Bitfenix Portal im Test: Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini? [Update]

Bitfenix ist dafür bekannt, seinen Gehäusen ein ungewöhnliches Design und spezielle Features zu spendieren. Diese Philosophie verfolgt man auch beim Bitfenix Portal, einem Mini-ITX-Gehäuse, das mit seinem abgerundeten Doppelrahmen-Design, der invertierten Platinenhalterung und einer Schubladenkonstruktion auf sich aufmerksam macht und die Hardware im Innenraum gut und leise kühlen soll. Gilt Letzteres auch für unser spieletaugliches Testsystem?

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Bitfenix Portal im Test: Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini?
Quelle: PC Games Hardware
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Hinweis: Bitfenix hat uns zu Recht darauf hingewiesen, dass im Artikel ein paar wichtige Informationen fehlen.

So sind die Zielgruppe des Portals vor allem User, die einen Home-Theater-PC im Wohnzimmer stehen haben wollen, den man auch zum gelegentlichen Zocken nutzen kann. Wir haben bei unserem Test eine reine Nutzung fürs Spielen unterstellt, was natürlich höhere Anforderungen an das Gehäuse stellt und größeren Gehäuse einen natürlichen Vorteil verschafft.

Wer das Bitfenix Portal zum Spielen nutzen will, für den empfiehlt Bitfenix die Nutzung einer 120-mm-AIO-Wasserkühlung, die wir bei uns nicht verbaut hatten. Mit einer solchen Kompakt-Wakü ausgestattet, soll das Portal auch bei Nutzung einer Geforce GTX 1080 nicht so warm werden, dass die Taktraten automatisch gedrosselt werden.

Für die Lektüre des Artikels sollten diese Informationen berücksichtigt werden.


Immer mehr Couch-Gamer planen, sich einen potenten Mini-Rechner anstelle einer Konsole ins heimische Wohnzimmer zu stellen. Neben passenden Eingabegeräten wie dem Roccat Sova, Couchmaster Cycon oder Corsair Lapdog haben viele Hardware-Hersteller mittlerweile Mini-ITX-Platinen, Grafikkarten mit kompakter Bauform und Turmkühler mit geringer Höhe im Portfolio, die speziell für den Zusammenbau eines Spiele-Minis konzipiert sind.

Zu dieser, für das Zocken im Wohnzimmer entwickelten Hardware gehören natürlich auch die Gehäuse im Kleinformat, die wahlweise Micro-ATX- oder Mini-ITX-Platinen aufnehmen und deren Innenraum sehr kompakt ausfällt (zwischen 20 bis 30 Liter). Das Portal ist ein Vertreter dieser Klasse, bei dem Bitfenix nicht nur auf ein besonderes und auffälliges Design Wert legt. Mit einer Spezialausstattung wie der auf den Kopf gestellten Mainboard-Halterung, dem Dual-Frame-Design und dem Schubladensystem, mit dem die innere Kammer komplett aus ihrem Rahmen geholt werden kann, will man auch beste Voraussetzungen schaffen, damit die eingebaute Hardware gut und von den beiden mitgelieferten Lüftern leise gekühlt wird. Um zu überprüfen, ob Bitfenix diese Vorhaben gelingt, haben wir uns das Design-Gehäuse ins Testlabor geholt und mit einem Core i7-6700K und einer GTX 1070 bestückt. Ob das Bitfenix Portal das ideale Eigenheim für diese Hardware ist oder doch nur über die Kühlqualitäten eines HTPC-Gehäuses verfügt, untersuchen wir im Folgenden.

Die Ausstattung: Überschaubar, speziell und funktional

Von der auffälligen Optik abgesehen fällt die Grundausstattung des Bitfenix Portal nicht allzu umfangreich, aber für ein Gehäuse mit Mini-ITX-Format angemessen aus. Zum Einbau von SSDs/HDDs steht ein Rahmen mit zwei 3,5/2,5-Zoll-Kombi-Einbauschächten bereit. Eine weitere SSD/2,5-Zoll-HDD kann an der demontierbaren Halterung auf der Oberseite des Laufwerkskäfigs angeschraubt werden. Zum Lieferumfang des Bitfenix Portal gehören zwei Lüfter: Bitfenix Portal: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini? (1) Quelle: PC Games Hardware Bitfenix Portal: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini? (1) Das 120-mm-Modell, welches auch gegen eine Radiator selbiger Größe getauscht werden kann, ist an der Front des Inneren Rahmens befestigt. Ein vertikal verschiebbarer 80-mm-Lüfter befindet sich an der Hinterseite des herausziehbaren Innenraums. An dem mit einem Acrylglasfenster bestückten Deckel und dem Boden lässt sich dagegen kein Lüfter anbringen. Als Staubschutz dienen in den Front- und Heckbereich eingelassene Wabengitterelemente, für die Grafikkarte steht eine spezielle Befestigung bereit und die zwei USB-3.0- und Audio-Anschlüsse sind mittig auf der rechten Seitenwand des äußeren Rahmens platziert.

