Geforce RTX 4070 Ti Super: Hersteller bestätigt RTX-4090-Chip statt Standard-GPU

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Geforce RTX 4070 Ti Super: Hersteller bestätigt RTX-4090-Chip statt Standard-GPU
Quelle: Colorful

Custom-Modelle der Geforce RTX 4070 Ti Super gibt es jetzt offiziell nicht mehr nur mit dem bisherigen AD103-Chip, sondern auch mit AD102-GPU der RTX 4090(D).

Nachdem bereits anhand einer MSI-Grafikkarte gemunkelt wurde, dass manche neue Custom-Designs der Geforce RTX 4070 Ti Super statt auf den AD103- auf einen beschnittenen AD102-Grafikprozessor der RTX 4090(D) setzen, was offenbar mehr Abwärme und größere Kühler bedingt, gibt es nun Gewissheit.

Colorful hat als erster Boardpartner offiziell bestätigt, dass die neuesten RTX-4070-Ti-Super-Karten aus eigenem Hause mit dem Namenszusatz "V2" auf einen größeren AD102-Chip setzen. Laut Videocardz hat Colorful die genaue Variante des AD102 nicht bestätigt, aber die jüngsten Informationen sollen nahelegen, dass es sich um den AD102-225 handeln könnte.

RTX 4070 Ti Super: Jetzt auch mit AD102-Resteverwertung

Damit wäre es dem Bericht nach die vierte Karte der RTX-40-Serie mit einer Nicht-Standard-GPU. Neben der neuen Colorful iGame Vulcan und Colorful iGame Advanced betrifft dies auch die eingangs erwähnte MSI Ventus 3X OC Black und die heimlich vorgestellte Gigabyte Windforce Max OC, die allesamt erst innerhalb der letzten sieben Tage präsentiert wurden.

Wie Videocardz weiter ausführt, ist die Identifizierung der Chips abseits von Leitfäden für Tester oftmals schwierig und Nvidia kann den Grafikprozessor technisch gesehen jederzeit mit nahezu identischen Spezifikationen austauschen, doch in der Praxis gibt es oft trotzdem kleine Unterschiede. Deswegen erfolge die Markteinführung oft nicht weltweit, sondern auf bestimmte Märkte begrenzt, da weniger GPUs des jeweiligen Typs zur Verfügung stehen: "Aber das Ziel ist immer dasselbe, nämlich stark abgespeckte GPUs zu verkaufen, die nicht richtig funktionieren, um als höherwertige SKU (in diesem Fall RTX 4090D) bezeichnet zu werden", heißt es hierzu.

RTX 4070 Ti Super mit AD102: Mehr TDP und mehr Boost?

Auch bei Colorfuls neuer iGame Vulcan und iGame Advanced mit dem V2-Zusatz und AD102 statt AD103 bleiben zwar die Shader, Taktraten und Speicherspezifikationen identisch, aber der Kühler ist einen Zentimeter dicker und verwendet neun 8-mm-Heatpipes anstelle von vier 6-mm- und zwei 8-mm-Heatpipes.

Theoretisch sollte dies der Karte aufgrund der besseren Kühlkapazität zudem einen höheren Boost ermöglichen. Hinsichtlich der Leistungsaufnahme wird derweil eine nicht-referenzierte 310-Watt-Spezifikation angegeben, weswegen unklar sei, ob hier das AD102-Modell tatsächlich mehr Leistung benötigt wie im Fall der MSI-Karte, deren TDP von 285 auf 295 Watt erhöht wurde.

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sudelmann Kabelverknoter(in)
        Zitat von LordRevan
        Ob man da ein paar brachliegende Recheneinheiten freischalten kann?
        Die Zeiten sind leider lange vorbei. Heutzutage kommt der Laser und hackt die GPU kurz und klein.
        Zu alten Rivatuner-Tagen... Da ging einiges.
        Mit zwei Klicks von einer 6800 zu einer 6800 Ultra... Traumhafte Zeiten.
      • Von Sudelmann Kabelverknoter(in)
        Zitat von LordRevan
        Ob man da ein paar brachliegende Recheneinheiten freischalten kann?
        Die Zeiten sind leider lange vorbei. Heutzutage kommt der Laser und hackt die GPU kurz und klein.
        Zu alten Rivatuner-Tagen... Da ging einiges.
        Mit zwei Klicks von einer 6800 zu einer 6800 Ultra... Traumhafte Zeiten.
      • Von sven842 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Zumindest reine Software-Deaktivierungen wurden seit den Phenom II nicht mehr gesichtet.
        Was nicht heißt, dass die Deaktivierung zwingend in Hardware erfolgen muss, zumindest bei CPUs ist auch Firmware denkbar, da AGESA und jüngere Formen von Intels Management Engines bislang nicht geknackt werden konnten. Macht für den Anwender aber letztlich keinen Unterschied, warum keine Freischaltung möglich ist, oder?
        Für den Anwender macht es keinen Unterschied, das stimmt wohl.

