Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
In diesem Artikel
Wie schlägt sich Nvidias Geforce RTX 4070 Ti Super in traditionellen Spielen und bei modernen Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Gaming-Grafikkarte durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Sowohl die 20 Rasterizing-Tests als auch die 10 Raytracing-Tests sind brandneu und liefern hoch spannende Ergebnisse, damit Sie eine fundierte Kaufentscheidung treffen können. Alle Details zu den neuen Benchmarks und den Überlegungen dahinter erfahren Sie im folgenden Video. Bis dahin wünschen wir viel Spaß mit den Ergebnissen rund um Geforce RTX 4070 Ti (Super) und Radeon RX 7900 XT(X) - egal, ob Sie derzeit selbst eine GPU suchen oder einfach nur wissen möchten, welche Karte in neuen Spielen die Kühlerhaube vorn hat.
Auf dieser Seite
PCGH-Grafikkarten-Benchmarks
Was wir auch testen, jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex und rund 400 insgesamt. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests stark unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.600 und 2.800 MHz, führt das zur Angabe von "~2,70 GHz". Bei RX-7000-Grafikkarten geben wir den Takt der Shader-Domäne an, da diese von den Messtools protokolliert wird. Wer sich für den Takt des Front-Ends und weitere Parameter interessiert, benötigt das Programm Hwinfo, welches auch wir für ergänzende Betrachtungen verwenden.
| PCGH GPU Benchmarks 2024 | Engine | API | Version (Platform) | Benchmark Sequence |
|---|---|---|---|---|
| A Plague Tale: Requiem | Zouna Engine | DirectX 12 | v1.6.0 (GOG) | „Docks” |
| Alan Wake 2 | Northlight Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Epic) | „Nightingale” |
| Assassin's Creed Mirage | Anvil Next Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Ubi) | „New Dawn” |
| Atlas Fallen | Fledge Engine | Vulkan | Stets aktuell (Steam) | „Surfin” |
| Baldur's Gate 3 | Divinity 4.0 Engine | Vulkan | v4.1.1 (GOG) | „Putrid Bog” |
| Call of Duty: Modern Warfare 3 | IW 9 Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Battle.net) | „Dam” |
| Counter-Strike 2 | Source 2 Engine | DirectX 11 | Stets aktuell (Steam) | „Ancient Smoke” |
| Cyberpunk 2077 | RED Engine 4 | DirectX 12 | v2.02 (GOG) | „Dog Days” |
| Dead Space (2023) | Frostbite Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Crash” |
| F1 23 | EGO Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Azerbaijan” |
| Forspoken | Luminous Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Rabbit Hole” |
| Forza Horizon 5 | Forzatech Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Pitfall!” |
| Immortals of Aveum | Unreal Engine 5.1.1 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Palathon” |
| Jagged Alliance 3 | In-house-Engine | DirectX 12 | v1.3.0 (GOG) | „Predator” |
| Ratchet & Clank: Rift Apart | Insomniac Engine 4.0 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Rooftops” |
| Resident Evil 4 (2023) | REngine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Collapse” |
| Sons of the Forest | Unity Engine | DirectX 11 | Stets aktuell (Steam) | „Waterfall” |
| Star Wars Jedi: Survivor | Unreal Engine 4.27 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Particle Rift” |
| Starfield | Creation Engine 2 | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Outer Wilds” |
| The Last of Us Part I | In-house-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „City Hall” |
Das Testsystem für die GPU-Benchmarks 2024 basiert nach langem Abwägen erneut auf Intel-Hardware. Zwar führt AMD mit den X3D-Prozessoren bärenstarke und vor allem effiziente Lösungen für Gaming-PCs, wir halten jedoch stets nach dem schnellsten Unterbau Ausschau. In aufwendigen Evaluierungsmessungen, bei denen die möglichen Testsysteme von AMD und Intel händisch ans Limit getrieben wurden, setzte sich Intel knapp in Front. Zwar gibt es deutliche Ausreißer in beide Richtungen, in den meisten Fällen erzielt ein optimierter Intel-Unterbau jedoch die bessere Gaming-Leistung. Diese Robustheit lässt uns über die im Vergleich miserable Energie-Effizienz hinwegsehen. Ziel jedes PCGH-GPU-Testsystems ist es, selbst die schnellsten Grafikkarten bestmöglich auszulasten - und genau das erreichen wir mit dem bis auf das letzte Subtiming optimierte Z790-System. Alle Details zum Rechner entnehmen Sie der Tabelle.
| Prozessor | Intel Core i9-13900KS (8 P-Cores + SMT, keine E-Cores) |
|---|---|
| Prozessor-Settings | OC @ 5,7 GHz via Multiplikator, Uncore/Cache @ 5,1 GHz |
| Mainboard | MSI Z790 Carbon Wifi (PCI-Express-5.0-fähig, rBAR/SAM an) |
| Arbeitsspeicher | 32 GiB Patriot Viper Xtreme 5 RGB (PVXR532G80C38K) |
| RAM-Takt & -timings | DDR5-7600 (32-44-44-28, 2T) inklusive Tertiär-Timing-Tuning |
| Datenträger 1 | Lexar NM800 Pro 2TB (NVMe/PCIe 4.0 x4) |
| Datenträger 2 | Aorus Gen4 SSD 2TB (NVMe/PCIe 4.0 x4) |
| Netzteil | FSP Hydro Ti Pro 1000W (VIP-Edition) |
| Kühlsystem | Alphacool Eisblock + Nexxos ST30 + Eisstation |
Resizable BAR (rBAR) alias Smart Access Memory (SAM) ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei den Grafikkarten-Benchmarks 2024 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme, das Effizienz-Feature bleibt aktiv. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln.
