Ausstattung, RGB und Radiator-Support im Pop 2 Air
Mit USB-C und reduziertem RGB setzt das Pop 2 Air neue Schwerpunkte. Auch beim Radiator-Support gibt es klare Änderungen.
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Frontpanel, RGB und Lüfter
Die Frontanschlüsse sind beim Pop 2 Air weiterhin an der rechten oberen Kante positioniert. Im Unterschied zum Pop Air ist der zuvor optionale USB-C-Anschluss nun ab Werk vorhanden und nicht mehr durch eine Blindabdeckung verdeckt. Ergänzt wird das Panel durch einen einzelnen USB-A-Port nach USB 3.2 Gen 1×1 sowie eine kombinierte 3,5-mm-Audiobuchse. Insgesamt bekommt man also weniger Anschlüsse, dafür erscheint die Bestückung sinnvoller - und dieses Mal mit USB-C ohne entsprechenden Aufpreis. Während beim Pop Air noch zwei USB-A-Ports zur Verfügung standen, reduziert Fractal die Anzahl auf einen. Der Fokus liegt nun klar auf einer modernen Schnittstelle statt auf der Anschlussanzahl.
Ebenfalls bleibt Fractal bei der tastengesteuerten RGB-Steuerung, reduziert allerdings den Funktionsumfang. Wie schon beim Vorgänger ist auch beim Pop 2 Air die RGB-Taste im Front-I/O integriert und erlaubt das Durchschalten vordefinierter Beleuchtungsmodi. Die Auswahl beschränkt sich dabei allerdings auf eine überschaubare Anzahl von sechs festen Farben und vier voreingestellten Effektmodi, die zyklisch durchgeschaltet werden können. Das Pop Air bot hier noch elf Farbprofile und fünf Untermodi, darunter auch eine spezielle Variante im Northern-Lights-Stil - diese Vielfalt entfällt beim Nachfolger. Wie bereits beim Pop Air lassen sich die drei mitgelieferten und an der Front montierten 120-mm-Lüfter als 3-Pin-DC-ARGB-Modelle alternativ über das Mainboard ansteuern. Voraussetzung ist aber ein 5-Volt-ARGB-Header. Konkret kommen in dem Gehäuse übrigens Aspect-12-ARGB-Lüfter von Fractal zum Einsatz. Das Modell ist bereits vom Pop Air bekannt und bietet eine vergleichbare Geräuschcharakteristik wie dort.
Radiator-Optionen und AiO-Tauglichkeit
Bei der Radiatorunterstützung zeigt sich das Fractal Pop 2 Air eher zweckmäßig. Es hat sich gegenüber dem Vorgänger einiges verändert: Während das Pop Air noch einen Radiator in der Front bis 280 mm erlaubte, verzichtet Fractal beim Pop 2 Air vollständig auf Radiatoren an der Vorderseite. Trotz dreier 120-mm-Lüfterplätze ist ein Einbau dort offiziell nicht vorgesehen. (Findige Leser merken nun, dass da "offiziell" steht, und fragen sich dann, was denn inoffiziell der Fall ist: Prinzipiell kann der Einschub für die Luftführung entfernt werden, dann ist durchaus dort Platz für eine AiO. In dem Fall sollte man aber die Länge der GPU im Blick behalten. Der neue Airguide und die verlängerte Netzteilabdeckung lassen in der Praxis kaum Spielraum für klassische 240er- oder 280er-AiOs, zumal auch die unteren Lüfterplätze baulich teils verdeckt sind. Ein Rückbau dieser baulichen Einschränkung ist im Standardzustand nicht vorgesehen, auch alternative Positionierungen erfordern technische Kompromisse.
Lüfter in der Front
Dafür wurde der Deckelbereich erweitert. Statt der früher möglichen 240 mm sind beim Pop 2 Air nun Radiatoren bis 360 mm vorgesehen, sofern die Komponenten das zulassen. Wie schon beim Pop Air hängt der Einbau hier stark von der RAM-Bauhöhe ab. Ist der Arbeitsspeicher höher als 35 mm, wird der Platz schnell eng. Ist der eigene RAM höher, kann man bis zu einem gewissen Grad mit dünnerem Radiator entgegenwirken. Der Heckplatz bleibt unverändert bei 120 mm. Ein Einbau eines kleinen AiO-Kühlers ist dort weiterhin möglich. Das Kühlsystem entspricht damit weitgehend dem bekannten Kompromiss kleinerer Mid-Tower-Gehäuse: mehr Platz oben, Einschränkungen vorn. Im Vergleich zum Pop Air tauscht Fractal damit Flexibilität an der Front gegen nominelle Kapazität am Deckel. Wie sich diese konzeptionellen Entscheidungen beim Aufbau und im Betrieb auswirken, zeigt der Praxisteil auf der nächsten Seite.