        Früher war zwar nicht alles besser, aber OC und Tuning war damals besser, da hat man sich als Overclocker immer auf die nächste Generation gefreut, wo noch mehr herauszuholen war, als aus der vorherigen.
        So wurde aus einem günstigen PC dann ein Oberklasse PC.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zumindest reine Software-Deaktivierungen wurden seit den Phenom II nicht mehr gesichtet.
        Was nicht heißt, dass die Deaktivierung zwingend in Hardware erfolgen muss, zumindest bei CPUs ist auch Firmware denkbar, da AGESA und jüngere Formen von Intels Management Engines bislang nicht geknackt werden konnten. Macht für den Anwender aber letztlich keinen Unterschied, warum keine Freischaltung möglich ist, oder?
      • Von LordRevan PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von DOcean
        Erinnert an meine 6800LE von damals(tm), da konnte man was freischalten (hat bei mir nicht funktioniert)
        Ja, das ging relativ leicht mit Rivatuner. Meine 6800 hat das damals leider auch nicht geschafft. Aber sonst wären mal eben knapp 25 % mehr Leistung drin gewesen.
        Hatte dann mal eine X800 Pro, bei der ich mittels BIOS-Flash die vollen 16 Pixelpipelines freischalten konnte - die Freude kannte keine Grenzen!
        Zitat von PCGH_Torsten
        Reaktivierbare Einheiten wären toll, aber sowas gab es ab der Radeon X800 und Geforce 7 nicht mehr. Permanent teildeaktivierte Grafikkarten sind dagegen Normalität geworden. Auch Klassenübergreifend, wie die normale 4070 TiS mit dem AD103 der 4080er zeigt. Das besondere an diesem neuen Design ist der Sprung: Die 4070 Ti Super mit AD102 sortiert sich nicht als kleiner, beschnittener Bruder unmittelbar unter der bislang kleinsten AD102-Ausbaustufe alias 4090D ein, sondern drei Plätze tiefer im Portfolio mit den gesamten 4080ern dazwischen. Das ein Top-Chip überhaupt eine zwei Stufen kleinere Klasse bedient (z.B. GK104 auf 680, 670, 660 Ti), ist abseits von OEM-Karten schon selten. Aber ich hätte mich jetzt an keinen Fall erinnern können, in dem dabei eine nächst kleinere Klasse ausgelassen wurde, für die es ohnehin einen kleineren Chip gäbe, den man mit weniger Verlust downlabeln könnte. (Wiki sagt aber, dass ich da die 9600 GSO vergessen habe, die unterhalb der 9600 GT lief, aber den Chip der 9800 GT/X hatte.)

        Interessant wäre jetzt zu wissen, wie aktiven Shader verteilt sind und welchen Einfluss das auf die Kühlbarkeit hat.
        Das heißt, dass die Einheiten hardwareseitig deaktiviert werden?

        Bei einigen Radeon X800 Pro gab es das damals auch, da musste man mit Leitlack arbeiten.
        Heutzutage sind die Zugänge hierfür wsl. nicht so einfach, wie damals.
        Andere X800 konnte man per „Softmod“ freischalten.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Reaktivierbare Einheiten wären toll, aber sowas gab es ab der Radeon X800 und Geforce 7 nicht mehr. Permanent teildeaktivierte Grafikkarten sind dagegen Normalität geworden. Auch Klassenübergreifend, wie die normale 4070 TiS mit dem AD103 der 4080er zeigt. Das besondere an diesem neuen Design ist der Sprung: Die 4070 Ti Super mit AD102 sortiert sich nicht als kleiner, beschnittener Bruder unmittelbar unter der bislang kleinsten AD102-Ausbaustufe alias 4090D ein, sondern drei Plätze tiefer im Portfolio mit den gesamten 4080ern dazwischen. Das ein Top-Chip überhaupt eine zwei Stufen kleinere Klasse bedient (z.B. GK104 auf 680, 670, 660 Ti), ist abseits von OEM-Karten schon selten. Aber ich hätte mich jetzt an keinen Fall erinnern können, in dem dabei eine nächst kleinere Klasse ausgelassen wurde, für die es ohnehin einen kleineren Chip gäbe, den man mit weniger Verlust downlabeln könnte. (Wiki sagt aber, dass ich da die 9600 GSO vergessen habe, die unterhalb der 9600 GT lief, aber den Chip der 9800 GT/X hatte.)

        Interessant wäre jetzt zu wissen, wie aktiven Shader verteilt sind und welchen Einfluss das auf die Kühlbarkeit hat.
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