Verschmorte 12VHPWR-Stecker: PCI-SIG fordert Hersteller auf, ihre Produkte besser zu testen
Die Peripheral Component Interconnect Special Interest Group (PCI-SIG) hat eine Erklärung an alle seine Mitglieder, die mit der Herstellung und dem Vertrieb des 12VHPWR-Kabels zu tun haben, gesendet und sie daran erinnert, dass sie Tests durchführen müssen, um die Sicherheit der Endbenutzer mit dem 12VHPWR-Kabel sicherzustellen.
Für Nvidias neue RTX-40er-GPU-Serie kommt der 12VHPWR-Stecker mit 16 Pins zum Einsatz, um bis zu 600 W an Leistung für die Next-Gen-Grafikkarten zu liefern. Nach dem Release der Geforce RTX 4090 häuften sich zu Beginn auf Reddit die Meldungen über Rauchentwicklungen an der Grafikkarte und daraus resultierten verschmorten 12VHPWR-Adaptern. Nachdem Nvidia vermeldet hatte, sich das Problem anzuschauen, schaltete sich nun auch die PCI-SIG ein, die Peripheral Component Interconnect Special Interest Group.
Hersteller testen laut PCI-SIG wohl nicht sorgfältig genug
In einer aktuellen Erklärung, die die Interessengruppe interessanterweise auch an die Presse weiterleitete, verteilte die PCI-SIG einen leichten Seitenhieb in Richtung ihrer Mitglieder und zog sich dabei selbst aus der Affäre. In der Mitteilung an die Presse erklärte die Gruppe, dass ein Hersteller PCI-SIG-spezifische Sicherheitsprobleme bei der Verwendung mit dem 12VHPWR-Adapter gemeldet habe.
Außerdem wurde sie über einen Rechtsstreit zwischen einem Käufer der Geforce RTX 4090 und Nvidia als Angeklagten aufmerksam gemacht, "Genova vs Nvidia Corporation". Darin beklagt der Käufer, dass Nvidia "die RTX 4090 mit einem defekten und gefährlichen Netzkabelstecker und einer Buchse vermarktet und verkauft hat, die die Karten der Verbraucher funktionsunfähig gemacht hat und eine ernsthafte Brand- sowie elektrische Gefahr für jeden einzelnen Käufer darstellt."
Als Reaktion darauf "ermahnte" die PCI-SIG seine Mitglieder und bat sie darum, ihre Technologien, inklusive derer mit 12VHPWR-Verbindung, besser zu testen:
"PCI-SIG möchte alle Mitglieder, die PCI-SIG-Technologien (einschließlich 12VHPWR-Verbindungen) herstellen, vermarkten oder verkaufen, auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, alle angemessenen und umsichtigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Endbenutzer zu gewährleisten, einschließlich Tests für die gemeldeten Problemfälle, an denen Verbraucher beteiligt sind, wie in der oben genannten Klage behauptet."
Passend dazu: Verschmorte 12VHPWR-Stecker: Auch Gamers Nexus sieht das Hauptproblem beim Anwender
Des Weiteren seien die Mitglieder bei der Implementierung einer PCI-SIG-Spezifikation für das Design, die Herstellung und Prüfung, einschließlich der Sicherheitsprüfung, ihrer Produkte selbst verantwortlich. Schon im November bestätigte Nvidia weltweit etwa 50 Fälle von verschmorten 12VHPWR-Steckern und wies, wie auch andere Experten, darauf hin, dass der Stecker korrekt in die Grafikkarte eingesteckt gehört, da es sonst infolge der hohen Temperaturen zu Brand- und Rauchentwicklung kommen könne. AMD setzt bei RDNA 3 hingegen weiterhin auf den 2-x-8-Pin-Stromstecker für die Radeon-RX-7000er-GPUs und war sich dabei nicht zu schade, seinen Konkurrenten Nvidia ein wenig zu ärgern.
Quelle: PCI-SIG via PC Gamer




Läuft idR. fast immer über Kulanz. Weil die Meisten gar nicht genug Pixelfehler
haben um (gesetzliche) Bestimmungen zu erreichen. > "Pixelfehlerklasse II"
Was glaubst du ist wohl wichtiger für Nvidia "wogen glätten" und positive/neutrale PR oder die paar
GPU's die quasi vorher schon statistisch abgeschrieben sind? Ich glaube die Frage stellt sich da garnicht erst
bei diesen "Peanuts"...
Zu deiner EVGA Bemerkung sag ich mal gar nichts und verweise nur auf die Videos von GN zum Thema.
Unter anderem deren RTX 4090 Prototyp, der "upsala" einen 12VHPWR Connector hat. Shocking...
Aber bei den Anleitungen und Sicherheitshinweisen muss ich dir in Teilen widersprechen. Mainboards kamen immer mit einer ausführlichen Anleitung und selbst meine CPU hat eine Anleitung inkl. Sicherheitshinweise, wie bspw. sich statisch zu entladen.
RAM hast du recht, bei der GPU habe ich nichts gesehen, kann aber sein, dass die irgendwann im Müll gelandet sind.
Natürlich machen das Firmen aus Kulanz. Hat meine alte Firma auch immer wieder gemacht auch wenn Garantiebestimmungen nicht erfüllt wurden.
Annahmen und Meinungen. Und die gibt es in Hülle und Fülle. Ist nun mal so.
Also ne reine Anleitung bei CPU's(OVP, Boxed) und MB's ja ok.
Ist ja auch das Einstellungstechnisch komplexeste Bauteil.
Aber Sicherheitshinweise mit dutzenden Warnschildchen?
Musste ich erst bei meinem neuen Kühlschrank wieder feststellen...
Aber GPU's? Abgesehen von mini Heftchen hab ich glaube ich ne "richtige" Anleitung
das letzte mal bei ner Geforce 3 gesehen...
Hab eben sogar bei der Anleitung eines Netzteils reingesehen. Minimale Hinweise in Textform ohne spezielle Hervorhebungen die kaum der Rede wert sind und vermutlich nicht Pflicht sind.
"Endkunden" hin oder her, eine Grafikkarte ist kein wie im Volksmund gern bezeichnetes "Endkundengerät".
Sondern eine "Elektrische Baugruppe".
Hier gelten offensichtlich* vollkommen andere Richtlinien.
Das sollte Jedem auffallen, der jemals ein Elektrisches Gerät wie Staubsauger, TV, Laptop, Kopfhörer,
Bohrmaschine, Kühlschrank oder ähnliches gekauft hat.
Wie ich darauf komme? Ganz einfach. In einem über regulierten und bürokratieversessenen Deutschland bzw. Europa, was findet man da bei einem "Endkundengerät"?
Eine Anleitung. Mit Seitenweise Sicherheitshinweisen und Erklärungen zur Bedienung.
So. Was findet man bei GPU's, RAM, CPU's, Mainboards ect. nicht?
Genau! Tonnenweise Sicherheitshinweise! In vielen Fällen nicht mal eine Anleitung.
Warum mag das wohl so sein?
Veieeeeeelleicht weil sich solche Komponenten nicht an "Endkunden" richten?
Und das daher auch nicht als Notwendig erachtet wird?
Da man hier für diese "Nicht-Endkundengeräte" schon vom Gesetzgeber her Fachwissen voraussetzt?
Hmm...
Bis vor ein "paar Jahren", konnte man seinen Komplettcomputer nicht einmal selber aufrüsten ohne die
Garantie zu verlieren... Das kennt nur anscheinend niemand mehr...
*(die ich zugegebenermaßen auch gerne wüsste, ich habe aber leider keine finden können,
da muss man vermutlich ewig Gesetzestexte Studieren...)
Aber bei den Anleitungen und Sicherheitshinweisen muss ich dir in Teilen widersprechen. Mainboards kamen immer mit einer ausführlichen Anleitung und selbst meine CPU hat eine Anleitung inkl. Sicherheitshinweise, wie bspw. sich statisch zu entladen.
RAM hast du recht, bei der GPU habe ich nichts gesehen, kann aber sein, dass die irgendwann im Müll gelandet sind.
