Be Quiet Light Base 900 FX im Test: Leistung und Fazit
In diesem Artikel
Seit der PCGH-Ausgabe 07/2023 findet sich für Midi- bis Big-Tower ein System mit moderner Gewichtung und praxisnaher Messumgebung ein. Durch die pro Gehäuse aufwendigen Tests wird die Datenbank an getesteten Mustern peu à peu aufgefüllt, ein Leistungsvergleich mit älteren Testsystemen ist dabei nicht möglich. Gehäuse ohne Lüfter werden mit Referenzlüftern (stets 4× Arctic P12 PWM zwecks Kompatibilität) in den Leistungstest geschickt. Bei Kandidaten wie dem Be Quiet Light Base 900 FX halten die vormontierten Lüfter her. Bei der Leistungsnote durchlaufen die Gehäuse verschiedene Testszenarien. Weitere Details sind unterhalb der Testtabelle erläutert.
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Alle Bilder zum Be Quiet Light Base 900 FX in einem Rutsch
Quelle: PCGH
Auszug aus der PCGH-Ausgabe 07/2023 zum aktuellen Testsystem. Den vollständigen Artikel "8 bezahlbare Midi-Gehäuse im Vergleichstest" finden Sie hier.
Quelle: PCGH
Orientierungshilfe für unsere Sone-Angaben.
Leistung in unserem Testlabor
Um es klar zu sagen: Das Be Quiet Light Base 900 FX schnappt sich in unserem Leistungstest (in vertikaler Standard-Konfiguration) mit 1,17 die bisherige Bestnote und zieht damit an unserem ehemaligen Platzhirsch, dem Lian Li Lancool III RGB mit der Leistungsnote 1,33, vorbei. Zugutekommen dem Light Base 900 FX die hervorragenden Lautheitsmessungen. Die 4-mm-Dicke der Glasseiten dämmt die in der Innenkammer aufdrehenden Lüfter deutlich hörbar herunter. Die anderen Seitenteile lassen zwar durch die Perforation mehr Schall durch, doch selbst auf der offenen rechten Seite hält sich die Geräuschkulisse zurück. In unseren Sone-Messungen (im 50-cm-Abstand, je frontal, seitlich im 45-Grad-Winkel) performt das Light Base 900 FX in unseren Testszenarien nahezu ideal. Die für unseren Dämmwert gemessenen 2,5 Sone frontal (im offenen Aufbau 4,8 Sone) und 2,5 Sone (links, zur Glasseite) respektive 3,0 Sone (rechts, offene Seite) seitlich, lassen sehr zufrieden zurück. Auch unter Spielelast zeigen die Werte mit 1,4 Sone (links/frontal) sowie 2,1 Sone (rechts) viel Potenzial auf. Was jedoch im Grunde bei jedem Rechner klar sein sollte: Die auf der offenen Seite emittierte Geräuschkulisse reflektiert, etwa direkt neben einer Zimmerecke aufgebaut, von den Wänden wieder hörbar zurück. Bedeutet: Im von uns gemessenen vertikalen Standard-Layout hören Sie weniger von der Kühlung, wenn der Rechner auf Ihrem Tisch und nicht direkt an einer seitlichen Wand steht.
Mit einem ordentlichen modularen Wasserkreislauf bieten sich Silent- respektive Ultra-Silent-Builds mit High-End-Hardware und höchster Leistung im Light Base 900 FX ohne Frage an. Hut ab, das Konzept geht in unseren Leistungstests voll auf, trotz mannigfaltiger RGB-Spielerei!
Summa summarum beim Be Quiet Light Base 900 FX
Mit einer ausgereizten Ausstattungsnote von 1,0, den Eigenschaften von 1,21 und einer starken Leistung mit 1,17 schneidet das Light Base 900 FX in allen Kategorien erstklassig ab und schafft es mit der Gesamtnote von 1,15, das Lian Li Lancool III vom Ranglisten-Thron getesteter Gehäuse zu stoßen. Kleinere Punkte wie die Haptik der Kunststofffrontleiste rütteln daran nur marginal. Ob der LED-Fokus mit Pseudo-Retro-Elementen einem persönlich gefällt und das Gewicht von 16,2 kg respektive der notwendige Platz kein Problem sind, steht dagegen auf einem anderen, völlig individuellen Blatt. Die ausgeprägte Beleuchtung und das markante Design können sowohl als Highlight als auch störend empfunden werden.
