SLI fällt in die Zuständigkeit der Entwickler: Keine Treiberprofile mehr von Nvidia für RTX 3090

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SLI fällt in die Zuständigkeit der Entwickler: Keine Treiberprofile mehr von Nvidia für RTX 3090 (1)
Quelle: Nvidia

Die Unterstützung mehrerer Grafikkarten spielt heute kaum noch eine Rolle. Nun gibt Nvidia bekannt, dass man keine SLI-Profil-Updates mehr für den Treiber bereitstellt. Der Support für SLI fällt mit der Geforce RTX 3090 in die Zuständigkeit der Entwickler - und ihrer Low-Level-API.

Wie Nvidia mitteilt, wird man ab dem 1. Januar 2021 keine neuen Treiberprofile mehr für SLI anbieten. Eine endgültige Abkehr vom Multi-GPU-Support vollzieht der Konzern damit allerdings nicht. Stattdessen sollen Spiele SLI nun nativ unterstützen, womit es vom Entwickler abhängt, ob ein Game SLI-Support bietet. Hintergrund sei die wachsende Verbreitung von Low-Level-APIs wie DX12 und Vulkan. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass SLI bei älteren APIs unter die Räder kommt.

"Die Expertise des Spieleentwicklers mit seinem eigenen Code macht es ihm möglich, die bestmögliche Leistung aus mehreren GPUs zu erzielen. Aus diesem Grund wird Nvidia ab dem 1. Januar 2021 keine neuen SLI-Treiberprofile mehr für die RTX 20-Serie und ältere GPUs zur Verfügung stellen." Im Gegenzug wolle man Entwicklern bei der nativen Implementierung bestmöglich unter die Arme greifen. "Wir glauben, dass dieser Ansatz die beste Leistung für SLI-Benutzer ermöglicht."

Bestehende Profile bleiben erhalten

Bereits bestehende Profile wollen die Amerikaner weiterhin pflegen und testen. Die Geforce RTX 3090 und ihre Nachfolger werden jedoch ausschließlich nativen SLI-Support erhalten. Nativ unterstützen laut Nvidia folgende DX12-Titel den Multi-GPU-Standard: Shadow of the Tomb Raider, Civilization VI, Sniper Elite 4, Gears of War 4, Ashes of the Singularity: Escalation, Strange Brigade, Rise of the Tomb Raider, Zombie Army 4: Dead War, Hitman, Deus Ex: Mankind Divided, Battlefield 1 und Halo Wars 2.

Auf Seiten Vulkans nennt der GPU-Bauer Red Dead Redemption 2, Quake 2 RTX, Ashes of the Singularity: Escalation, Strange Brigade und Zombie Army 4: Dead War. Beide Listen fallen überschaubar aus, was nahelegt, dass das Thema Multi-GPU künftig noch tiefer in der Nische stattfinden wird. Außerhalb von Spielen gilt natürlich weiterhin, dass Anwendungen mit Multi-GPU-Unterstützung keine SLI-Profile benötigen.

Mehr zum Thema: Nvidia RTX 3000: Nur Geforce RTX 3090 offiziell mit SLI-Support

In den letzten Jahren hatte Nvidia die SLI-Unterstützung immer weiter zurückgefahren. Bei der RTX-2000-Serie waren 3- und 4-Wege-SLI schon längst kein Thema mehr. Das Zusammenschalten mehrerer Grafikkarten funktioniert zudem erst ab der Geforce RTX 2070 Super. Nun, mit dem Launch der Ampere-Grafikkarten, steht SLI ausschließlich dem Flaggschiff in Gestalt der Geforce RTX 3090 zur Verfügung. Auch bei AMD fiel die Multi-GPU-Fähigkeit schrittweise. So bietet man bei der Radeon RX 5700 XT Crossfire nur noch unter Einsatz einer Low-Level-API - außerdem muss das Spiel Crossfire unterstützen.

Quelle: Nvidia

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Ja das ist schon richtig, aber die ganze Rendertechnik hat sich seit 3dfx weiterentwickelt. Damals ist es recht einfach gewesen die Leistung dank SLI zu verdoppeln indem einfach jeder Grafikchip abwechselnd eine Bildschirmzeile berechnet hat. Aber das geht mit modernen Rendertechniken nicht und im Prinzip müsste immer jede der zugesteckten GPUs wissen, was im RAM der anderen ist - damit müsste also mit der Bandbreite des Speichers zwischen den Grafikchips kommuniziert werden. Wenn du dir die Bandbreite von PCI Express ansiehst, weißt du, dass du da nicht hinkommst. Und auch nicht von der Latenz her. HPC ist ganz was anderes.

        ja auch, wobei es enorm schwierig ist manche Tasks zu parallelisieren, nicht so bei Grafikberechnung. Das ist hübsch simpel und parallelisierbar, deshalb haben wir Grafikprozessoren mit 10.000 Ausführungseinheiten.

