ROCm: CUDA-Anwendungen laufen jetzt auch auf Radeon-GPUs

6
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD ROCm
Quelle: AMD

Heimlich, still und leise hat AMD in den vergangenen zwei Jahren daran gearbeitet, CUDA-Anwendungen über ROCm binärkompatibel auf Radeon-GPUs laufen zu lassen. Mit Erfolg, wie das Open-Source-Projekt ZLUDA eindrucksvoll beweist.

Heimlich, still und leise hat AMD in den vergangenen zwei Jahren daran gearbeitet, CUDA-Anwendungen über seinen offenen Software-Stack ROCm binärkompatibel auf Radeon-Grafikchips lauffähig zu machen. Mit Erfolg, wie das Open-Source-Projekt unter der Bezeichnung ZLUDA: CUDA on AMD GPUs eindrucksvoll unter Beweis stellt. CUDA läuft nun auch auf Grafikchips der Serien AMD Radeon und Instinct.

CUDA ganz einfach auf Radeon nutzen

Das ZLUDA-Projekt, welches ursprünglich ins Leben gerufen wurde, um CUDA-Support für Intel-Grafikkarten zu bieten, wurde vom Entwickler Andrzej Janik realisiert, wer vor zwei Jahren von AMD engagiert und damit beauftragt wurde, sein ZLUDA und damit auch CUDA für die Verwendung auf Radeon-GPUs mit HIP/ROCm anzupassen. In Absprache mit dem Entwickler lizenzierte AMD das Projekt, das inzwischen im Versionsstand 3.0 erschienen ist, nicht, sondern gab ZLUDA als Open Source quelloffen für jedermann zum Download über die Plattform GitHub frei.

Nvidia CUDA auf AMD Radeon im Benchmark

Die auf Linux und Open Source spezialisierte Website Phoronix hat jetzt zahlreiche Benchmarks veröffentlicht, in denen AMDs ZLUDA-Implementierung mit einer Vielzahl von CUDA-Workloads getestet wurde. Die Benchmarks zeigen, dass die proprietären CUDA-Renderer und -Anwendungen auf Radeon-GPUs mit den entsprechenden Ersatzbibliotheken von ZLUDA absolut problemlos funktionieren.

Geekbench Quelle: Phoronix Das CUDA-Rendering von Blender 4.0 beispielsweise läuft jetzt auf Radeon-GPUs schneller als die native ROCm/HIP-Portierung und reduziert die Renderzeiten je nach Szene um etwa 10 bis 20 Prozent. Die Implementierung ist auch erstaunlich robust, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um ein Einzelentwicklerprojekt handelt.

AMD Radeon mit CUDA schneller als mit OpenCL

Im Vergleich zu den generischen OpenCL-Laufzeiten in GeekBench 5.5.1 liefern optimierte Binärdateien bis zu 75 Prozent bessere Ergebnisse. Da die ZLUDA-Libraries die API-Übersetzung übernehmen, können unmodifizierte CUDA-Binärdateien nun direkt über ROCm auf Radeon-GPUs laufen.

Hinweis: Allerdings gibt es einige Einschränkungen - OptiX- und PTX-Assemblercodes müssen noch vollständig unterstützt werden. Insgesamt zeigten die Tests jedoch sehr vielversprechende Ergebnisse.

Ihre Meinung ist gefragt!

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Wir bitten Sie, berücksichtigen Sie hierbei bitte die aktuell geltenden Forenregeln.

Quelle: Phoronix via TechPowerUp

6
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von B00ya PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Sidewinder
        Ich wusste garnicht, dass es Bedarf an der Option CUDA auf Radeon existiert.
        Die Software die ich nutze unterstützen alle HIP nativ (Cinema 4D, DaVinci, Stable Diffusion, Video Encoder etc.), ich nahm an jede etwas verbreitete Programm hat beide Renderpfade.

        Warum sollte man Stable diffusion auf Radeons über CUDA laufen lassen, anstatt direkt nativ über HIP?
        Ich hätte jetzt erwartet, dass die native AMD Schnittstelle die höchste Performance bietet.
        Das Webinterface spielt doch dabei keine Rolle, die GUI ist unabhängig vom SD Server.
        Weil es ein gigantischer schmerz im Arsch ist, das sieht man allein schon an der Anzahl an Trouble Shootings auf Youtube wenn man AMD und Stable Diffusion eingibt, ich für mein Teil hab auch aufgehört es auf Win10 mit AMD zu versuchen und werde mir Linux auf ne Externe Festplatte hauen und darüber gehen. Nach jedem Python Update, oder Git oder oder oder is da alles komplett kaputt und man brauch nen dicken IT Plan um zu raffen was das Problem ist. nVidia Autimatic1111 is instant Out of the Box, AMD unter Linux auch, AMD + Win10 is ne Vollkatastrophe
      • Von B00ya PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Sidewinder
        Ich wusste garnicht, dass es Bedarf an der Option CUDA auf Radeon existiert.
        Die Software die ich nutze unterstützen alle HIP nativ (Cinema 4D, DaVinci, Stable Diffusion, Video Encoder etc.), ich nahm an jede etwas verbreitete Programm hat beide Renderpfade.

        Warum sollte man Stable diffusion auf Radeons über CUDA laufen lassen, anstatt direkt nativ über HIP?
        Ich hätte jetzt erwartet, dass die native AMD Schnittstelle die höchste Performance bietet.
        Das Webinterface spielt doch dabei keine Rolle, die GUI ist unabhängig vom SD Server.
        Weil es ein gigantischer schmerz im Arsch ist, das sieht man allein schon an der Anzahl an Trouble Shootings auf Youtube wenn man AMD und Stable Diffusion eingibt, ich für mein Teil hab auch aufgehört es auf Win10 mit AMD zu versuchen und werde mir Linux auf ne Externe Festplatte hauen und darüber gehen. Nach jedem Python Update, oder Git oder oder oder is da alles komplett kaputt und man brauch nen dicken IT Plan um zu raffen was das Problem ist. nVidia Autimatic1111 is instant Out of the Box, AMD unter Linux auch, AMD + Win10 is ne Vollkatastrophe
      • Von Schnitzelnator Software-Overclocker(in)
        Sehr schön zu sehen, dass die Entwicklung weiter geht, und man dieses Vendor-Lock-In langsam aber sicher aufbricht.
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        Ich wusste garnicht, dass es Bedarf an der Option CUDA auf Radeon existiert.
        Die Software die ich nutze unterstützen alle HIP nativ (Cinema 4D, DaVinci, Stable Diffusion, Video Encoder etc.), ich nahm an jede etwas verbreitete Programm hat beide Renderpfade.

        Zitat von Goldkat
        Kann man damit Stable Diffusion mit Automatic1111 auf AMD Karten gut betreiben?
        Warum sollte man Stable diffusion auf Radeons über CUDA laufen lassen, anstatt direkt nativ über HIP?
        Ich hätte jetzt erwartet, dass die native AMD Schnittstelle die höchste Performance bietet.
        Das Webinterface spielt doch dabei keine Rolle, die GUI ist unabhängig vom SD Server.
      • Von Goldkat
        Kann man damit Stable Diffusion mit Automatic1111 auf AMD Karten gut betreiben?
      • Von Nexus83
        Hierzu muss man aber auch sagen dases schon deutlich länger geht Cuda Programme oder auch Cuda Code nativ auf Radeon Chips ausführen und zu beschleunigen via HIPIFY Tool und das sogar automatisiert. Der Vorteil von Zluda ist nur nochmal das man selbst nicht vorab nochmal hand anlegen muss.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk