Asus Radeon RX 5700 XT Strix OC: Erste Tests zum Navi-Custom-Design
Die Kollegen von Computerbase und Techpowerup haben sich das Navi-Custom-Design von Asus, die RX 5700 XT Strix OC, angesehen. Lobend erwähnt wird die niedrige Lautstärke im Quiet-BIOS, allerdings erkauft sich das Custom-Design die Mehrleistung auch durch einen deutlich höheren Verbrauch.
Im Netz sind weitere Tests zu einem Custom-Design der Radeon RX 5700 XT aufgetaucht. Während der letzte Woche veröffentlichte Test zur XFX RX 5700 XT Black Wolf aus Asien stammte, sind die beiden aktuellen Tests zur Asus RX 5700 XT Strix OC aus wesentlich bekannteren Quellen: Computerbase und Techpowerup haben das Modell unter die Lupe genommen.
Ein leises und ein schnelles BIOS
Die Asus RX 5700 XT Strix OC ist das Flaggschiff des Herstellers und wird mit einem Quiet- und einem Performance-Bios ausgeliefert. Der verbaute Kühler ist 2,6 Slot hoch, 30,5 cm lang und wird von drei Axiallüfter mit je 85 mm Durchmesser belüftet. Zur Wärmeverteilung sind sechs Heatpipes verbaut, insgesamt kommt die Grafikkarte auf stolze 1,4 kg.
Quelle: Techpowerup
Asus Radeon RX 5700 XT Strix OC - Kühler
Wie der Name es bereits vermuten lässt, liefert Asus sein Flaggschiff mit einer anständigen Werksübertaktung aus. Das Performance-BIOS betreibt den Chip mit bis zu 1.905 statt der üblichen 1.750 MHz; der optionale Turbo-Takt liegt bei 2.010 MHz. Das sind theoretische Leistungszuwächse von 8,8 beziehungsweise 14,8 Prozent. Der RAM-Takt liegt dabei unverändert bei 7.000 MHz.
Im Test von Techpowerup kann die Asus RX 5700 XT Strix OC (Performance-BIOS) im Vergleich zum Referenzmodell, je nach Auflösung, zwischen 3 und 5 Prozent zulegen; die Effizienz sinkt dabei gleichzeitig um 2 bis 5 Prozent. In Furmark steigt der Verbrauch deutlich: 279 statt 223 Watt genehmigt sich die Karte dort, womit sie auf dem Niveau der RTX 2080 Super und der RX 590 liegt. Die Lautstärke liegt unter Last bei 36 dBA beziehungsweise 32 dBA im Quiet-Modus gegenüber den 43 dBA des Referenzmodells.
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Unterm Strich bezeichnet Techpowerup die Asus RX 5700 XT Strix OC als empfehlenswert und kritisiert, neben fehlendem Raytracing, lediglich die mangelnde RAM-Übertaktung sowie eine Softwarelimitierung derselben. Besonders der leise Betrieb im Quiet-BIOS wird gelobt, was sich mit dem Test von Computerbase deckt.
Quelle: Computerbase
Asus Radeon RX 5700 XT Strix OC - PCB
Dort legt die Leistung der Grafikkarte, je nach BIOS, um 3 beziehungsweise 5 Prozent gegenüber dem Referenzmodell zu. Der Lautstärkeunterschied für diese Leistungsunterschied ist allerdings groß: Das Performance-Bios arbeitet mit 42,5 dBA und ist damit auf dem Niveau der Geforce GTX 1080. Das Quiet-BIOS arbeitet hingegen mit 36 dBA und ist damit eine der leisesten Karten des Testfelds - minimal leiser als die Gigabyte RTX 2070 S Gaming OC.
Diese geringe Lautstärke wird allerdings durch eine erhöhte Temperatur erkauft: Computerbase misst im Quiet-BIOS unter Last 85 °C, wohingegen das Performance-BIOS bei 78 °C arbeitet. Beide Temperaturen sind noch nicht im kritischen Bereich, angesichts des großen Kühlers allerdings nicht berauschend. Computerbase vermutet den kleinen Navi-Chip als Ursache, der die Wärme nicht richtig abgeben kann.
Ursache für die höheren Temperaturen dürfte auch die Leistungsaufnahme sein: Diese steigt gegenüber dem Referenzdesign, je nach BIOS, um 21 oder 27 Prozent an und liegt damit bei 254 bzw. 267 Watt. Computerbase sieht die Asus RX 5700 XT Strix OC als gutes, aber nicht perfektes Custom-Design an, für eine Bestnote wird die Grafikkarte im eigentlich guten Quiet-BIOS aber zu warm.
Die finale Kaufentscheidung hängt dabei, wie auch beim Test von Techpowerup, am Preis der Asus RX 5700 XT Strix OC. Diesen hat Asus noch nicht bekanntgegeben, demnach wird man wohl erst am 14. August erfahren, wie viel das Unternehmen für das eigene Flaggschiff verlangen wird. Auch PCGH ist übrigens nicht untätig und arbeitet bereits an Tests zu den ersten Navi-Custom-Designs, die sie bald bei uns lesen können.
Quellen: Planet3DNow, Videocardz (Twitter)

Freesync heisst nur die Implementierung bei AMD und bei Nvidia heisst sie Gsync compatible.
Auch bei AMD gibt es genug Probleme mit der Kompatibilität bei bestimmten Monitoren.
AMD hat auch nie alle Monitore getestet, sondern sie unterstützen einfach den Standard der VESA.
Nur bei HDMI kochen sie ihr eigenes Süppchen, da VRR erst ab HDMI 2.1 im VESA Standard steht.