Von diesen 50% sind eventuell wieder nur 50% auch schon zum Händler und von dort aus weiter zum Endkunden gewandert. Von all den Karten in Fertig -PCs ganz zu schweigen. Am Ende sind es noch 2.500 Karten die als Einzelteil vom Endkunden verbaut wurden und von diesem 12.500 hat vielleicht 1% einen Reddit Account. Wenn dann von den 125 Usern dort mit 4090 ganze 50 mit diesem Problem unterwegs sind, dann ist die Häufigkeit doch eine ganz andere als der Senf den owned und Co. manchmal hier vortragen. selbst wenn wir sagen dass doppelt so hohe zahlen beim Endkunden gelandet sind, dann sind das 50 Fälle bei 250 Nutzern. Das sind 20% und nicht 0,001.
Dem wird nicht so sein. Ich selbst habe inzwischen 6 verschiedene 4090 in meinem Kreis verbaut. Davon hat keine das Problem. Aber! Absolut keine davon hat gut eingerastet. Die Referenzkarte war da noch am besten.
Dennoch, so klein ist die Fehleranfälligkeit nicht.
Dann hast du von Produktentwicklung schlicht keinen Schimmer. Auch Nutzerfehler finden immer Berücksichtigung alleine schon um unnötige Diskussionen, negative PR und Kosten im RMA Bereich niedrig zu halten. Natürlich wird Nvidia das anstreben, wenn etwas über eine Revision behebbar ist. Die Umsetzung liegt bei der PCI-Sig...
Nö muss ich auch nicht, schließlich kam [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] mit dem Argument es sei der 12VHPWR genauso gut/schlecht wie der klassische Stecker. Da warte ich bis heute auf Zahlen.
Aber sicher haben sich tausende auf reddit und co über den miserablen 6+2 Pin Stecker aufgeregt der immer wieder durch dumme Nutzer geschmolzen ist. Bis auf wenigen Ausnahmen sehe ich da leider aber nichts. Bei der Zahl an GPUs die im Markt sind müssten die Foren etc. geflutet sein mit den Problemen.
?
Ob du es glaubst oder nicht wenn du vernünftig Produkte entwickelst werden diese getestet und dabei wird auch untersucht was für Fehlerquellen existieren können. Dazu zählt die "Inkompetenz" der Kunden. Und da der Produzent in dem Fall Nvidia das ganze pürfen sollte, kann dieser die Problemaitk feststellen und auch entscheiden bspw. komplett auf den Stecker zu verzichten oder eben die Revision zu fordern.
Wo schreibe ich von Fehlkonstruktion?
Du bist beim Endkunden der ohne Schulung dran darf. Dann hast du entsprechend unbedarfte am Produkt und solltest das beim Design mit berücksichtigen. Wir kriegen selbst im B2B Bereich dumme Nutzerfehler abgefangen...
Das NZXT Debakel war aber ein krasser Konstruktionsfehler, der in einen Brand münden konnte. Hier war ein Stecker sehr empfindlich auf Nutzerfehler, dass man da nicht so rantet ist normal.
Na klar können sie das. Da sowas wie nicht sauber Stecker einstecken ja gerne den OEMs passiert würde es mich nicht wundern wenn Nvidia alleine deshalb kein interesse an Problemen hat. Die werden sich nicht mit den Garantiebestimmungen einfach abwimmeln lassen.
"Endkunden" hin oder her, eine Grafikkarte ist kein wie im Volksmund gern bezeichnetes "Endkundengerät".
Sondern eine "Elektrische Baugruppe".
Hier gelten offensichtlich* vollkommen andere Richtlinien.
Das sollte Jedem auffallen, der jemals ein Elektrisches Gerät wie Staubsauger, TV, Laptop, Kopfhörer,
Bohrmaschine, Kühlschrank oder ähnliches gekauft hat.
Wie ich darauf komme? Ganz einfach. In einem über regulierten und bürokratieversessenen
Deutschland bzw. Europa, was findet man da bei einem "Endkundengerät"?
