Marktforscher: 1,7 Millionen GPUs im ersten Quartal 2018 an Miner verkauft, Bedarf jetzt gesättigt
Das Marktfoschungsinstitut Jon Peddie Research hat Daten zum ersten Quartal 2018 des GPU-Markts veröffentlicht. Demnach wurden 1,7 Millionen GPUs an Miner verkauft, im ganzen Jahr 2017 waren es etwas mehr als 3 Millionen. Dafür soll der Bedarf der Miner jetzt gesättigt sein, weswegen die Preise sinken und die Verkäufe an Gamer steigen sollen. Insgesamt schrumpfte der PC-Markt, die Zahl diskreter Grafikkarten nahm aber zu.
Während des Mining-Booms herrschte Ebbe auf dem Grafikkartenmarkt. Falls überhaupt, waren leistungsfähige Grafikkarten nur für einen deutlich erhöhten Preis erhältlich - die Lage entspannt sich langsam. Aber wie viele Pixelschubser gingen in der letzten Zeit an die Schürfer verloren? Diese und andere Fragen hat das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research mit der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal 2018 geklärt.
Laut der Analysefirma wurden im ersten Quartal 2018 insgesamt 1,7 Millionen Grafikkarten von Cryptocoin-Minern gekauft. Letztes Jahr wurden mehr als drei Millionen GPUs für ungefähr 776 Millionen US-Dollar von Minern erworben, man könnte also meinen, dass die Schürfenden immer mehr PC-Hardware kaufen würden. Doch Gamer mit Aufrüstwünschen können laut Jon Peddie Research aufatmen - die Marktforscher sind der Meinung, dass der Cryptocoin-Mining-Markt bezüglich des GPU-Bedarfs gesättigt sei und in Zukunft keine oder kaum Grafikkarten mehr benötigen werden. Dementsprechend sollen die Preise sinken und PC-Spieler können vermehrt Grafikkarten kaufen.
Im Vergleich zum vorherigen Quartal sanken die GPU-Verkäufe um etwa zehn Prozent, insgesamt ist der Markt aber noch 3,4 Prozent größer als im Vorjahr zu dieser Zeit. Aus Sicht der Marktforscher sind AMD und Nvidia bezüglich der Marktanteile nahezu gleichauf, aber nur weil integrierte Prozessorgrafik mit eingerechnet wird - deswegen beherrscht Intel laut den Daten von Jon Peddie Research auch den GPU-Markt mit 67% der Marktanteile. Der einzige Gewinner des ersten Quartals 2018 ist AMD; Intels Marktanteile sanken um etwa ein Prozent, während Nvidias Stellung gleich blieb. Grund für den Erfolg vom roten Team sollen Workstation-Produkte und der Mining-Boom sein.
Für das nächste Quartal sehen die Marktanalysten - trotz der erwarteten Steigerung von Grafikkartenkäufe durch Gamer - eine weitere Reduzierung der Menge der verkauften GPUs. Dabei stützt sich die Firma auf Angaben der Zulieferer aus China und Taiwan sowie auf dem historischen Trend - es werden typischerweise mehr Grafikkarten in der zweiten Hälfte des Jahres verkauft. Insgesamt schrumpft der PC-Markt im Vergleich zum vorherigen Quartal um 14,3 Prozent, der relative Anteil von Computern mit diskreter Grafik stieg aber um 2,23 Prozent auf 39,11%. Desktopgrafikkarten verkauften sich 6,39 Prozent besser als im Vorquartal.
Quelle: Jon Peddie Research

doppel bitte loschen
Gab vor wenigen Tagen n Bericht, die Miner brauchten 2017 mehr Strom als Österreich
Gruß
Spiel aber selten am PC
In 2 Jahren 5 Millionen Karten für Miner...mal... sagen wir mal 100 Watt 24/7-rechnen tu ich lieber nicht!
Gruß Yojinbo
ja und die Preise schießen dann wieder in die Luft und man bekommt wieder kein gutes Angebot von den neuen Karten und der Markt wird dann mit den alten "abgerockten" Karten überflutet.
Haupsache die Miner haben die neusten Karten dann wieder und der 0815 Verbraucher schaut wieder doof aus der Wäsche.
Gruß