Neben diesen Standards hat das Bitfenix Portal spezielle Extras auf Lager, die man eher selten bei einem Mini-ITX-Gehäuse findet. Dazu gehört zuerst das aus zwei Kammer oder Rahmen bestehende Dual-Frame-Design. Dabei bildet der äußere Rahmen eine Art Kammer, in die der Innere Rahmen mithilfe einer Führungsschiene heraus und nach der Bestückung mit Hardware wieder in das äußere Gehäuse hinein geschoben wird. Wie wir gleich sehen, ist dieses Feature sehr hilfreich beim Einbau von Hardware in den entfernbaren Innenraum, dessen Volumen gerade 29 Liter beträgt. Die zweite Sonderausstattung, eine um 180 Grad gedrehte Mainboard-Halterung, ist uns nicht neu, hat aber beim Bitfenix Portal vor allem thermische Gründe. Durch die Positionierung der GPU im Deckel holt sich der Radiallüfter der GTX 1070 seine Luft zum kühlen des Chips nicht aus dem Innenraum sondern von der Aussparung auf der Hinterseite. Ob dieses GPU-Kühlkonzept aufgeht, werden die Messwerte im Leistungs-Check zeigen.

Bitfenix Portal: Das Zwei-Rahmen-Design im Detail

Schubladensystem eingefahren Schladensystem ausgefahren

Die Eigenschaften: Kompakt aber trotzdem einfach bestückbar

Die Tatsache, dass Bitfenix beim Portal auf einen invertierten Mainboard-Tray setzt, soll nicht nur die GPU-Belüftung verbessern. Der Deckelkonstruktion mit "Schaufenster" bietet auch Platz für Grafikkarte mit bis zu 30 cm Länge. Wir hätten für unsere Temperaturmessungen also auch eine regulär GTX 1070 anstelle unseres Sondermodells mit verkürztem PBC nutzen können. Obwohl sich beim Bitfenix weder das SFX-Netzteil, noch andere Element oberhalb des vertikal eingebauten CPU-Lüfters befinden, darf dieser eine Höhe von 12,5 cm nicht überschreiten - verständlich bei einer Breite der inneren Rahmens von nur 15 cm. Beachtet man alle Einschränkungen bei der Kühlerhöhe und Grafikkartenlänge kann man die Hardware problemlos in das Bitfenix einbauen wobei sich vor allem das Zweirahmen-Design mit der Möglichkeit den äußeren und inneren Rahmen per Schubladentechnik voneinander trennen zu können als sehr hilfreich erwiesen hat.

Des Weiteren macht das Bitfenix noch mit seiner wertigen Fertigung auf sich aufmerksam. Vom Acrylglasfenster im Deckel abgesehen besteht der äußere Rahmen aus edlem Aluminium, die inneren Rahmenkonstruktion besteht aus Stahl und kommt komplett ohne Plastikelemente aus. Ebenfalls positiv: es gibt keine gefährlichen Schnittkanten da alles sauber entgratet ist. Die Verwendung eines Minimums an Plastik und einer "Außenhaut" aus Aluminium sind sicher einer der Gründe, warum Bitfenix den Preis des Portal mit ca. 130 Euro nicht gerade niedrig ansetzt.

Bildergalerie

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von N3cronomicon Komplett-PC-Käufer(in)
        AW: Bitfenix Portal Test: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini?

        Ich bleibe trotz Update bei meiner Einschätzung, ungeeignet für hochklassige Gaming-Hardware, da zu warm, zuwenig Luftdurchfuhr unter Standardnutzung, immer noch keine Staubfilter trotz 130,- Euronen?! und und und...
        Und mal ehrlich: als HTPC zum gelegentlichen Daddeln (Was denn mit Mittelklasse HW aufm FERNSEHER zum Beispiel? Dann doch lieber Konsole...) verbau ich Hardware, die nichtmal ne AiO-WaKü braucht, da auch die Dinger meines Wissens, bis auf wenige Ausnahmen mit ungedrosseltem Standardlüfter zu laut sind.
        Da würde doch wiederum ein kleiner Luftkühler mit niedriger Drehzahl reichen, gibt doch gute, günstige Kühler für sowas... Warum dann bei Sichtfenster noch ein paar Gummischläuche reintackern.

        Als Moddinggehäuse, vielleicht in StarWars-Optik / Droidenoptik mit kleinem Caseumbau oder tatsächlich Portaldesign, mit optimierter Kühlung/Lüftung und ner Custom-WaKü sicherlich mal witzig im "Nerd"-Wohnzimmer, aber da hört der von mir durchdachte Wahnsinn auch wieder auf.
        Ich kann mich nicht mit diesem Papierkorb-Design anfreunden, besonders für den Preis und mit den Nachteilen.
        Klar, mein Case gefällt definitiv auch nicht jedem, aber bei knapp 155 Euro damals nicht viel teurer, als der R2drei4 jetzt hier, aber weitaus besser ausgestattet/aufgeteilt... Dazu Vollalu, komplett modular OHNE klappern, Staubfilter überall, Kühler bis 17cm, Grakas bis 31 cm (Einschränkung hier: 2Slot ohne Modifikation!) normale ATX Netzteile möglich und so weiter...
        Es geht definitiv auch anders...
      • Von N3cronomicon Komplett-PC-Käufer(in)
        AW: Bitfenix Portal Test: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini?

        Ich bleibe trotz Update bei meiner Einschätzung, ungeeignet für hochklassige Gaming-Hardware, da zu warm, zuwenig Luftdurchfuhr unter Standardnutzung, immer noch keine Staubfilter trotz 130,- Euronen?! und und und...
        Und mal ehrlich: als HTPC zum gelegentlichen Daddeln (Was denn mit Mittelklasse HW aufm FERNSEHER zum Beispiel? Dann doch lieber Konsole...) verbau ich Hardware, die nichtmal ne AiO-WaKü braucht, da auch die Dinger meines Wissens, bis auf wenige Ausnahmen mit ungedrosseltem Standardlüfter zu laut sind.
        Da würde doch wiederum ein kleiner Luftkühler mit niedriger Drehzahl reichen, gibt doch gute, günstige Kühler für sowas... Warum dann bei Sichtfenster noch ein paar Gummischläuche reintackern.

        Als Moddinggehäuse, vielleicht in StarWars-Optik / Droidenoptik mit kleinem Caseumbau oder tatsächlich Portaldesign, mit optimierter Kühlung/Lüftung und ner Custom-WaKü sicherlich mal witzig im "Nerd"-Wohnzimmer, aber da hört der von mir durchdachte Wahnsinn auch wieder auf.
        Ich kann mich nicht mit diesem Papierkorb-Design anfreunden, besonders für den Preis und mit den Nachteilen.
        Klar, mein Case gefällt definitiv auch nicht jedem, aber bei knapp 155 Euro damals nicht viel teurer, als der R2drei4 jetzt hier, aber weitaus besser ausgestattet/aufgeteilt... Dazu Vollalu, komplett modular OHNE klappern, Staubfilter überall, Kühler bis 17cm, Grakas bis 31 cm (Einschränkung hier: 2Slot ohne Modifikation!) normale ATX Netzteile möglich und so weiter...
        Es geht definitiv auch anders...
      • Von Nervenklau12 Schraubenverwechsler(in)
        AW: Bitfenix Portal Test: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini?

        2 Griffe zum wegschmeißen sind ja schon dran, für dieses grottenhäßliches Teil!!!!!!!!!!!!!!!
      • Von MiezeMatze Software-Overclocker(in)
        AW: Bitfenix Portal Test: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini?

        Schlechte Belüftung...
        Sinnloses sichtfenster an der falschen Stelle...
        Trotz Kofferoptik kaum mobil...
        Trotz Größe immernoch Grafikkarten-Größenlimitiert...
        Designtechnisch....

        ...FAIL
      • Von FX9590 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Bitfenix Portal Test: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini?

        Wow, mir gefällt das Ding sogar sehr. Auch die Umsetzung finde ich ausgesprochen gelungen. Auf dem Schreibtisch könnte ich mir so ein Teil gut vorstellen.
      • Von IronAngel BIOS-Overclocker(in)
        AW: Bitfenix Portal Test: Taugt der Hingucker mit Doppelrahmen-Design als Basis für einen Spiele-Mini?

        danke für den Test.

        Das Design ist nicht so mein Geschmack. Für Mini ITX ist mir das auch schon viel zu groß. Meiner Meinung nach hat das Gehäuse einen Konstruktionsfehler, warum hat man an der Wand für die Grafikkarte keine Löcher mit Staubfilter gebohrt ? So ist doch klar das die Karte unnötig heiß wird.
      Direkt zum Diskussionsende
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