich umgebaut. AMD verbaut für GPU-Computung zudem sogenannte ACE-Einheiten (Asynchronous Compute Engines), die keinerlei Aufgaben bei der Raster-3D-Berechnung übernehmen können. Außerdem kommen anstelle von SIMD-Einheiten Compute Units zum Einsatz, die die Tessellation-Leistung durch Parallelisieren erhöhen. Zusammengesetzt sind diese aus einer Skalareinheit und vier SIMDs was zur in etwa gleichen Rechenleistung wie beim Vorgänger Cayman führt, aber deutlich effizienter sein soll. Außerdem hat man sich bei Fermi die ECC-Fehlerkorrektur abgeschaut, die nun auch bei allen Southern-Islands-Speichern zum Einsatz kommt.
Quelle: hardware.fr

Dir ist schon klar, das OpenCL relativ wenig mit der zugrunde liegenden Architektur zu tun hat oder? OpenCL kannst du ja sowohl für nVidia, AMD (GPU), AMD CPU, Intel CPU und IBM (Cell) verwenden, und jetzt überlege mal wie viele Gemeinsamkeiten die Architektur hat...
Du hast da pro Architektur halt deinen eigenen Laufzeitcompiler und gut ist...
Was die Aussage betrifft, dass OpenCL meistens nicht mit CUDA mithalten kann ist durchaus richtig, das liegt aber auch daran, dass die CUDA Programme eben perfekt auf die entsprechende nVidia Karte optimiert ist. Bei OpenCL wird meist nicht direkt auf eine Hardware-Architektur optimiert, da man dann den Vorteil der Portabilität verliert, was ja einer DER Vorteile von OpenCL ist. Wenn die Leute sich aber hin setzen, und auch OpenCL direkt auf eine Hardware optimieren, dann geben sich die Implementierungen auf nVidia Karten meist nicht viel. Da kann dann sogar mal OpenCL einen Tick schneller sein.
Und so mal ganz neben bei, was empfindest du denn an CUDA als viel angenehmer in der Verwendung? Also ich habe mit beidem gearbeitet, und muss sagen, die sind beide gleich "angenehm" zu verwenden, wobei mir persönlich OpenCL eher zusagt, da bei CUDA einem öfters passiert, das man die Karte abschießt durch einen Kernel und es gar NICHT MEKRT! dass die Karte im Nirvana hängt und irgendwelchen SCHEISS! baut. Das hat mich schon Stunden an Arbeit gekostet, weil ich nicht gemerkt hab, das die Karte spinnt, weil ein Kernel nicht richtig ausgeführt wurde, und nur ein Neustart geholfen hat....
Was stimmt ist, das CUDA noch! populärer ist, wobei sich das eher auf den wissenschaftlichen Bereich bezieht. Wenn man sich kommerzielle Unternehmen anschaut, dann steigen die so ziemlich alle auf OpenCL um, da man damit einfach nicht mehr 50% der Kunden aussperrt! CUDA hat über kurz oder lang nur noch im HPC Bereich eine Chance, wirklich gut sieht es da aber im Moment auch nicht aus, da die Leute merken, das OpenCL durchaus eine Alternative ist, mit der man unabhängiger wird von einem Hersteller.
Das ist nicht unbedingt gleich zu setzen mit "Im kleinen Hardware-Lädchen nebenan zu kaufen".
Falls TSMC überhaupt Produktionskapazität freischaufeln kann.
Ich denke die verfügbaren Stückzahlen werden dieses Jahr schwindend gering bleiben. Das wird sicherlich erst 2012 richtig anlaufen.
Bin auch schon auf das verwendete Kühlsystem gespannt.