Geforce RTX 4090: Chinesische Fabrik schlachtet 4.000 GPUs für KI-Beschleuniger aus [Bericht]
Dass die Geforce RTX 4090 in China zu Tausenden als KI-Beschleuniger missbraucht wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch wie sich mittlerweile herausgestellt hat, ist das Ausmaß noch weitaus größer als bisher angenommen.
Dass die Geforce RTX 4090 in China zu Tausenden umgebaut und anschließend als KI-Beschleuniger missbraucht wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch wie sich nun herausgestellt hat, ist das Ausmaß noch beträchtlich höher, denn dieser Wahnsinn hat offensichtlich Methode. Einem Bericht der Financial Times zufolge hat zuletzt eine einzige chinesische Fabrik rund 4.000 GPUs der aktuell mit Abstand schnellsten Gaming-Grafikkarte ausgeschlachtet, mit dem Ziel, daraus KI-Beschleuniger herzustellen. PCGH hatte schon im November 2023 darüber berichtet.
Laut den diversen Quellen der auf Wirtschaftsnachrichten spezialisierten britischen Tageszeitung gab ein Manager aus einer der chinesischen Fabriken zu Protokoll, dass er allein im Dezember 2023 für die Demontage von mehr als 4.000 Grafikprozessoren aus der Serie der GeForce-Grafikkarten verantwortlich war. Neben der bislang stets favorisierten Geforce RTX 4090 soll jetzt ein weiteres Modell in den Fokus dieser Geschäftspraktiken gerückt sein, was an den US-Sanktionen gegen China liegt.
Geforce RTX 4090 D soll das nächste Opfer sein
Da die US-Sanktionen auf Hochtechnologie im Oktober 2023 noch einmal deutlich verschärft wurden, um auch Gaming-GPUs wie die GeForce RTX 4090 zu erfassen, haben chinesische Fabriken laut dem Bericht der Financial Times bereits damit begonnen, riesige Chargen der neuen GeForce RTX 4090 D zu kaufen. Diese chinesischen "Fabs" bereiteten die Grafikkarten schon auf die "Ernte" vor, protokollierte einer der hierfür verantwortlichen Fabrik-Manager.
Stückzahlen steigen weiter exorbitant an
Ein besonders erschreckender Aspekt des Berichts der Financial Times ist die Annahme, dass die Aktivitäten in diesen GPU-Wiederverwertungsfabriken innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums um das Vierfache gestiegen ist. Der Quelle zufolge hat eine der chinesischen Fabrik im November 2023 rund 1.000 GeForce-Grafikkarten verarbeitet, während im Dezember bereits 4.000 GPUs demontiert wurden. Die "Abfallprodukte", oftmals PCBs ohne GPU, landen dann bei Spielern.
Die von der Financial Times zitierten Fabrik-Manager gaben an, dass die Hauptabnehmer der wiederverwendeten CPUs sowie der daraus hergestellten Beschleuniger öffentliche Unternehmen und kleine KI-Labore seien, welche vor den Sanktionen im Oktober 2023 nicht genügend kommerzielle KI-Beschleuniger auf Lager hatten und sich jetzt entsprechend mit diesen "Nachbauten" eindecken würden.
Quelle: Baidu
Der aktuelle KI-Hype und die enorme Nachfrage nach entsprechenden Beschleunigern kann für Spieler zu einer "Mining-Krise 2.0" werden, wie die Redaktion von PCGH bereits im November 2023 entsprechend beleuchtet hatte.
Ein weitere Beleg findet sich derweil im bekannten Forum von Chiphell, in dem berichtet wird, dass aktuell Tausende Kühllösungen, welche zuvor noch auf einem Custom-Design der Geforce RTX 4090 saßen, in China den Markt für gebrauchte Hardware überfluten. Zudem sollen Platinen, welche den Ansprüchen an einen Beschleuniger nicht genügt haben, ebenfalls zum Kauf angeboten werden.
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Quelle: Financial Times via Tom's Hardware

Nichts anderes wollte ich hören. Nur wäre das im Artikel selbst nicht besser aufgehoben gewesen?
mit frdl. Gruß
Kein Wunder, das "Schlachten" ist ja vom chinesischen Staat abgesegnet und gelenkt um die Sanktionen zu umgehen.
Die Ersatzplatinen könnte gut der KrisFix Germany brauchen.
Wer ihn noch nicht kennt:
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