        Letztlich wird es aber natürlich wieder Multi-GPUs geben - aber diese sind dann auf einem Substrat - ähnlich bei High IO RAM (HBM etwa) stattfinden. TSMC hat ja hier bereits die nächste Generation angekündigt ( https://www.anandtech.com... ), Intel hat EMIB.
        Nun im Grunde liegt ja auch hier in der Hund begraben - im grundsätzlichen Aufbau von Multi-GPU Systemen.
        Man versucht es seit Jahren in dem man 2 separate GPU's quasi dazu bringt synchronisiert abwechselnd zu rendern.
        Und das ist kompliziert, macht viel Aufwand und endet trotzdem in Problemen wie Microruckeln.

        Mein Ansatz wäre ähnlich wie bei RAID, (obwohl das natürlich nur bedingt vergleichbar ist)
        dass man egal wie viele GPU's nun im System sind, man diese in Hardware von einer einer Logik steuern lässt, die meinetwegen auf GPU 1# sitzt und diese dann die Funktionseinheiten der anderen GPU's direkt steuert und die Arbeitslast verteilt.
        Eine Andere Möglichkeit wäre diese Logiken so zu konstruieren dass sie zusammen wie eine einzige Arbeiten und auch als eine adressiert werden.
        So würde dem System im Idealfall nur eine GPU präsentiert die durch die Koppelung einfach mehr Funktionseinheiten und Speicher an das System meldet.
        Sicher mag es hier technisch riesige Hürden geben, gar kein Zweifel, aber man spart sich sämtliche nachfolgende Softwareoptimierung die üblicherweise anfällt und umgeht so quasi alle heute gängigen Probleme, die Multi-GPU Systeme unattraktiv machen - abgesehen vom Preis natürlich.
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Ja das ist schon richtig, aber die ganze Rendertechnik hat sich seit 3dfx weiterentwickelt. Damals ist es recht einfach gewesen die Leistung dank SLI zu verdoppeln indem einfach jeder Grafikchip abwechselnd eine Bildschirmzeile berechnet hat. Aber das geht mit modernen Rendertechniken nicht und im Prinzip müsste immer jede der zugesteckten GPUs wissen, was im RAM der anderen ist - damit müsste also mit der Bandbreite des Speichers zwischen den Grafikchips kommuniziert werden. Wenn du dir die Bandbreite von PCI Express ansiehst, weißt du, dass du da nicht hinkommst. Und auch nicht von der Latenz her. HPC ist ganz was anderes.

        ja auch, wobei es enorm schwierig ist manche Tasks zu parallelisieren, nicht so bei Grafikberechnung. Das ist hübsch simpel und parallelisierbar, deshalb haben wir Grafikprozessoren mit 10.000 Ausführungseinheiten.

        Letztlich wird es aber natürlich wieder Multi-GPUs geben - aber diese sind dann auf einem Substrat - ähnlich bei High IO RAM (HBM etwa) stattfinden. TSMC hat ja hier bereits die nächste Generation angekündigt ( https://www.anandtech.com... ), Intel hat EMIB.
        Nun im Grunde liegt ja auch hier in der Hund begraben - im grundsätzlichen Aufbau von Multi-GPU Systemen.
        Man versucht es seit Jahren in dem man 2 separate GPU's quasi dazu bringt synchronisiert abwechselnd zu rendern.
        Und das ist kompliziert, macht viel Aufwand und endet trotzdem in Problemen wie Microruckeln.

        Mein Ansatz wäre ähnlich wie bei RAID, (obwohl das natürlich nur bedingt vergleichbar ist)
        dass man egal wie viele GPU's nun im System sind, man diese in Hardware von einer einer Logik steuern lässt, die meinetwegen auf GPU 1# sitzt und diese dann die Funktionseinheiten der anderen GPU's direkt steuert und die Arbeitslast verteilt.
        Eine Andere Möglichkeit wäre diese Logiken so zu konstruieren dass sie zusammen wie eine einzige Arbeiten und auch als eine adressiert werden.
        So würde dem System im Idealfall nur eine GPU präsentiert die durch die Koppelung einfach mehr Funktionseinheiten und Speicher an das System meldet.
        Sicher mag es hier technisch riesige Hürden geben, gar kein Zweifel, aber man spart sich sämtliche nachfolgende Softwareoptimierung die üblicherweise anfällt und umgeht so quasi alle heute gängigen Probleme, die Multi-GPU Systeme unattraktiv machen - abgesehen vom Preis natürlich.
      • Von AlphaMale Software-Overclocker(in)
        Zitat von derguru
        für 2x3090 im sli geschweige denn triple muss ein Netzteil noch erfunden werden. ?
        Ach was, dafür gibt es dann bestimmt ein "Supernova Ampere Nvidia Edition" mit 3KW

