Bitfenix Portal: Leistung, Video und Fazit
Bitfenix ist dafür bekannt, seinen Gehäusen ein ungewöhnliches Design und spezielle Features zu spendieren. Diese Philosophie verfolgt man auch beim Bitfenix Portal, einem Mini-ITX-Gehäuse, das mit seinem abgerundeten Doppelrahmen-Design, der invertierten Platinenhalterung und einer Schubladenkonstruktion auf sich aufmerksam macht und die Hardware im Innenraum gut und leise kühlen soll. Gilt letzteres auch für unser spieletaugliches Testsystem?
In diesem Artikel
Die Leistung: Leise, für eine Mini-Gehäuse akzeptable Kühlung
Um zu messen, welche Temperaturen im Innenraum des Design-Minis entstehen und wie gut die beiden Luftquirle unsere Testkomponenten kühlen, bestücken wir innere Kammer mit einem Core i7-6700K, einer Asus Mini-ITX-Platine mit Intel-Z170-Chipsatz, der Gigabyte Geforce GTX 1070 OC Edition (Mini-ITX-Format), 2 x 8 GiByte DDR4-2133-RAM, dem Thermalright AXP-100 (Q-Fan-Profil: Standard) sowie dem Corsair SF 450, einem SFX-Netzteil mit 450 Watt. Die Drehzahlkontrolle für den 120-mm-Front- und 80-mm-Hecklüfter übernimmt ebenfalls das Q-Fan-Feature des Asus-Mainboards, wobei wir auch hier die Einstellung "Standard" wählen. Anschließend heizen wir den kompakten Innenraum mithilfe der Startszene unseres Witcher-3-Benchmarks (1080p, maximale Details außer Hairworks) ca.1,5 Stunden bei 24 °C Raumtemperatur auf.
Die Messwerte, die wir anschließend bei den Tools HWinfo64 und MSI Afterburner ablesen, zeigen leider, dass das Kühlkonzept, bei dem der Mainboard-Tray gedreht und die GTX 1070 mit ihren Radiallüfter nach oben im Innenraum positioniert wird, nicht voll aufgeht. Die GPU wird nämlich mit 82° C so warm, dass der Lüfter seine Drehzahl auf 2.408 U/min erhöht und gleichzeitig die Karte ihren Boost-Takt von regulären 1.835 MHz auf 1.709 MHz drosselt. Dazu kommt eine Innenraumtemperatur von 51° C und die CPU bleibt mit 79° C auch nicht gerade kühl. Bedenklich sind diese beiden Werte nicht, sie untermauern aber erneut, dass es mit wenigen Ausnahmen nicht möglich ist, leistungsstarke Hardware in einem kompakten Innenraum sehr gut zu kühlen. Hier haben die Minis das Nachsehen gegenüber ihren großen Vertretern. In der Summe liefert das Bitfenix Portal allerdings trotzdem eine zufrieden stellende Kühlleistung ab.
Bei der Geräuschentwicklung gibt es dagegen Positives zu vermelden, denn die beiden Lüfter sind mit 1,7/1,8 Sone (50 cm Abstand frontal/schräg vorne [45-Grad-Winkel]) erfreulich leise, obwohl das Portal ohne Dämmung ausgeliefert wird. Hier scheint sich das Design mit zwei Rahmen/Kammern auszuzahlen. einen Wermutstropfen gibt es auch hier, denn ein Großteil der Lautstärke dringt aus dem Heck des Bitfenix Portal, weil der GPU-Lüfter seine Drehzahl hörbar erhöht.
Das Test-Video: Kompaktes, optisch auffälliges Mini-ITX-Gehäuse
Das Testfazit: Hingucker mit leiser, aber nicht überragender Kühlung
Ein Hingucker ist das Bitfenix Portal definitiv und auch die Kombination aus einer guten Grundausstattung und speziellen Features gefällt. Dazu kommen eine wertige Fertigung mit wenig Plastik und viel Aluminium sowie ein nicht zuletzt dank des Dual-Frame-Designs sehr unkomplizierter Hardware-Einbau. Das alles rechtfertigt auch weitestgehend den Kaufpreis von 130 Euro.
Wer das Portal ohne Kompakt-Wakü nur zum Spielen benutzen will, muss bei der Kühlleistung Abstriche hinnehmen, da eine leistungsstarke GPU wie die GTX 1070 im Bitfenix Portal an ihre thermischen Grenzen stößt. Die niedrige Lautheit und eine Note von 3,35 versöhnt dann wieder und Bitfenix sieht das Portal selbst ja eher als Home-Theater-PC. Bedenkt man die Tatsache, dass bei unserer Marktübersicht in der kommenden PCGH 05/17 nur ein Gehäuse eine Wertung mit einer Zwei vor dem Komma geschafft hat, steht das Bitfenix Portal im direkten Vergleich mit der Konkurrenz gar nicht mal schlecht da.
