Verbogene Grafikkarte: Modder reparieren defekte RTX 4090 durch VRAM-Teildeaktivierung
Brasilianische Grafikkarten-Modder haben einen interessanten Weg beschritten, um eine vormals defekte Geforce RTX 4090 wieder lauffähig zu machen.
Beschädigte Grafikkarten lassen sich bekanntlich manchmal noch reparieren und der brasilianische Youtube-Kanal "Paul Gomes" ist dahingehend für ungewöhnliche Herangehensweisen und ähnliche Modding-Projekte bekannt. In einem aktuellen Video steht wieder ein interessanter Reparaturversuch im Fokus, und zwar von einer defekten Geforce RTX 4090 als Custom-Design von MSI, die einen Schaden an der Platine aufweist, der auf Verbiegen oder Gegenstoßen zurückzuführen sein soll.
Um die Karte wieder funktionsfähig zu machen, verwendeten die Bastler ein modifiziertes BIOS, das einen Speicherkanal deaktiviert, wie Videocardz berichtet. Herausgekommen ist dabei eine wieder funktionierende RTX 4090 mit 20 GiB VRAM, statt der ursprünglichen 24 GiB. Wie der Bericht ausführt, erleiden Grafikkarten, die verbogen werden, oft strukturelle Schäden, die Speichermodule abtrennen oder Leiterbahnen auf der Platine durchtrennen.
Dementsprechend bot diese Modifikation eine schnelle Möglichkeit, die Funktion der Grafikkarte wiederherzustellen, die sonst nicht oder bestenfalls sehr schwer zu reparieren gewesen wäre. Erwähnt wird auch, dass das inoffizielle 20-GiB-BIOS erst kürzlich erschienen ist und sich auch bereits an anderer Stelle als nützlich für GPU-Reparaturen erwiesen habe. Zudem wird angemahnt, teure Grafikkarten besonders vorsichtig zu behandeln, insbesondere Modelle, die mehr als 2 Kilogramm wiegen, wofür sich zur sicheren Installation auch Grafikkartenhalter empfehlen, wie es sie beispielsweise bei Amazon gibt.
RTX 4090 auch mit 48-GiB-BIOS getestet
Im zweiten Teil des Videos besprechen die Modder außerdem einen weiteren durchgeführten BIOS-Test, der dazu führt, dass eine RTX 4090 mit 48 GiB Speicher ausgelesen wird. Da Nvidia die Geforce RTX 4090 offiziell nur mit 24 GiB GDDR6X spezifiziert hat, handelt es sich hierbei ebenfalls um eine inoffizielle Modifikation. Das Reparaturteam sagt dazu, das 48-GiB-BIOS sei für kundenspezifische Dual-Rank-Leiterplatten gedacht, während ihre Testplatine noch das normale Single-Rank-Layout mit 24 GiB hatte.
Dennoch soll sich die GPU mit diesem BIOS initialisiert und ein Bild ausgegeben haben, während die Software zum Auslesen 48 GiB anzeigte. Jedoch bedeutet das in dem Fall nicht, dass auf der Karte tatsächlich 48 GiB verfügbar sind. Demnach überprüft die GPU die Gesamtkapazität während der frühen Initialisierung nicht vollständig, und Workloads, die über die physischen 24 GiB auf der Karte hinausgehen, würden wahrscheinlich zu Instabilität oder einem Absturz führen, heißt es. Es gab aber in der Vergangenheit aus Russland und China schon 48-GiB-Mods mit entsprechender Speicherbestückung zu sehen.
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Ansonsten genial wenn das noch geht ( leise geflüstert )