Geschmolzene Stecker: Auch die RTX 5090D ist nicht sicher - zwei Berichte aus China

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Geschmolzene Stecker: Auch die RTX 5090D ist nicht sicher - zwei Berichte aus China
Quelle: Baidu (@cwbw)

In China berichten zwei Nutzer von geschmolzenen Stromsteckern bei Nvidia Geforce RTX 5090D. Wie zu erwarten war, ist also auch das dort exklusiv dort angebotene Modell von dem Problem betroffen.

Nach mehreren Berichten über geschmolzene 16-Pin-Stromstecker vom Typ 12VPHWR reagierte Nvidia schon vor zwei Jahren mit einer aktualisierten Bauform. Der damals neu angekündigte Anschluss namens 12V-2×6 sollte die bestehenden Probleme beheben und endlich ausfallsicher sein. Die Berichte über schmelzende Stecker und Buchsen brachen dadurch aber keineswegs ab. Insbesondere mit dem Launch von Nvidias RTX-5000-Grafikkarten gab es eine neue Schwemme an Nutzer-Meldungen, bei denen der 12V-2×6-Anschluss in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Auch RTX 5090D betroffen

Zwei vom X-Account Uniko's Hardware zusammengetragene Berichte auf der chinesischen Plattform Baidu zeigen nun, dass auch das China-Sondermodell Geforce RTX 5090D von dem Problem nicht befreit ist. Dort berichten zwei Nutzer unabhängig voneinander von dem üblichen Schadensbild: Der 12V-2×6-Anschluss überhitzte und wurde dadurch beschädigt.

Auf Baidu berichten zwei Nutzer über geschmolzene 16-Pin-Stromstecker bei der Geforce RTX 5090D. Quelle: X (@unikoshardware) Auf Baidu berichten zwei Nutzer über geschmolzene 16-Pin-Stromstecker bei der Geforce RTX 5090D. Bei einem Nutzer mit Gigabyte-Grafikkarte und Segotep-Netzteil verkohlte die Überhitzung die Beschichtung einiger Stromleitungen. Quelle: Baidu (@刺艾吉奥) Bei einem Nutzer mit Gigabyte-Grafikkarte und Segotep-Netzteil verkohlte die Überhitzung die Beschichtung einiger Stromleitungen. Betroffen war einmal eine Gigabyte GeForce RTX 5090D Aorus Master Ice, bei der das Problem nach zwei Monaten auftrat. Im zweiten Bericht kam hingegen eine Geforce RTX 5090D von Gainward zum Einsatz. Das Schadensbild dieser Grafikkarte ist im Aufmacher abgebildet - es ist deutlich sichtbar, dass die Kunststoffummantelung eines Pins angeschmolzen ist.

Ebenso spannend: Doppel-D: Neue RTX 5090DD für China soll kommen

Beide Nutzer verwendeten dabei die mit ihren Netzteilen mitgelieferten Kabel. Die Gigabyte-Grafikkarte wurde mit einem Netzteil des in China aktiven Unternehmens Segotep betrieben, bei dem sich derartige Berichte aber offenbar häufen. Hier könnte also tatsächlich das Kabel schuld sein. Die Gainward-Grafikkarte wurde hingegen mit einem Asus-Netzteil betrieben, bei dem ein minderwertiges Kabel überraschen würde. Zumindest hier liegt die Ursache also vermutlich in der üblichen Mischung aus fehlenden Schutzschaltungen auf dem PCB der RTX-5000-Grafikkarten und einem auf Kante genähten Stecker-Standard.

Wird der 12V-2×6-Anschluss in dieser Form erhalten bleiben? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: via Tom's Hardware

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    • Kommentare (71)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von h_tobi
        Vor allem gibt es bessere Stecker für so hohe Lasten

        XT60

        Warum nicht so einen nehmen, passenden Anschluss am Netzteil und gut ist. Dazu eine vernünftige 2 adrige
        Leitung, gerne flexibel mit Silikonmantel und wenn´s NV nicht reicht, dann eben 2 davon
        Das haben ja andere erfunden, das geht ja mal garnicht
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von h_tobi
        Vor allem gibt es bessere Stecker für so hohe Lasten

