Thermaltake auf der CES 2018: Das Level 20 zum 20. Firmenjubiläum, neue Temperglas-Gehäuse und tolle Mods
Thermaltake zeigte auf der CES 2018 in Las Vegas einmal mehr ausgefallene Gehäuse für all jene, die mit einer staubfreien Wohnung gesegnet sind - und die zum Aufstellen des fertigen PCs genug Muskelkraft besitzen. Ebenfalls mit von der Partie: drei spektakuläre, teils preisgekrönte Mods auf Thermaltake-Basis.
Level 20: Traum aus Temperglas und Aluminium
Thermaltakes neues Spitzengehäuse namens Level 20, das in der zweiten Jahreshälfte erscheinen soll, ist ein mächtiges Gebilde: Gleich drei Untergehäuse aus Aluminium kombinierten die Designer zu einem großen Ganzen, um den 20. Geburtstag der Zubehörfirma zu feiern. Natürlich sind die drei Bereiche des Case, das auf dem Level 10 zum zehnjährigen Firmenjubiläum beruht, miteinander verbunden, damit Kabel und Wasserleitungen die gewünschten Positionen erreichen.
Dankenswerterweise ist das Level 20 ein mit Temperglastüren verschlossenes Case. Das mag zwar nicht so cool wie die halboffenen Core- und View-Serien wirken, dafür ist der Geräuschpegel geringer, der Luftstrom entlang der PC-Komponenten besser und - insbesondere für Schrauber, die nicht in Chip-Reinräumen wohnen - das Staubaufkommen im Computer deutlich geringer. Dank der drei Einzelbereiche wirkt das Level 20 trotz seiner immensen Größe erstaunlich kompakt. Dennoch passen 20 Zentimeter hohe CPU-Lüfter, 30 Zentimeter lange Grafikkarten und bis zu 22 Zentimeter lange Netzteile ins Gehäuse.
Wieder gesehen, neu gesehen
Das Core P3 TG Curve ist ein alter Bekannter: Wir sahen es schon auf der letzten CES. Allerdings hat es laut Tim Hung von Thermaltake noch etwas gedauert, das gekrümmte Temperglas fit für die Massenproduktion zu machen. Dafür dürfen sich jetzt auch Besitzer eines Core P3 per Upgrade-Kit die L-förmige Glasplatte vor das Gehäuse schrauben.
Premiere feierte hingegen das View 91 TG. Wie das Level 20 besitzt auch dieses Gehäuse fünf Millimeter dicke Temperglastüren. Für die Beleuchtung, ahem, die Belüftung sorgen vier 140-Millimeter-RGB-Lüfter, bis zu sechs 120-Millimeter-Lüfter finden auf der Ober- und Rückseite des Gehäuses Platz. Wir zählten bei dem ausgestellten Modell gleich zwölf der Blasebälge - und eine Pacific-Wasserkühlung. Bis zu zwölf Laufwerke finden außerdem im View 91 TG Platz, das in einer schwarzen und in einer weißen Fassung erscheinen soll.
Neue Lüfter mit noch mehr LEDs
Anhand eines bereits erhältlichen View 71 TG demonstrierte Thermaltake nicht nur den Prototypen eines neuen, noch größeren Frontlüfters, sondern zeigte auch, wie die hauseigene Software RGB Control jetzt auch mit Mainboards von Asus, Gigabyte und MSI zusammenarbeitet. So lassen sich ohne größeren Aufwand Farbprofile erstellen und laden. Bei Mainboards ohne eigenen "Farb-Controller" kommt der TT Sync Controller zum Einsatz.
Außerdem am Start: die Lüfter Pure Plus 12 und Riing Plus 20, die jetzt noch mehr LEDs bieten - nicht um die Nabe des Lüfters angeordnet, sondern um den Außenring, wo deutlich mehr Platz dafür ist. Das Ergebnis: eine noch gleichmäßigere Ausleuchtung der Lüfterblätter.
Quelle: PC Games Hardware
Pure Plus 12 Radiator Fan
Mod-Spektakel: Superman, V8-Motor und DJ-Station
Drei großartige Mods ließen das Tuner-Herz höher schlagen. Marc Mollellas Mod of Steel basiert auf dem View 71 TG und demonstriert seine Liebe zu Superman. Stuart Tonks setzte für seine Mod auf das Core P90: Würde man den Computer auf den Rücken legen, sähe er wie ein V8-Motor eines Muscle Cars aus.
Die neongrüne Overwatch-Mod von Mike Peteryns übertrifft beide: Zwar funktionert die angeschlossene Laserpistole nicht, doch die DJ-Station auf der Case-Oberseite ist betriebsbereit. "Mike hat hier gestern sein iPhone angeschlossen und aufgelegt", berichtet Tim Hung. Kein Wunder, dass Peteryns Mod auf der letzten LDLC Modding Trophy mit einem Preis bedacht wurde.
Bei gutem Design gilt: Form follows function ...