Fractal Pop 2 Air: Einbau, Lautheit und Kühlleistung im Praxisbetrieb
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Fractal Pop 2 Air: Einbau, Lautheit und Kühlleistung im Praxisbetrieb

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Enge Platzverhältnisse, messbare Lautheit und verbesserte Kühlung: Der Praxistest zum Fractal Pop 2 Air.

Einbau in der Praxis

Trotz der insgesamt stabilen Bauweise und der sauberen Verarbeitung zeigt sich der Einbau im Pop 2 Air an mehreren Stellen weniger komfortabel als bei manch anderem Gehäuse der Einstiegsklasse. Besonders deutlich wird das im Bereich zwischen der Mainboard-Oberkante und der Gehäusedecke: Der Abstand fällt knapp aus, was die Verkabelung des EPS-Stromanschlusses erschwert - vor allem dann, wenn das Mainboard bereits montiert ist. Beim Pop Air verhindert das Deckelgitter zusätzlich ein einfaches Durchgreifen. Leider ein Problem, das nicht unbekannt ist: weder vom Vorgänger, noch von Gehäusen der gleichen Preisklasse. An dieser Stelle sei beispielsweise das Be Quiet Pure Base 500 FX erwähnt.

Pop 2 Air vs. Pop Air: Innenleben
Zwei Klettbänder und an der breitesten Stelle 3 cm stehen für das Kabelmanagement zur Verfügung.
Zwei Klettbänder und an der breitesten Stelle 3 cm stehen für das Kabelmanagement zur Verfügung. Beim Kabelmanagement hat sich nicht wirklich viel verändert.

Auch die Positionierung des Netzteils verlangt bei beengtem Innenraum eine gewisse Vorausplanung. Zwar lässt sich der Kombirahmen für Laufwerke entfernen, doch selbst dann stößt das Netzteil an der oberen Begrenzung der Kammer recht früh an. Eine Justierung während des Einbaus ist dadurch nur eingeschränkt möglich.

Hinzu kommt: Die Slotblenden für Erweiterungskarten sind zwar mit Thumbscrews versehen und damit werkzeuglos lösbar, die Einhängung der GPU gestaltet sich aufgrund der Führungsschiene jedoch etwas fummelig. Für routinierte Bastler stellt das kein Hindernis dar, wer jedoch sein erstes System aufbaut, muss mit etwas Geduld und Feinmotorik an diese Stellen herangehen.

Der Hecklüfter lässt sich bei Bedarf verschieben. Quelle: PC Games Hardware Der Hecklüfter lässt sich bei Bedarf verschieben. Im direkten Vergleich mit dem Pop Air zeigt sich das Pop 2 Air in der Material- und Fertigungsqualität auf einem vergleichbar hohen Niveau. Auch hier bestehen keine nennenswerten Verarbeitungsmängel. Das Gehäuse ist ebenso aus Stahl, Glas und Kunststoff gefertigt, weist stabile Wandstärken auf und verzieht sich selbst ohne Seitenwände unter Druck kaum. Die Schnittkanten sind sauber entgratet, an Schraubenaufnahmen oder Trägern sind keine Grate erkennbar. Die Mainboard-Abstandshalter greifen korrekt, Montagepunkte sind sauber gebohrt, das Seitenteil wird eingehängt und dann verschraubt. Besonders bei der Stabilität der Seitenteile und der klaren Verschraubung bleibt das Pop 2 Air auf dem Niveau seines Vorgängers.

Das Kabelmanagement bleibt wie beim Pop Air funktional, ohne auf Komfortlösungen zu setzen. Es sind an der breitesten Stelle knapp 30 mm Platz für das Verlegen von Kabeln und es stehen neben Klett auch Kabelbinder zur Verfügung. Zusätzliche Halterungen oder gummierte Durchführungen gibt es nicht, sind allerdings auch beim Vorgänger nicht vorhanden gewesen und eher ein Merkmal höherpreisiger Gehäuse.

