RTX 3090 Ti: "Sandsack-Drama" mit Happy-End - zumindest teilweise
Nachdem in seiner Amazon-Bestellung von Nvidias High-End-Grafikkarte nur Behälter mit Sand zu finden waren, hat ein brasilianischer Käufer nun Ersatz bekommen. Doch das Ganze hatte nach eigenen Angaben gesundheitliche Auswirkungen und auch das rechtliche Vorgehen scheint noch zu laufen.
Vor Kurzem sorgte der Fall eines brasilianischen Amazon-Kunden für Aufsehen, der eine Geforce RTX 3090 Ti bestellt hatte, doch statt der Grafikkarte befanden sich Behälter mit Sand im Produktkarton, wie bereits beim Auspacken auf Video festgehalten wurde. Die anschließende Kommunikation mit Amazon zur Geltendmachung des offenkundigen Betrugsfalls gestaltete sich allerdings schwierig. Mittlerweile hat der Sohn eines in Brasilien berühmten Comiczeichners aber seine Grafikkarte als Ersatz erhalten, wie die portugiesischsprachige Webseite globo.com berichtet.
"20 Tage nach dem Kauf habe ich die lang ersehnte und erträumte Grafikkarte erhalten", sagte der 34-jährige Maurício Takeda e Sousa demnach in einem Video auf Instagram, das die Ankunft des ursprünglich bestellten Produkts zeigt. "Ich hätte nicht gedacht, dass es diese Auswirkungen haben würde. Ich wollte Druck auf Amazon ausüben, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass es ein solches Ausmaß annehmen würde. Die beiden Tik Tok-Videos wurden mehr als 5 Millionen Mal angesehen", sagte er. "Dies ist das letzte Video, obwohl die Seifenoper noch nicht zu Ende ist", denn es gebe auch über das Prozedere hinaus Negatives zu beklagen.
Takeda sagte, er habe sich mit einer Panikattacke ins Krankenhaus begeben, nachdem das von ihm gedrehte Video über den Betrug viral gegangen war. "Es ist kein Witz, ich habe viel Zeit damit verbracht, dieses Geld zu sparen, und wenn ich es kaufe, passiert das. Ich bin sehr nervös, ich bin mit einer Angstkrise im Krankenhaus gelandet, ich hatte heute diesen medizinischen Notfall", sagte er laut dem Bericht letzte Woche. Auch wenn es via Social-Media dem Wortlaut nach wohl kein Update mehr zu dem Fall geben wird, scheint die zuvor eingereichte Klage beim Bagatellgericht noch zu laufen und für Takeda die Sache damit noch nicht abgeschlossen zu sein.
