RTX 3080 Ti im Test: Zusammenfassung mit Fazit
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RTX 3080 Ti im Test: Zusammenfassung mit Fazit

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Wie schlägt sich die Geforce RTX 3080 Ti summa summarum? Fazit und Kaufempfehlungen.

Geforce RTX 3080 Ti: Fazit

Nvidias neue Geforce RTX 3080 Ti ist zweifellos eine pfeilschnelle Gaming-Grafikkarte und als solche die neue Nummer 2 im PCGH-Leistungsindex. AMD ist ihr mit der Radeon RX 6900 XT in konventionellen Spielen dicht auf den Fersen, verliert nach Zuschaltung von Raytracing jedoch fast jedes Duell. Die ofenfrischen Benchmarks ermöglichen somit klare Empfehlungen: Wer in Full HD und WQHD unterwegs ist, greift am besten zur 6900 XT, denn diese presst in Kombination mit Smart Access Memory (SAM) die höchsten Bildraten aus der Infrastruktur. Wer hingegen besonders hochauflösend unterwegs ist - gemeint sind Ultrawide-QHD und Ultra HD -, erhält durch die Wahl einer Geforce RTX 3080 Ti die besseren Bildraten. Für Freunde der modernen Strahlverfolgung gibt es hingegen nichts zu überlegen, die Geforce RTX 3080 Ti ist beim Raytracing jeder Radeon-Grafikkarte weit überlegen. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil in Gestalt von DLSS, Nvidias Upsampling entlastet Raytracing-geplagte Geforce-GPUs effektiv und entscheidet nicht selten über Gedeih oder Verderb in Sachen Spielbarkeit. AMD wird ab dem 22. Juni zeigen, ob die offene Alternative FidelityFX Super Resolution (FSR) in Sachen Qualität und Leistung mit DLSS mithalten kann. Die RTX 3080 Ti geht derweil schon am 3. Juni um 15 Uhr in den Verkauf.

Nvidia Geforce RTX 3080 Ti Founders Edition im Test (5) Quelle: PC Games Hardware Nvidia Geforce RTX 3080 Ti Founders Edition im Test (5)
So schnell die Geforce RTX 3080 Ti auch ist, sie bietet an mehreren Fronten Anlass für Kritik. Da wäre die Leistungsaufnahme von 350 Watt, welche in der (Ultra-HD-)Praxis fast immer ausgeschöpft wird. Wer noch ein älteres Ti-Modell wie die Geforce RTX 2080 Ti verwendet, ist schlimmstenfalls 260 Watt gewohnt und muss sich zum Aufrüsten womöglich nach einem neuen Netzteil umsehen. Abgesehen von damit verbundenen Investitionen und zusätzlichen Stromkosten äußert sich der Durst auch hörbar: Die Geforce RTX 3080 Ti Founders Edition wird unter anhaltender Last deutlich hörbar und eignet sich somit keineswegs für Silent-Fetischisten. Hier rächt sich Nvidias Entscheidung, die RTX 3080 Ti FE mit dem kleinen 3080-Kühler auszustatten, anstatt ihr den riesigen 3090-Kühler zu spendieren. Zumindest dieses Problem können die Boardpartner beseitigen, Asus ROG Strix, MSI Suprim, Palit GameRock & Co. werden der Abwärme unter anderem mithilfe von schierer Fläche Herr. Diese benötigt jedoch Platz im Gehäuse. Wer im High-End-Segment großen Wert auf Effizienz legt, fährt mit einer Radeon RX 6900 XT besser. Alternativ undervolten Sie manuell, die GA102-basierten Grafikkarten bieten hier großes Sparpotenzial - die RTX 3080 Ti wird hier keine Ausnahme sein.

Die angespannte Liefersituation macht es schwierig, über Preise zu reden, doch auch der unverbindliche Preis (UVP) der Geforce RTX 3080 Ti von 1.199 Euro ist ein Kritikpunkt. Nvidias Neuzugang liefert knapp zehn Prozent mehr Leistung als die RTX 3080, kostet aber rund 67 Prozent mehr - der finanzielle Sprung auf die "Mehr von allem"-Karte RTX 3090 ist dann nicht mehr so schmerzhaft, wenn man sich bereits mit einer vierstelligen Summe abgefunden hat. So verrückt sich das anhört, aber für Kreative, die Grafikspeicher produktiv gebrauchen können, ist eine RTX 3090 zur UVP der bessere Deal als eine RTX 3080 Ti.

Da war das Wort zum Abschluss: Speicher. Treue Leser der PCGH wundern sich möglicherweise, bis hier hin kein Wort zum Thema Speicherkapazität gelesen zu haben - gerade jene, die sich auf eine 20-GiByte-Geforce gefreut hatten, welche bekanntermaßen nicht realisiert wurde. Selbstverständlich haben wir auch die Geforce RTX 3080 Ti mit großen Geschützen beharkt, um ihre Standfestigkeit bei hoher Speicherlast zu prüfen. Tatsächlich genügen 12 GiByte in allen praxisnahen Situationen. Egal ob Minecraft RTX, Wolfenstein Youngblood, Godfall oder Call of Duty Black Ops Cold War, inklusive Ultra HD passt die Kapazität zur Rechenleistung. Nvidias effizientes Speicher-Management sorgt dafür, dass die RTX 3080 Ti mit 12 GiByte auskommt, ohne dass man Kompromisse beim Streaming oder der Bildrate eingehen muss.

