CUDA-Kompatibilität: Ausführung auf fremder Hardware seit Jahren verboten
Nvidia torpediert mit den Nutzungsbedingungen von CUDA schon seit 2021 die Kompatibilität zu Grafikkarten anderer Hersteller. Trotzdem ist entsprechende Software inzwischen verfügbar.
Nvidias aktueller Erfolg im KI-Bereich ist nicht nur der eigenen Hardware zu verdanken, sondern auch der für GPU-Computing gedachten API CUDA. Diese wird als Basis für einige wichtige Programme genutzt, die dadurch nicht mit Grafikkarten anderer Hersteller ausgeführt werden können. Und damit das so bleibt, hat Nvidia offenbar schon mit der im Oktober 2021 veröffentlichten Version CUDA 11.5 die Nutzungsbedingungen angepasst.
Kompatibilität verboten
Auf ebendiesen Umstand machte kürzlich der Software-Entwickler @never_released auf X aufmerksam. Demnach befindet sich seit CUDA 11.5 eine Passage in den Nutzungsbedingungen, laut der man mit dem entsprechenden Programmierkit erzeugte Software nicht verwenden darf, um sie auf fremden Grafikkarten auszuführen. CUDA-Programme dürfen also nicht mit weiterer Software so angepasst werden, damit sie beispielsweise auch auf Radeon- oder Arc-Grafikkarten beziehungsweise den entsprechenden Datacenter-Ablegern laufen.
Damit will Nvidia wohl erzwingen, dass Entwickler ihre Programme komplett neu aufbauen müssen, um sich von dem Unternehmen zu lösen. Die Trennung von CUDA ist dabei gleichzeitig ein aktuelles Ziel der Branche, wie jüngst beispielsweise Intel-CEO Pat Gelsinger verlauten ließ. Beispielsweise wird momentan viel Entwicklungsarbeit in die Anpassung von KI-Frameworks gesteckt, damit diese auch auf anderen Grafikkarten gut laufen.
Passend dazu: ROCm: CUDA-Anwendungen laufen jetzt auch auf Radeon-GPUs
Bis das großflächig gelingt, wären Kompatibilitätsschichten aber durchaus eine sinnvolle Lösung, die aber offenbar eben verboten ist. Womöglich haben erst Intel und dann AMD deshalb die Entwicklungsarbeit an der genau dafür gedachten Software ZLUDA eingestellt. Warum diese trotzdem veröffentlicht und im Nachhinein nicht von Nvidia entfernt wurde, ist dabei unklar. Es wäre aber gut denkbar, dass die besagte Einschränkung in den CUDA-Nutzungsbedingungen zumindest in einigen Ländern illegal ist und die Software zumindest dort bedenkenlos eingesetzt werden darf.
Quelle: Golem

"Das würden andere Unternehmen sicherlich auch machen in der Situation eventuell ABER richtiger wird es dadurch nicht. Diese proprietären Software erachte ich auch nicht grundsätzlich als Kundenfreundlich oder besser für den Konsumenten. Auch nicht im beruflichen Bereich."
Nur weil es "übliche Praxis" ist, ist es noch lange nicht die richtige Marktverhaltensweise für die Kunden. Sondern ausschließlich für das Unternehmen.
Schwierige Relativierung! Nur weil etwas so ist, oder bisher so gemacht wurde, ist es automatisch nicht kritikwürdig...
AMD bietet zudem ihr ROCm EcoSystem mit dazugehörigen APis und Programbibilotheken Open Source an.
Man sieht es geht auch anders.
Und ja es hat Gründe warum sie es so handhaben. Würde AMD sich so verhalten wäre es genauso zu kritisieren.
Dann solltest du möglicherweise an deiner Kompetenz arbeiten zu lesen. Es steht mehrfach im Artikel, dass die Version 11.5 im Jahre 2021 veröffentlicht wurde. Aber man kann auch einfach blind verteidigen ohne Evidenz, kommt dann nur nicht so gut an bei den Leuten.
Das eine geschlossene System, was wirklich allen nutzt, soll exklusiv bleiben, aber das andere geschlossene System, was Schaden von den Nutzern fern hält soll offen sein.
Entscheidet euch mal!
Nicht den gleichen wie ich. Apple Fans gibts jede Menge, Apple kann sich buchstäblich alles leisten. Sogar bei solchen Aktionen wie jetzt gegen Epic - da wird dennoch lieber gegen Epic geschossen.
NVidia wird eigentlich nur von fast allen gehasst.
Interessant ist auch, wie Du bei Apple die eigentliche Motivation mit dem Scheinargument der Sicherheit gleich wieder sauberwäscht...