| Gehäuse | Portal |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Bitfenix (www.bitfenix.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1594254 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis (getestete Version) | Ca. € 130,-/befriedigend (Sichtfenster im Deckel/keine Dämmung) |
| Version ohne Fenster/ohne Dammung | Ca. 130,- Euro/nicht vorhanden |
| Ausstattung (20 %) | 5,38 |
| Plätze für Laufwerke | 2 x 3,5/2,5 Zoll, 1 x 2,5 Zoll |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Zwei |
| Handbuch | Sehr ausführlich |
| Lüfterplätze | Deckel:-, Front:1 x 120 mm, Heck: 1 x 80 mm, Seite:-, Boden:- |
| Vorhandene Lüfter | 2 x 120 mm (Front), 1 x 80 mm (Heck) |
| Frontanschlüsse | 2 x USB 3.0, Audio |
| Besonderheiten | Fenster im Deckel, System für GPU-Befestigung, Schubladensystem für Innenraum (Dual-Frame-Design), Staubschutz an der Front, Heck und Boden |
| Eigenschaften (20 %) | 1,99 |
| Material (nicht gewertet) | Aluminium, Stahl, Kunststofff |
| Gewicht (Nicht gwertet) | 5,8 kg |
| Abmessungen (H x B x T)/Volumen | 38,2 x 18,5 x 41,1 cm (ohne Standfuß)/29,0 Liter |
| Platz für Grafikkarte/CPU-Kühler | 30,0,/12,5 cm |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifheit | Sehr gut/sehr gut/gut |
| Zusammenbau* | Gut: Im Innenraumrahmen ist Platz knapp bemessen, daduch das der Rahmen auf der Schiene aber komplett herausgefahren und sogar vom der äußeren Hülle gtrennt werden kann, gibt es keine Probleme beim Einbau der Hardware. |
| Besonderheiten beim Zusammenbau | 2,5-Zoll-Laufwerkshalterungen auf dem 3,5/2,5-Zoll-Kombikäfig demontierbar, Hecklüfter für WaKü verschiebbar, Zweikammsystem mit Schiene (Innenraus kann komplett aus dem Rahmen geholt werden, Aussparung hinter dem Sockel, sehr gute Entkoppelung der HDDs |
| Praxisprobleme | Keine Probleme |
| Kompatibilitätstest | ATX, Extended und XL-ATX passen nicht |
| Leistung (60 %) | 3,12 |
| Temperatur CPU | 79° C |
| Temperatur GPU (Lüfterumdrehzahl/Takt) | 82° C (2.408 U/min/1709 MHz) |
| Temperatur Innenraum Gehäuse/M.2-SSD | 51° C/64 °C |
| Lautheit der Lüfter, 50 cm Abstand frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) | 1,7/1,8 Sone |
| FAZIT | 3,35 |
| Pro und Contra | + Ausstattung (Zwei-Rahmen-Design mit Schiene/Lüfter enthalten) |
| + Lautheit der Lüfter von 1,7/1,8 Sone ohne Dämmung | |
| - Temperatur GPU (erhöhte Lüfterdrehzahl/Taktsenkung) | |
| *System: Intel Core i7-6700K, Intel Z170, Gigabyte Geforce GTX 1070 OC Edition (83 Grad Temp-Target), 2 x 8 GiByte DDR4-2133-RAM, Themalright AXP-100 (Q-Fan-Profil: Standard), Corsair Corsair RM 550X/550 Watt (ATX), Umgebungstemperatur: 24 °C |

Ich bleibe trotz Update bei meiner Einschätzung, ungeeignet für hochklassige Gaming-Hardware, da zu warm, zuwenig Luftdurchfuhr unter Standardnutzung, immer noch keine Staubfilter trotz 130,- Euronen?! und und und...
Und mal ehrlich: als HTPC zum gelegentlichen Daddeln (Was denn mit Mittelklasse HW aufm FERNSEHER zum Beispiel? Dann doch lieber Konsole...) verbau ich Hardware, die nichtmal ne AiO-WaKü braucht, da auch die Dinger meines Wissens, bis auf wenige Ausnahmen mit ungedrosseltem Standardlüfter zu laut sind.
Da würde doch wiederum ein kleiner Luftkühler mit niedriger Drehzahl reichen, gibt doch gute, günstige Kühler für sowas... Warum dann bei Sichtfenster noch ein paar Gummischläuche reintackern.
Als Moddinggehäuse, vielleicht in StarWars-Optik / Droidenoptik mit kleinem Caseumbau oder tatsächlich Portaldesign, mit optimierter Kühlung/Lüftung und ner Custom-WaKü sicherlich mal witzig im "Nerd"-Wohnzimmer, aber da hört der von mir durchdachte Wahnsinn auch wieder auf.
Ich kann mich nicht mit diesem Papierkorb-Design anfreunden, besonders für den Preis und mit den Nachteilen.
Klar, mein Case gefällt definitiv auch nicht jedem, aber bei knapp 155 Euro damals nicht viel teurer, als der R2drei4 jetzt hier, aber weitaus besser ausgestattet/aufgeteilt... Dazu Vollalu, komplett modular OHNE klappern, Staubfilter überall, Kühler bis 17cm, Grakas bis 31 cm (Einschränkung hier: 2Slot ohne Modifikation!) normale ATX Netzteile möglich und so weiter...
Es geht definitiv auch anders...
2 Griffe zum wegschmeißen sind ja schon dran, für dieses grottenhäßliches Teil!!!!!!!!!!!!!!!
Schlechte Belüftung...
Sinnloses sichtfenster an der falschen Stelle...
Trotz Kofferoptik kaum mobil...
Trotz Größe immernoch Grafikkarten-Größenlimitiert...
Designtechnisch....
...FAIL
Wow, mir gefällt das Ding sogar sehr. Auch die Umsetzung finde ich ausgesprochen gelungen. Auf dem Schreibtisch könnte ich mir so ein Teil gut vorstellen.
danke für den Test.
Das Design ist nicht so mein Geschmack. Für Mini ITX ist mir das auch schon viel zu groß. Meiner Meinung nach hat das Gehäuse einen Konstruktionsfehler, warum hat man an der Wand für die Grafikkarte keine Löcher mit Staubfilter gebohrt ? So ist doch klar das die Karte unnötig heiß wird.