Eine Anleitung. Mit Seitenweise Sicherheitshinweisen und Erklärungen zur Bedienung.
So. Was findet man bei GPU's, RAM, CPU's, Mainboards ect. nicht?
Genau! Tonnenweise Sicherheitshinweise! In vielen Fällen nicht mal eine Anleitung.
Warum mag das wohl so sein?
Veieeeeeelleicht weil sich solche Komponenten nicht an "Endkunden" richten?
Und das daher auch nicht als notwendig erachtet wird?
Da man hier für diese "Nicht-Endkundengeräte" schon vom Gesetzgeber her Fachwissen voraussetzt?
Hmm...
(Simpelstes Analogbeispiel: Schuko-Steckdose - Gibts überall zu kaufen, keine Anleitung, nada.
Wenn du das Ding aber selbst einbaust und dein Haus abbrennt, kannst du den Versicherungsfritzen
schon einen Kilometer entfernt sich totlachen hören...)
Bis vor ein "paar Jahren", konnte man seinen Komplettcomputer nicht einmal selber aufrüsten ohne die
Garantie zu verlieren... Das kennt nur anscheinend niemand mehr...
Genauso wenig wie den auch von der PCGH früher gern verwendeten "Disclaimer":
"Alle Arbeiten auf eigene Gefahr..."
*(die ich zugegebenermaßen auch gerne wüsste, ich habe aber leider keine finden können,
da muss man vermutlich ewig Gesetzestexte Studieren...)
1. Nö
Doch würde man, wenn die Kunden "unvorsichtiger" sind als man dachte.
(Ich vermeide es hier mal von dümmer oder inkompetenter zu sprechen.)
Denn bei einem Designfehler greift definitiv die Garantie, Bei einem Nutzerfehler nicht.
Abgesehen davon implizierst du hier, dass Nvidia soetwas anstrebt, was nicht der Fall ist, sondern die PCI-SIG.
man das einordnen könnte? Wohl kaum...
Aber sicher haben sich tausende auf reddit und co über den miserablen 6+2 Pin Stecker aufgeregt der immer wieder durch dumme Nutzer geschmolzen ist. Bis auf wenigen Ausnahmen sehe ich da leider aber nichts. Bei der Zahl an GPUs die im Markt sind müssten die Foren etc. geflutet sein mit den Problemen.
also auf weil niemand darüber redet und alle der gleichen Meinung sind... Äh ok. Macht Sinn.
Ihre "Lehren" aus einem Stecker den sie nicht entwickelt haben,
sondern Molex(und Lizenznehmer) bzw. die PCI-SIG?
Was auch schon hier mehrmals erwähnt wurde und keine neue Info seien sollte.
Warum ist der Stecker also weltweit immer noch in Benutzung, wenn "er so eine Fehlkonstruktion ist"?
Sollte doch jemandem aufgefallen sein, möchte man meinen...
hantieren ist vermutlich einfach zu abwegig...
(Man kann quasi durch Steves sorgfältige Wortwahl seinen Wiederwillen spühren,
das so zugeben zu müssen, was echt amüsant ist...Steve geht bei sowas üblicherweise
recht direkt mit Herstellern ins Gericht... z.B. NZTX/H1 Riser Debakel.)
Und ich diesem bei meiner eigenen Erfahrung und derzeitigem Kenntnisstand nur zustimmen kann.
Dass die meisten Nutzer heutzutage schlich keine Sch*** Ahnung von Elektronik oder Computern
haben, ist ja nun keine Weltverändernde neue Erkenntnis.
Zudem wissen wir ja noch nicht einmal wer die 50 Personen sind die ihre GPU durch
fehlerhafte Nutzung "gebrandmarkt" haben. Kann gut sein, dass das alles 12 Jährige sind bei denen Pappa
zu viel Geld hat... Wer weiß...
verweisen. Alleine die mediale Präsenz der Geschichte hat dazu geführt.
Mal abgesehen davon, das das für Konzerne wie Nvidia und Co. ein NoBrainer ist.
Schließlich rechenet man da automatisch mit einer gewissen Anzahl an Ausfällen durch diverse Gründe.