        XT60

        Warum nicht so einen nehmen, passenden Anschluss am Netzteil und gut ist. Dazu eine vernünftige 2 adrige
        Leitung, gerne flexibel mit Silikonmantel und wenn´s NV nicht reicht, dann eben 2 davon
        Das haben ja andere erfunden, das geht ja mal garnicht
      • Von Diphtherie PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von theGucky
        Das Problem hat nichts mit der Kabeldicke zu tun, denn die ist bei den meisten hochwertigeren Netzteilen schon eine Nummer dicker als es die Spezifikation vorgibt.
        Das Problem sind die Kontakte beim Stecker selbst, bzw der Übergang. Der wird nach mehreren Minuten ZU heiß, wenn zu viel Ampere über ein Kontakt durchfießt. Und zu viel heißt hier >12A, vorgesehen ohne Toleranz sind nur 9,5A.
        Ein oftmals angepreister XT60 Stecker hätte bei einer GPU genau dasselbe Problem, wenn nur einer verbaut ist.

        Hier liegt doch der Hund beim 12VHPWR begraben. Genau diese Lastverteilung macht eine GPU aktuell nicht.
        Wenn die GPU einfach die Last auf alle 6 Leitungen gleichmäßig verteilen würden, gäbe es gar kein Problem.
        Das ist etwa so als würde man 4x8-Pin anschließen und die GPU zieht alle 600W nur aus einem 8-Pin.

        Die 3090Ti, die erste Karte mit einem 12VHPWR, hat 450W gezogen und auf der Karte die Last in 3x150W aufgesplittet.
        Dabei wurden die Leitungen in je 2x12V aufgeteilt.
        Wenn die Karte theoretisch 150W über eine 12V Leitung gezogen hätte, wäre es maximal 12,5A gewesen. Das hätte der Stecker noch ausgehalten.
        Mit 600W, also 3x200W wären das schon fast 16A bei einer gekappten Leitung und wäre vermutlich sehr grenzwertig.
        Aber die 4090 und 5090 zogen bewiesenermaßen >20A über eine Leitung...
        Genau das. Weder Stecker noch Leitung sind hier das Problem.

        Das PCB bzw. deren Komponenten/Aufbau sorgen im einzelfall für die Probleme. Der Stecker ist mur die sichtbare Stelle.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Zitat von h_tobi
        Dann nehme ich ein 14AWG Kabel
        Das Problem hat nichts mit der Kabeldicke zu tun, denn die ist bei den meisten hochwertigeren Netzteilen schon eine Nummer dicker als es die Spezifikation vorgibt.
        Das Problem sind die Kontakte beim Stecker selbst, bzw der Übergang. Der wird nach mehreren Minuten ZU heiß, wenn zu viel Ampere über ein Kontakt durchfießt. Und zu viel heißt hier >12A, vorgesehen ohne Toleranz sind nur 9,5A.
        Ein oftmals angepreister XT60 Stecker hätte bei einer GPU genau dasselbe Problem, wenn nur einer verbaut ist.

        Zitat von h_tobi
        verteile die Last auf Diese.
        Hier liegt doch der Hund beim 12VHPWR begraben. Genau diese Lastverteilung macht eine GPU aktuell nicht.
        Wenn die GPU einfach die Last auf alle 6 Leitungen gleichmäßig verteilen würden, gäbe es gar kein Problem.
        Das ist etwa so als würde man 4x8-Pin anschließen und die GPU zieht alle 600W nur aus einem 8-Pin.

        Die 3090Ti, die erste Karte mit einem 12VHPWR, hat 450W gezogen und auf der Karte die Last in 3x150W aufgesplittet.
        Dabei wurden die Leitungen in je 2x12V aufgeteilt.
        Wenn die Karte theoretisch 150W über eine 12V Leitung gezogen hätte, wäre es maximal 12,5A gewesen. Das hätte der Stecker noch ausgehalten.
        Mit 600W, also 3x200W wären das schon fast 16A bei einer gekappten Leitung und wäre vermutlich sehr grenzwertig.
        Aber die 4090 und 5090 zogen bewiesenermaßen >20A über eine Leitung...
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Zitat von theGucky
        Bei dem verlinkten steht: 60A Dauerlast und 100A kurzfristig.
        Bei anderen im Internet steht nur 30A Dauerlast und 60A kurzfristig.
        Der 12VHPWR ist für 57A Dauerlast laut Spec ausgelegt.