Auszug aus der Testtabelle mit Bewertung
| Gehäuse | Light Base 900 FX |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Be Quiet (www.bequiet.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | Weiße Version für ca. 230 Euro |
| Aktueller Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | ca. 230 Euro (UVP)/Note: 2- |
| Alternativ-Versionen | Auch als schwarze Version für ca. 220 Euro (900 FX), ohne Lüfter (900 DX in Weiß oder Schwarz) für ca. 170 Euro oder mit kleineren Maßen und anderer Ausstattung das Light Base 600 LX (mit Light-Wings-LX-Lüftern, in Weiß oder Schwarz) ab ca. 165 Euro oder ohne Lüfter (600 DX in Weiß oder Schwarz) für ca. 140 Euro. |
| Ausstattung (20 %) | 1,0 |
| Plätze für Laufwerke (ab Werk) | 2× 2,5 Zoll, 1× 3,5 Zoll oder stattdessen weitere 2× 2,5 Zoll |
| Lüfterplätze | Seite, Decke, Unterseite: Jeweils bis 3× 120/140 mm, Heck: 1× 120/140 mm |
| Vorhandene Lüfter | Seite: 3× 140 mm (Light Wings Reversed, 1.300 U/min), Heck: 1× 140 mm (Light Wings, 1.500 U/min), alle ARGB und PWM |
| Plätze für Radiatoren (bis zu) | Seite: 360 mm, Decke und Unterseite: Je 420 mm, Heck: 140 mm |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Acht |
| Frontanschlüsse | 2× USB 3.2 Gen 1 (Typ-A, 5 GBit/s), 1× USB 3.2 Gen 2 (Typ-C, 10 GBit/s), 1× Audio-Klinke (Headset), Power- und Reset-Taste, ARGB-Profilauswahltaste |
| Staubschutz (Erreichbarkeit) | Seite, Decke, Unterseite: Feiner, in den Seitenteilen eingelegter Staubschutz (leicht bis akzeptabel), insgesamt sehr hochwertiger Staubschutz |
| Handbuch | Handbuch mit verständlichen Illustrationen (auch online erhältlich unter Downloads) |
| Auszug der Bestandteile | Das Front- und Seitenteil ist mit 4 mm dickem Glas ausgestattet. Bis auf die verschraubte Front sind alle Seitenteile (Decke, Boden, linke und rechte Wand) schnell und unkompliziert mit Thumbscrews am Heck gelöst. Für PWM-Lüfter und 3-polige ARGB-Geräte stehen zwei Platinen als Controller-Hub mit je sechs Slots pro Platine, pro Anschlussart (ein Hub oben, einer unten, beide miteinander verbunden und je SATA-Stromanschluss notwendig). Die variabel platzierbaren Standfüße können sowohl auf allen drei Seiten (rechte Wand, Decke, Boden) mit einer Drehung fixiert werden, wodurch sich das System in verschiedenen Orientierungen präsentieren lässt (Standard, horizontal und invertiert auf dem Kopf). Zwischen der Decke und der Unterseite (aus Sicht des vormontierten Standard-Layouts) umzieht dekorative RGB-Beleuchtung das Gehäuse an drei Seiten, samt Herstellerlogo auf zwei Seiten. Das Front-I/O-Kabel ist im Zusammenschluss gebündelt (statt einzelne Pins für Power-Button etc.). Für horizontale GPUs ließen sich noch die PCI-E-Blenden am Heck um 90 Grad drehen (kein Riser-Kabel dabei). Die im Innenraum platzierte Grafikkartenstütze kann von der rechten Seite aus in der Höhe mit einer Schraube verstellt werden (Länge der Stütze ebenso). Die Lüfterhalterungen (Decke/Unterseite) sind schnell und unkompliziert mit Thumbscrews gelöst. |
| Eigenschaften (20 %) | 1,21 |
| Material – Gewicht (nicht gewertet) | Stahl, Kunststoff, Glas – ca. 16,2 kg (ohne System), ca. 23+ kg (mit System) |
| Abmessungen (H × B × T)/Gesamtvolumen | 48,4 × 32,7 × 53,2 cm/ca. 84,2 Liter |
| Komponenten-Maße (bis zu Länge bzw. Höhe) | GPU: ca. 49,5 cm, CPU: 19,0 cm, Netzteil: ca. 22,5 cm, Mainboard: bis zu E-/XL-ATX |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit | Sehr gut bis gut/sehr gut/sehr gut |