Wir werten gerade eine Bonus-Messreihe inklusive 5K-Auflösung (1440p mit 4× DSR) aus, welche in Grenzbereiche vorstößt. Spätestens hier ist erneut sichtbar, dass die 10 GiByte der Geforce RTX 3080 zu knapp kalkuliert sind, mit 12 GiByte ist die Welt jedoch auch hier weitestgehend in Ordnung. Dennoch: 16 ist mehr als 12, somit geht auch dieser Punkt an AMDs Radeon RX 6900 XT. Die Zukunft muss jedoch erst noch zeigen, inwiefern daraus bei spielbaren Bildraten praktische Vorteile erwachsen. Die nächste Spiele-Generation rund um die Unreal Engine 5 befindet sich just in Entwicklung. Derzeit ist unmöglich seriös voraussagbar, welche Ansprüche sich damit ergeben, zumal auch einige neue Effizienzfunktionen bereitstehen, um Speicher zu sparen. PCGH bleibt selbstverständlich am Ball.

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    • Kommentare (236)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Nebulus07
        Ich frage mich ernsthaft, wer 1500 Euro für eine Grafikkarte ausgibt?
        Hatte ich mich bis letztes Jahr im November auch gefragt. Dann habe ich für das Geld eine 3090 geholt und es hat sich seitdem fast wie ein Schnäppchen angefühlt. Verrückt.
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Nebulus07
        Ich frage mich ernsthaft, wer 1500 Euro für eine Grafikkarte ausgibt?
        Hatte ich mich bis letztes Jahr im November auch gefragt. Dann habe ich für das Geld eine 3090 geholt und es hat sich seitdem fast wie ein Schnäppchen angefühlt. Verrückt.
      • Von Nebulus07
        Ich frage mich ernsthaft, wer 1500 Euro für eine Grafikkarte ausgibt?
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Der Sinn hinter Effizienzsteigerungen bei der Elektronik ist allerdings eher, dass du im Lauf der Zeit mehr Leistung für das gleiche, oder weniger Geld bekommst.
        Wenn ich den aktuellen Preisentwicklungen folge zahle ich für jeden Leistungssprung auch mehr Geld... was jetzt nicht im Sinn der Konsumenten ist, den CEOs aber die dritte Yacht bezahlt.
        Wenn du die Entwicklung OK findest, be my guest.
        Die 980 TI gab es damals für $649 MSRP.
        Das waren $350 weniger, als eine Titan X und sie knabberte mehr als einmal an deren Hacken.
        Und 2015 gab es schon Beschwerden über den hohen Preis der 980 TI.
        6 Jahre später sind wir bei $1200 MSRP für die TI und alles ist in Ordnung... jepp... kein Fehler zu sehen.
        Und dabei wurde Nvidia immer gieriger bei den Vorgaben der MSRPs (höhere Marge und damit Preise für ein Paket aus GPU und Speicher), so dass sich selbst AIBs drüber beschwerten, keinen Gewinn mehr zu machen.

        Edit: den MRSP der aktuellen TI wird auch nur Nvidia halten können, da die AIBs bei den Kosten für GPU und RAM wahrscheinlich in die Miesen kommen. (siehe vorher genannte Beschwerden über den MSRP)
      • Von DarthSlayer Freizeitschrauber(in)
        Doch sind sie wenn ich an die Founders Edition für was 6 oder 700 € denke. Denn ich habe auch schon Anfang der 2000er Jahre für eine Geforce 3 Ti 500 500 € bezahlt und diese leistet ja noch mehr
        Die 2000er Reihe legte genau das Gleiche gegenüber der 1000er Reihe wie die 3000er zur 2000er. Da sogar mehr. Denn die 2000er wie eine 2070 oder 2080 legte Raytracing drauf. War aber nur gegenüber einer 1080er 17 % schneller. Der Unterschied was Speed angeht zwischen 2080er und 3080er ist fast gleich 30 % mehr plus DLSS 2.0
        Und ich habe auch noch eine 970er in meinem altem Gaming Rechner drin und für Spiele bis 2017 ist sie bei WQHD noch ok aber danach wird es immer schwieriger mehr als 75 FPS bei WQHD zu bekommen
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von DarthSlayer
        Nein Du hast mich falsch verstanden. Damals als die 3000er Reihe Nvidia raus gekommen ist waren die Preise ok und da gab es hier ein Thema für wenn lohnt es sich umzusteigen. Nicht heutzutage und nicht bei einer 3080er Ti
        Mein Punkt ist, dass die Preise selbst zum UVP nicht in Ordnung sind.
        Sie scheinen nur besser, weil die 2000er Reihe im Vergleich zur Vorgeneration noch was drauf legte.. und die 1000er im Vergleich zur 900er Reihe.
        Nur stiegen die Gewinnmargen für Nvidia deutlich mehr, als das durchschnittliche Einkommen der Käufer.
        Das kann man halt auch gut an der Verteilung im Survey sehen - so fragwürdig die Datenbasis auch ist.
        Es spielen noch immer sehr viele auf einer 970, oder 1060, einfach weil die Preise zu sehr angezogen haben und man ja noch ganz gut damit spielen kann.
        Die AMD Preise find ich auch deutlich zu hoch, wenn man sie mit der letzten Generation vergleicht - oder gar mit den RX 500ern.
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