        Zudem wird ein 12AWG Kabel genutzt, das ist 3 mal dicker als ein 16AWG Kabel, welche für den 12VHPWR genutzt werden. Das Verlegen im PC könnte schwieriger werden.

        Außerdem heizen sich die XT60 schnell auf. Die Specs sagen öfters das hier: Hochbelastbar 60A (5min / 70°C) bis 80A (90sek / 80°C).
        Eine GPU wird allerdings nicht 90sek oder 5min betrieben, sondern Stunden.
        Und die GPU heizt den Stecker mit auf, da sind >100°C locker drin.
        Das alles was du dort beschreibst ist weitestgehend richtig, bis auf die Tatsache das man Hier erstmal von einer Leitung ausgeht und nicht mehreren wie bei einer Parallelschaltung von 12vhpwr oder 12v2x6 Anschlüssen.

        1. Hinweis auf Kontaktdruck und Flächenreserve beim XT60

        Zitat

        "Der XT60 hat, verglichen mit Micro-Fit- oder Mini-Fit-Kontakten, nicht nur einen deutlich größeren Leiterquerschnitt, sondern auch mehr Kontaktfläche pro Pin – und das bedeutet bei vergleichbarem Strom eine geringere Stromdichte und somit weniger punktuelle Erwärmung an Übergängen.

        Das ist genau jener Schwachpunkt, an dem sich der 12VHPWR im Feld regelmäßig disqualifiziert."
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        2. Betonung liegt auf Dauerbetriebsfähigkeit bei sicherheitsrelevanten Anwendungen!

        Zitat

        "Nicht umsonst werden XT60/XT90-Stecksysteme in sicherheitskritischen Bereichen wie Drohnen, Modellbau mit HV-Packs, E-Mobilität oder eben Photovoltaik eingesetzt. Dort wird im Regelfall nicht in kurzen Bursts, sondern im Dauerbetrieb mit Lasten von 40–70 A gearbeitet – bei Umgebungstemperaturen, die oft weniger klimatisiert sind als in einem PC-Gehäuse."
        Denn eine überlast ist dort erst gegeben bei >60A, der 12vhpwr und 12v2x6 arbeiten dort schon jeweils nahe der absoluten Grenze der microfit Pins und der Querschnitte und lassen demzufolge auch keine Spielräume mehr für Fehler.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        3. Klarstellung, es geht um konstruktive Redundanz, nicht um Plug-and-Play-Vergleiche

        Zitat

        "Niemand schlägt XT60 als universell kompatiblen Desktopstecker vor – das ist auch gar nicht praktikabel im Mainstream.
        Der Punkt ist vielmehr: Wenn man in anderen Branchen bewährte Lösungen findet, die bei höherer Strombelastung stabil und redundant arbeiten, dann darf man doch fragen, warum ein Desktop-Stecker, der bis zu 600 W über sechs Micro-Fit-Pins verteilt, nicht mindestens die gleiche thermische Reserve mitbringt."
        Und als Fußnote muss man dazu sagen, war dass Eine genannte mögliche Alternative, welche sich in der Industrie bietet "von vielen". Womit er schätze ich weniger sagen wollte >nehmt diesen< als eher, >schaut was es alles gibt, warum designt ihr so einen neuen Stecker so nah am Limit?<
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        4. Mein Schlussfazit zur grundsätzlichen Richtung der Entwicklung

        Zitat

        "Die Diskussion um Steckverbinder steht sinnbildlich für ein viel größeres Problem:
        Man hat eine Plattform geschaffen, deren Strombedarf in Bereiche vorstößt, für die eigentlich andere Klassen von Stromversorgung nötig wären.
        Wenn das Design dann [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] wird, [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] mehr vorhanden – [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]."
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        Dann nehme ich ein 14AWG Kabel, bei 2,08mm² Querschnitt sollte genug Strom fliessen können.

        Wenn die Last > Temperatur zu hoch ist, nehme ich eben 2 Stecker und verteile die Last auf Diese.

        Dann habe ich 4x2,08mm² Kabel die ich gut verlegen kann, immer noch besser als 12x1,3mm² + 4 Senskabel.

        Außerdem war das nur ein Beispiel, es gibt bestimmt genug andere Möglichkeiten, die wir nur nicht kennen,
        bei GPUs ab 1000€ sollte das Sparen an den wichtigen Stellen (Stecker/Kabel/Überwachung) einfach nicht sein!
      Direkt zum Diskussionsende
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