Geforce RTX 4090 "Super": Modder basteln sich 39 Prozent Mehrleistung
Die Hardware-Bastler von Teclab haben basierend auf einer Geforce RTX 4090 und mithilfe einer 4080 Super sowie 3090 Ti eine neue Monster-Grafikkarte erschaffen.
Der brasilianische YouTube-Kanal Teclab ist unter anderem bereits zu Zeiten der GTX 980 sowie der RTX 2080 mit außergewöhnlichen Grafikkarten-Mods zum Ausreizen der Leistungsgrenzen aufgefallen und auch das neueste Projekt namens "RTX 4090 Super" steht dem in nichts nach. Der Name wirkt natürlich etwas irreführend, da Nvidia trotz anderslautender Gerüchte bekanntlich nie eine solche Grafikkarte auf den Markt gebracht hat.
Doch das neueste modifizierte Modell von Teclab ist tatsächlich so weit verändert, dass es kaum noch etwas mit der ursprünglichen RTX 4090 zu tun hat und den Namen daher durchaus verdienen könnte, wie Videocardz hierzu berichtet. Das wichtigste Upgrade ist dabei der Speicher, der von der RTX 4080 Super übernommen wurde und damit von dem derzeit einzigen Modell, das mit einer Geschwindigkeit von 23 Gigatransfers pro Sekunde (GT/s) ausgeliefert wird und grundlegend sogar auf 24 GT/s ausgelegt ist. Übertaktet wurde dann auf stolze 26 GT/s. Eine standardmäßige RTX 4090 kommt derweil "nur" mit 21 GT/s GDDR6X-Speicher.
GPU der RTX 4090 auf RTX 3090 Ti
Darüber hinaus hat das Team die Platine der RTX 3090 Ti GALAX HOF (Hall of Fame) verwendet, das dem Bericht nach für seine leistungsstarke GPU-Sektion mit einem 28-Phasen-VRM-Design und zwei 16-Pin-Stromanschlüssen sowie seine Übertaktungsmöglichkeiten bekannt ist.
Dabei galt die RTX 3090 Ti aufgrund ihrer GPU-Kompatibilität und als erste Karte mit 12VHWPR-Anschlüssen laut Videocardz auch schon früher als "Testfahrzeug" für die RTX 4090 und die hier gezeigte Möglichkeit, die GPU zu tauschen, soll das nun auch beweisen. Das einzige fehlende Feature ist demnach NVLINK, das bei der RTX 4090 nicht vorhanden ist und auch wenn die Super-Mod von Teclab technisch gesehen jetzt die erste 4090 mit einem solchen Anschluss ist, funktioniert er nicht.
Letztendlich erreichte die Karte dank der Modifikationen 17.454 Punkte im Superposition-Benchmark, was eine 39 Prozent höhere Punktzahl als im Auslieferungszustand darstellt. Diese Punktzahl basiert neben der Übertaktung von GPU und Speicher auch auf LOD-Anpassungen (Level of Detail). Das interessanteste Detail ist jedoch laut Videocardz die Übertaktung des Speichers (von 21 auf 26 GT/s), die demnach schon allein eine 13 Prozent höhere Leistung ermöglicht. Das zeige deutlich, wie die Speichererweiterung zu einer höheren Leistung beitragen kann, insbesondere bei speicherabhängigen Benchmarks wie dem 8K Superposition.
Ausblick auf Geforce RTX 5000
Derzeit wird erwartet, dass die zum Jahreswechsel erwartete RTX-5000-Serie standardmäßig mit 28-GT/s-Speicher ausgestattet sein und am hiesigen Beispiel gesehen die Leistung wahrscheinlich allein schon erheblich steigern wird. Die Modifikation nebst Übertaktung von Teclab hat die maximale Bandbreite bereits von 1 TB/s auf über 1,2 TB/s gesteigert. Die kommende RTX 5090, die Gerüchten zufolge über einen 512-Bit-Speicherbus verfügt, könnte indes eine Bandbreite von 1,8 TB/s bieten.
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Oder haben die andere Karten auch mit dem Mod getestet, sonst gibt es ja keinen Vergleich.
Gut am Ende ging es ja sowieso nur darum zu sehen, was man aus dem 4090 Chip ausquetschen kann, wenn man mehr Durchsatz hat.
Wenn man als Modder für ein Spiel neue Objekte hinzufügt (z.B. ein neues Haus oder man ersetzt die Bäume mit schöneren, detaillierteren Modellen) und will, dass diese Objekte sich auch aus der Distanz in die Spielwelt einfügen, muss man dafür auch "LODs" erstellen, also vereinfachte Hintergrund-Versionen des Hauses bzw. der Bäume.
Man kann LODs anpassen, indem man etwa deren Auflösung ändert und festlegt, wie viele Objekte auch im Hintergrund als LOD bis zu welcher Entfernung vom Spieler zu sehen sind. Hoch detaillierte Hintergründe benötigen viel Grafikleistung, können aber auch eine sonst eher karg wirkende Welt wie etwa von Skyrim wunderschön aussehen lassen.
Aber nochmal kurz Butter bei de Fische! Auszug aus dem Artikel:
Letztendlich erreichte die Karte dank der Modifikationen 17.454 Punkte im Superposition-Benchmark, was eine 39 Prozent höhere Punktzahl als im Auslieferungszustand darstellt. Diese Punktzahl basiert neben der Übertaktung von GPU und Speicher auch auf LOD-Anpassungen (Level of Detail).
Gut am Ende ging es ja sowieso nur darum zu sehen, was man aus dem 4090 Chip ausquetschen kann, wenn man mehr Durchsatz hat.