12VHPWR-Dilemma: Scheinbar fehlerhafter Adapter von Zulieferer
Die Problematiken an Nvidias 12VHPWR-Adapter lassen sich laut einer Analyse von Igors Lab auf die mangelhafte Auslegung durch einen Zulieferer zurückführen. Die Kabel sind zu schwach verlötet und können sich dadurch bei Bewegungen ablösen. Das Problem sollen native ATX-3.0-Kabel großer Netzteilhersteller nicht haben. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.
Nvidias 12VHPWR-Anschluss bleibt weiterhin ein elementares Gesprächsthema für die Community und hat es nun auch geschafft, Nvidia selbst auf den Plan zu rufen, nachdem mehrere RTX 4090 bzw. deren Strombuchsen und Adapter verschmort sind. Die Kritik geht einerseits von fehlerhafter Montage aufseiten der Nutzer bis hin zu Vorwürfen, dass der Adapter an sich fehlerhaft sei und die Problematik durch eine Montage der Grafikkarte in beengten Gehäusen noch weiter verschlimmert werde.
In einer Analyse von Igor Wallossek von Igors Lab wurde der mit den RTX-4090-Modellen mitgelieferte und von Nvidia den Board-Partnern zur Verfügung gestellte 12VHPWR-Adapter nun zerlegt und eine Fehlersuche wurde durchgeführt. Nvidia scheint den Adapter nicht selbst zu fertigen, sondern bezieht ihn nur von einem Zulieferer und sollte diesen den Ergebnissen zufolge schleunigst wechseln. In der Analyse von Igors Lab sind vier 14AWG-Kabel zum Vorschein gekommen, die auf sechs Kontakte des Steckers verlötet sind. Die äußeren Leitungen versorgen dabei jeweils einen Pin, die mittleren jeweils zwei.
Das an sich ist aber nicht das Problem des Adapters. Das Problem ist die Lötbasis, in dem Fall eine nur 0,2-Millimeter dicke Kupferfolie, die pro Leitung nur 2 Millimeter breit ist. Von außen ist das im vergossenen Stecker freilich nicht zu sehen und erklärt auch, warum der Stecker so anfällig auf Biegungen ist. Im Test von Igors Lab wird beschrieben, dass "allein schon das vorsichtige Abheben der umhüllenden Schicht [...] die dünne Folie sofort reißen [lässt]."
Das betrifft vor allem die äußeren Kontakte und sorgt dann als Folgeschaden erst für eine verbrannte Buchse an der Grafikkarte. Laut der Analyse liegt das Problem aber nicht an der Konzeption des Standards, sondern nur an der mangelhaften Umsetzung durch den Zulieferer Astron. Die nativen 12VHPWR-Kabel der neuen ATX-3.0-Netzteile haben die Problematik nicht, nutzen aber im Falle von Be Quiet auch individuelle AWG16-Leitungen und haben damit einen gewissen Puffer, der leichte Biegungen aushalten kann. Nvidia scheint dem Dilemma viel Aufmerksamkeit zu schenken und die AIBs angewiesen zu haben, eingesendete Grafikkarten mit Brandschaden zum Headquarter zur weiteren Analyse einzuschicken.
Quelle: Igors Lab

Was Du da siehst ist die Metall-Buchse des Anschlusses, Du hast sie vermutlich durchs zu starkes Biegen aus dem Plastikstecker rausgehebelt. gerade wenn man seitlich biegt entstehen extreme Kräfte, denen das Plastik einfach nicht gewachsen ist.
Dadurch hat dieser eine Kontakt keine sichere Verbindung. Dadurch entsteht eine echte Gefahr!
Zieh den Stecker unbedingt ab und schiebe die Buchse wieder in das Plastik rein, sie sollte einrasten. Wenn das nicht gelingt, dann ist der Plastikstecker aufgebrochen und der Adapter ist eigentlich nicht mehr einsetzbar.
WENN Du biegen musst, biege das Kabel immer VOR dem Einstecken! Einstecken und DANN biegen ist immer tödlich, weil enorme Kräfte auf den Stecker und die Buchse wirken.
Lieber lässt Du das Gehäuse erst mal offen und besorgst Dir erst einen 90° Adapter, wenn zu wenig Platz ist.
Hier noch 3 aktuelle Bilder.
This is a drop-in replacement for the Nvidia 12VHPWR 16-pin adapter cable (but with premium single split/seam high-current terminals)
This is a drop-in replacement for the Nvidia 12VHPWR 16-pin adapter cable (but with premium single split/seam high-current terminals)
Extrem ausschlaggebend wird sein wie man den Stecker selber behandelt.
Wo fasse ich Ihn an. Wo lasse ich Kräfte wirken.
Dann kann der auf 30 Zyklen besagte Stecker ggbfs. auch 100 Steckzyklen mitmachen.
Blöd ist halt, dass du es durch die Isolierung oder Sleeves im Zweifelsfall nicht sehen kannst, ob da was beschädigt ist oder nicht.
Interessant jedenfalls, dass man mit Astron schon einen Sündenesel ausfindig gemacht hat. Und die produzieren natürlich vollkommen willkürlich und nicht, dass Nvidia denen klipp und klar sagen würde, was Sie zu tun oder lassen haben^^, aber ja, der Igor, da hab ich zuletzt nen paar Vorgehensweisen nicht verstanden, weswegen er mich auch als Leser oder Zuschauer verloren hat.
edit: auf die Buchse an deiner Karte bezieht sich die Angabe von maximal 30 Zyklen nicht!
Weil angenommen man bastelt viel rum und baut GPU mehrmals aus und ein oder so. Die kann doch dann nach 30x am Anschluss kaputt sein oder ist das so?