Piranha Bytes: Deutscher Entwickler von Gothic und Risen endgültig Geschichte
Es war nur noch eine Frage von Formalitäten, aber diese sind nun auch durch: Piranha Bytes, in Teilen legendäres deutsches Entwicklerstudio, ist endgültig Geschichte.
Schon im Januar 2024 begann die dramatische Geschichte rund um das Überleben von Piranha Bytes. Das Entwicklerstudio wurde im Oktober 1997 in Essen gegründet und gehörte seit 2019 zu THQ Nordic bzw. zur Embracer Group. Letztere übernahm jahrelang Studios und Marken, nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurden massiv Stellen bei den übernommenen Studios abgebaut und ein umfassendes Sparprogramm eingeleitet.
Endgültig Feierabend in Essen
Nachdem es noch zu Jahresbeginn zumindest etwas Hoffnung gegeben hatte, dass das Studio nicht geschlossen wird (inklusive einiger Durchhalteparolen), war spätestens im Sommer klar, dass ein Ende unausweichlich schien. Geschlossene Büros, in Scharen abwanderte Mitarbeiter, ein eisern schweigsames THQ Nordic - das alles waren schon handfeste Indizien für das Ende von Piranha Bytes. Am eisernen Schweigen hat sich zwar nichts geändert, aber die Webseite Gameswirtschaft hat entdeckt, dass THQ Nordic mittlerweile das Studio von Gothic, Risen und Elex von der Firmenwebseite entfernt hat. Die Marken bleiben weiter bestehen, entsprechende Remakes sind also theoretisch möglich - wie bei Gothic Remake von Alkimia Interactive.
Screenshots bekannter Spiele von Piranha Bytes
Wesentlich gravierender dürfte der Umstand sein, dass das Förderprojekt WIKI6 aka Currywurst laut Gameswirtschaft nun nicht mehr in der Subventions-Datenbank des Bundes geführt wird. Immerhin 3,2 Millionen Fördergelder waren hier hinterlegt, eines der größten Projekte überhaupt neben Anno 117 (5,7 Mio.) und einem Action-Spiel von Deck 13 (5,0 Mio.). Wie viel von den 3,2 Millionen überhaupt überwiesen wurden, ist unklar. Die Fördergelder gibt es aber nur in Tranchen beim Erreichen bestimmter Meilensteine.
Zumindest bei zwei bekannten Ex-Mitarbeiter von Piranha Bytes gab es im Sommer Neuigkeiten. Björn und Jennifer Pankratz verkündeten damals die Gründung eines Spielestudios. Unter dem Namen Pithead Studio, der Anspielungen auf den Ruhrpott nimmt, möchte man Spiele zusammen mit Dienstleistern und externen Partnern entwickeln - vorerst ohne Publisher.
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Als damals Gothic 1 und 2 erschien, konnte ich mit dem Genre noch nichts anfangen.
Ich bin erst bei Gothic 3 eingestiegen. Das war auf seine Art schon sehr beeindruckend, aber eben verbuggt bis unter´s Dach.
Risen 1 war "ok", zumindest tolle Atmosphäre.
Risen 2, ne absolute Lachnummer.
Risen 3 hab ich nach Risen 2 nicht mal mehr angefasst.
Selbiges bei Elex. Das war mir dann einfach zu sehr auf der Stelle getreten. PB ging nicht mit der Zeit.
- Gothic 1 + 2 geliebt, das war richtig gut
- Gothic 3 war ein Griff ins Klo
- Risen 1 fand ich Mega
- Risen 2 war okay, aber nichts aufregendes
- Risen 3 war für mich ein Reinfall
- Elex 1 war von der Idee her sogar sehr gut, aber Gameplay war einfach altbacken, ebenso wie die Optik
- Elex 2 war imo noch mieser
Am Ende kam einfach von PB nichts gutes mehr, somit Verständlich wie es gelaufen ist.
Drova kommt.
Embracer ist der größte Schmutz neben EA und Ubisoft in der Spieleindustrie.
Embracer ist der größte Schmutz neben EA und Ubisoft in der Spieleindustrie.
Embracer bleibt natürlich am Ende auch nur ein gewinnorientiertes Unternehmen und ich hege daher auch keine persönlichen Sympathien für sie und sage nicht das dort alles super war und läuft, aber anerkennen muss man eben auch das bei Embracer die Titel sowohl in Punkto Qualität und Monetarisierung, sieht man bzgl. Qualität von Elex 1+2 ab, die letzten Jahre alle wesentlich besser waren als bei 80% in der Branche und sie einige richtig gute Spiele veröffentlich haben (Last Train Home, Jagged Alliance 3, Spellforce: Conquest of Eo, Wreckfest 1+2, Titan Quest Remaster + die neuen Addons für, Alone in the Dark, Trine 5, Expeditions: Rome, Spellforce 3, usw. usf.).
Das am Ende des Tages in meinen Augen bis dato immer noch mehr richtig gemacht, als EA und Ubisoft, trotz aller Fehler dort.