| Auszug der Zusammenbaudetails | Zusammenbau: Note: 2+. Die Seitenteile sind allesamt mit Thumbscrews entfernbar, die Front kann von der Innenseite aus herausgeschraubt werden. Für alle Anschlüsse gibt es genug Platz und Durchgänge. Die Lüfter- und Radiatorhalterungen sind schnell herausnehmbar. Die gebündelten Front-I/O-Anschlüsse sind unkompliziert an der Hauptplatine angeschlossen, bei der Länge/Kürze gilt es jedoch beim Kabelmanagement aufzupassen (je nach Position der Start-/Reset-Pins des Mainboards). Die Drehung zum horizontalen (Glasseite nach oben, liegendes System) oder invertierten Aufbau (Glasseite zur rechten Seite, CPU unten, GPU oben) kann durch das hohe Gewicht alleine knifflig ausfallen. Eine weiche Unterlage ist ratsam. Die Kunststoffstandfüße sind mit einer Drehung gelöst und können an verschiedenen Stellen der nicht aus Glas gebauten Teile platziert werden (inklusive rechter Seitenwand, dort sind die Standfußplätze mit herausnehmbaren Gummierungen verdeckt). Die ARGB-Profile lassen sich an der Front durchschalten oder vom Mainboard synchronisieren (umschaltbar). Die PWM-Lüfter-Hub-Slots sind ohne Probleme von der Hauptplatine ansteuerbar. Für SATA-SSDs gibt es zwei Plätze an der Netzteilkammer sowie zwei Plätze im Festplatten-Käfig (statt einer HDD-Festplatte, die zusätzlich mit Schaumstoff in Teilen entkoppelt werden kann). |
| Maximale Radiator-Kombination | Sehr gut (420/420/360/140) |
| Praxisprobleme | Minimal. Bei den Standfüßen aus Kunststoff und den Plätzen der Seitenteile kann ein leichtes Nachjustieren an den Innenseiten der Seitenteile notwendig sein. Das Frontkabel erfordert genaues Verlegen. Spätestens bei vollumfänglicher Bestückung eines modularen Wasserkreislaufs (mit etwa 420/420/360-mm-Radiatoren) kann das Gewicht auch über 30 kg betragen, wodurch sich zum Verstellen der Gehäuseorientierung zwei Personen als Empfehlung ergeben. |
| Leistung (60%) | 1,17 (Kühlung: 1,32/Lautheit: 1,0+) |
| Gewichtete CPU-Messung* S1 | S2 | 66,5 °C, (1,7 Kelvin) | 69,5°C, (4,7 Kelvin) |
| Gewichtete GPU-Messung* S1 | S2 | 65 °C, (2 Kelvin) mit 1.930 MHz bei 2.130 U/min | 65 °C, (2 Kelvin) mit 1.920 MHz bei 2.170 U/min |
| M.2-SSD-Temperatur* S1 | S2 | 38 °C, (0 Kelvin) | 41 °C, (3 Kelvin) |
| Innenraum-Temperatur* S1 | S2 | 41 °C, (1 Kelvin) | 43 °C, (3 Kelvin) |
| Lautheit unter Spielelast** | Frontal: 1,4 Sone | 45-Grad-Winkel: 1,4 Sone (linke Seite mit System), 2,1 Sone (rechte Seite) |
| Dämmmessung*** | Frontal: 2,5 Sone | 45-Grad-Winkel: 2,5 Sone (linke Seite mit System), 3,0 Sone (rechte Seite) |

. Sehr schön präsentiert das Case. Vor allem so liebevoll mit den Hinweisen eine weiche Unterlage zu verwenden, sonst gibt´s unschöne Kratzer. NICE Richie!!
. Besser als keine Wahl zu haben mMn. Das man das Ding hinlegen kann ist auch ein feines Goody. Das die Füße dann schon nach 3x ausgelutscht sein sollen, von wegen aus Kunststoff und Materialermüdung ist wieder so ein Ding, dass ich nicht gewohnt bin von Listan. Da werden wohl bestimmt noch ein weiterer Satz Füße im Karton mitgeliefert werden. Be quiet! haben immer außergewöhnlich viel Ersatz beigelegt. Einen riesigen Stoffbeutel mit Schrauben und Verschleißteilen. Wenn nicht, kann man die Sachen auch problemlos nachordern. Für mich haben die Jungs sogar mal eine alte NT-Blende im Lager gesucht, da meine zerbrochen war und ich das NT verkaufen wollte. Sie haben mir das Teil umsonst geschickt. Hammerg**** Hersteller mit ewigem Kundensupport. Besser geht es nicht!
Ich finde zudem 230 € überhaupt nicht zu viel und glaube mein Dark Base Pro damals war nur unwesentlich preiswerter und das ist 8 Jahre her. Be quiet! stehen eigentlich für eine sehr hohe (Verarbeitungs-) Qualität, daher kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum der Deckel und die Bedienleiste aus Kunststoff sind. Irgendwo müssen sie wohl sparen um das Preisniveau nicht ausufern zu lassen. Blinke-blinke kann man ausstellen. Ich habe gerade so eine Phase bei der alles bis auf die WASD-Tasten aus ist. Tut mal gut! Man hat ja die Wahl, Lampe an oder Lampe aus
Wertet so einen Test spürbar auf!
Ich wollte nach dem DarkBase700 nie wieder ein BeQuiet Gehäuse..
Aber da ich ein RGB Fan bin, find ich die LED Stripes am Gehäuse ausenrum ,echt mal Genial
Wollte zwar kein Gehäuse wechseln, aber das ist erstmal meine Erste Wahl, falls ich von meinem D5000 Abschied nehme.