Quelle: PC Games Hardware
Das PCGH-Grafikkarten-Testsystem 2024 setzt auf einen maximal beschleunigten Intel-Unterbau.
Geforce RTX 4070 Ti Super: Spiele-Benchmarks
Für den Test der Geforce RTX 4070 Ti Super präsentieren wir Ihnen alle Messwerte in unseren vier Standard-Auflösungen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD. Sie können wie gehabt in jedem der 20 Spiele vier verschiedene Auflösungen links im grauen Drop-down-Menü auswählen. Standardmäßig eingeblendet ist WQHD (2.560 × 1.440 Pixel), wenngleich die Leistung einer Geforce RTX 4070 Ti Super, Radeon RX 7900 XT und vergleichbaren Grafikkarten auch für Ultra HD ausreichend ist. Kommen wir direkt zur Sache mit den Rasterizing-Benchmarks:
Sieht man von vereinzelten Unterschieden im 2-Prozent-Bereich ab, performt unsere neue Testkarte, eine Zotac Trinity Black Edition, vergleichbar schnell wie die zuvor genutzte MSI Ventus 3x. Die Ergebnisse bringen Gewissheit: In den allermeisten Spielen unterliegt die neue Geforce RTX 4070 Ti Super der Radeon RX 7900 XT. Ursächlich ist die schwache Skalierung gegenüber der RTX 4070 Ti (ohne "Super"): Obwohl rund zehn Prozent mehr Rechenleistung sowie ein um 33 Prozent erhöhter Speicherdurchsatz bereitstehen, kann sich die RTX 4070 TiS erst in hohen Auflösungen merklich absetzen. In Ultra HD, das mehr Cache-Misses verursacht als (U)WQHD, macht sich die hohe Speichertransferrate positiv bemerkbar, doch die Radeon RX 7900 XT bleibt insgesamt überlegen.
Geforce RTX 4070 Ti Super im Leistungsindex
Wo landet die Geforce RTX 4070 Ti Super im Grafikkarten-Vergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzel-Indizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent; es findet keine Gewichtung statt - wohl aber eine vorherige Normierung der Fps-Werte, damit große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben.
Das Ergebnis von rund 250 Messungen lautet: Die Geforce RTX 4070 Ti Super ist um sieben Prozent schneller als die RTX 4070 Ti. Dieses Ergebnis bringt der neuesten Nvidia-Grafikkarte zwar eine sichere Platzierung in den Top 5 der Grafikkarten ein, die Niederlage gegenüber der Radeon RX 7900 XT ist jedoch deutlich. Erst der Wechsel auf Ultra HD lässt das Potenzial der RTX 4070 TiS durchblitzen, hier steigt der Abstand zur RTX 4070 Ti auf neun Prozent an und es genügt beinahe für einen Gleichstand mit der RX 7900 XT. Apropos, was sich an den Verhältnissen ändert, wenn man die vier Auflösungen separiert, zeigt der folgende Vergleich:
Gegenüber früheren Tests haben wir die Angaben verfeinert. Cache und Speichertransferrate spielen eine wichtige Rolle bei höheren Auflösungen, denn sie arbeiten Hand in Hand: Je größer der Cache, desto seltener muss auf den Grafikspeicher zugegriffen werden. Mit steigender Auflösung fallen die Daten größer aus, sodass Speicherzugriffe unumgänglich werden und die Transferrate zum Speicher an Bedeutung gewinnt. Die RTX 4070 Ti Super unterstreicht das Gesagte mit einem etwas geringeren Einbruch gegenüber der RTX 4070 Ti. Die alte RTX 3090 Ti zeigt unterdessen, wie man es auch machen kann: Die chronisch unausgelastete GPU macht aufgrund ihres schmalen L2-Caches stets Gebrauch von ihrer prallen Speichertransferrate und steckt hohe Auflösungen daher ungewöhnlich gut weg. Auf der nächsten Seite dreht sich alles um Raytracing und auch die Frage, inwiefern sich Pathtracing mittels Frame Generation nutzbar machen lässt.

Habe damals auch viel zur 3090, 3080 und 3070 gelesen und verglichen- letztendlich war das kein großer Unterschied.
Ich habe schon mal mit einer RTX 4080 verglichen...unter 200W kam die auch nicht vorbei...zumindest im TS.
104/12GB vs 103/16GB. Ich glaube das macht den Ausschlag wenn unten rum jedes Watt zählt.
Wenn man (so wie wir) auch noch die FPS begrenzt ist natürlich überhaupt kein Unterschied mehr da...ausser den 16GB VRam.