Lautheit und Kühlung

Im direkten Vergleich der Lautheitsmessung zeigt sich das Pop 2 Air unter Spielelast als durchaus laut mit 2,1 Sone. Da links ein Glasteil verbaut ist, wird dort die Lautheit etwas gedämpft, weshalb der Wert auf dieser Seite unter Spielelast bei der Standardlüfterkurve bei etwa 1,9 Sone liegt. Gemessen wurde wie gewohnt im 45-Grad-Winkel. Rechts liegt der Wert trotz Metallseite bei etwa 2,2 Sone. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Dämmwert: Insgesamt liegt der Schnitt bei knapp 3,6 Sone. Der Durchschnittswert beim Vorgänger lag an dieser Stelle noch bei 4 Sone. Die Reduktion dürfte im Wesentlichen auf die überarbeitete Luftführung zurückgehen, weniger auf strukturelle Änderungen.

Im direkten Vergleich der Kühlleistung unter Last zeigt sich das Pop 2 Air etwas effizienter als sein Vorgänger, und zwar vor allem im Bereich rund um die Grafikkarte. Da die verbauten ARGB-Lüfter weiterhin nur via DC (Spannung) geregelt werden können und nicht per PWM, wurde die reduzierte Lüfterkurve im Test durch eine festgelegte Betriebsspannung von 7,2 Volt realisiert. So ist die M.2-SSD etwa ein Grad Celsius kühler als noch beim Vorgänger. Bei Cyberpunk 2077 reicht es auch für einen Grad Celsius Unterschied nach unten. Auch beim VRM- und Chipset-Bereich waren in der Spitze punktuelle Temperaturvorteile messbar, wenn auch nicht durchgehend signifikant. Wie diese Ergebnisse einzuordnen sind und welche Zielgruppe Fractal mit dem Pop 2 Air adressiert, klärt das abschließende Fazit.

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  1. Seite 1 Einleitung und Überblick
  2. Seite 2 Frontpanel, RGB & Radiatoren im Test
  3. Seite 3 Einbau, Lautstärke und Kühlung
  4. Seite 4 Testfazit und Auszug aus der Testtabelle
    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SeineLordschaft PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        Hast du das wirklich genutzt? Ich mein klar... nice to have. Aber ich bin nich davon ausgegangen, dass das wirklich genutzt wird.
        USB-Stick und Kabel. Ist aber etwas umständlich, daran zu kommen.
      • Von SeineLordschaft PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        Hast du das wirklich genutzt? Ich mein klar... nice to have. Aber ich bin nich davon ausgegangen, dass das wirklich genutzt wird.
        USB-Stick und Kabel. Ist aber etwas umständlich, daran zu kommen.
      • Von Mathias030577 Schraubenverwechsler(in)
        Habe mir Ende letzten Jahres das POP aber geschlossen angeschafft , steh unter dem Schreibtisch, beherbergt meinen DVD Brenner, im Fach liegen drei USB Sticks immer griffbereit und die Front Lüfter sind durch zwei 140 mm ausgetauscht. Ich weiss nicht ..das alles geht nicht mehr .. dieses pop2 hat nicht wirklich eine Existenzberechtigung 😉
      • Von HardWareFresser87 BIOS-Overclocker(in)
        Eines der besten Gehäuse, die man, wenn ihr mich fragt, kaufen kann. Ich habe den Big-Tower-Vorgänger im Zimmer meiner Tochter stehen, sieht super aus, bietet viel Platz und der Luftstrom ist auch top. Kann man blind kaufen, zudem ist es hervorragend verarbeitet.
        Zitat von PCGH_Jacky
        Hast du das wirklich genutzt? Ich mein klar... nice to have. Aber ich bin nich davon ausgegangen, dass das wirklich genutzt wird.
        So ist es, ich wusste nie, was ich damit anfangen soll. Jetzt steht es im Zimmer der Großen, und ich habe eben mal nachgeschaut, ob sie etwas darin verstaut hat. Psst, leise, sie ist in der Schule – Privatsphäre und so. Da hat sie auch nichts drin im Fach. Mal ehrlich, wofür oder für wen ist das gedacht? So viel Platz ist ja wirklich nicht vorhanden.
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Habe ein Pop Air und genauso wie einer meiner Vorredner habe ich das Gehäuse ausgesucht, weil es noch zwei 5.25" Schächte für Blu Ray Brenner u.ä. bot. Das Pop Air 2 wäre damals damit ausgeschieden und hätte keine Besonderheit mehr geboten.
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Zitat von SeineLordschaft
        Das Fach ist nützlich für Kleinkram
        Hast du das wirklich genutzt? Ich mein klar... nice to have. Aber ich bin nich davon ausgegangen, dass das wirklich genutzt wird.
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