        Zitat von Crackpipeboy
        Wenn Putin noch ne Strompipeline legt ja. Stromstream 1.
        Dann noch mit einer dann nötigen Getränkeversorgung inkludiert (im heißen Sommer..im dann noch heißeren Zimmer.
        Also mit einer Sodastream Getränkeversorgung.
      • Von Mazrim_Taim Volt-Modder(in)
        Zitat von RyzA
        SLI braucht man doch auch heutzutage nicht mehr wirklich. Spätestens seit dem erscheinen der RTX 2080 Ti.
        Womit flüssiges 4K Gaming mit nur einer Karte möglich wurde.

        naja
        Was ähnliches hatte man damals bei der GTX 8800 Ultra gesagt und denoch gab es Leute die das mal im SLI getestet hatten .
        Auch wird es "flüssiges Gaming" nie als feste Zahl geben.
        Was früher mal 30 FPS waren wurden 60, 120 und nun 165 (oder mehr?) => kommt darauf an wen man fragt.
        Auch sind 4K nicht mehr der Wunsch aller Träume sondern mehr => wie eben bei den FPS.
        Eine Karte hat natürlich den Vorteil das es keine MR gibt aber von Stromverbrauch, Wärme und oder ggf. Lautstärke ist man mit der RTX 3090 auch nicht weit entfernt wie früher mit zwei Karten.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Natives SLI?
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DragonX1979
        Nun ich bin sicher kein Experte und das gilt wohl für die Meisten, aber NVLink war ja schon mal n' guter Anfang.
        Und Memory-pooling gibt es im HPC bereich bei Nvidia ja auch. Und auch die neueren Quadros können das, nur kranken die an ähnlichen Problemen wie im Consumer Bereich.

        Ich behaupte ja auch nicht dass es "einfach" ist. Das ist Technik auf diesem Niveau nie.
        Aber mal abgesehen von der technischen Umsetzung - hätte sli das gebracht was man sich erhoffen würde also
        70-90% mehr Leistung, keine Verschlechterung bei den Frametimes, kein Software seitiger
        Optimierungs Zwang und obendrauf noch Memory-pooling dann hätte SLI sicherlich ne' Marktdurchdringung von 30% aufwärts. Insbesondere da es dann für Aufrüster interessant wäre.
        Ja das ist schon richtig, aber die ganze Rendertechnik hat sich seit 3dfx weiterentwickelt. Damals ist es recht einfach gewesen die Leistung dank SLI zu verdoppeln indem einfach jeder Grafikchip abwechselnd eine Bildschirmzeile berechnet hat. Aber das geht mit modernen Rendertechniken nicht und im Prinzip müsste immer jede der zugesteckten GPUs wissen, was im RAM der anderen ist - damit müsste also mit der Bandbreite des Speichers zwischen den Grafikchips kommuniziert werden. Wenn du dir die Bandbreite von PCI Express ansiehst, weißt du, dass du da nicht hinkommst. Und auch nicht von der Latenz her. HPC ist ganz was anderes.
        Zitat von DragonX1979
        Aber im Grunde ist es bei CPU's auch nicht anders. Da muss auch Software seitig auf X Threads optimiert werden, um die Rechenleistung auch nur annähernd zu nutzen. Und das Spiel funktioniert auch nur weil
        heute in jedem PC ne' Multicore CPU steckt. Und trotzdem skaliert nicht jede Anwendung optimal... Oft eben wegen mangelnder Optimierung.
        ja auch, wobei es enorm schwierig ist manche Tasks zu parallelisieren, nicht so bei Grafikberechnung. Das ist hübsch simpel und parallelisierbar, deshalb haben wir Grafikprozessoren mit 10.000 Ausführungseinheiten.

        Letztlich wird es aber natürlich wieder Multi-GPUs geben - aber diese sind dann auf einem Substrat - ähnlich bei High IO RAM (HBM etwa) stattfinden. TSMC hat ja hier bereits die nächste Generation angekündigt ( https://www.anandtech.com... ), Intel hat EMIB.
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