Nvidia Geforce RTX 3060: Der Tag nach der Hash-Bremse - die aktuelle Entwicklung mit Treiber-Details und neuen Karten
Knapp ein Tag ist vergangen, seit Nvidia verkündet hat, dass man das Krypto-Mining auf der Geforce RTX 3060 einschränken wird - eine gute Gelegenheit, die neusten Entwicklungen zusammenzufassen. Nvidia bestätigt, dass die Beschränkung auch auf Hardwareebene erfolgt. Gerüchte sehen das Ende des aktuellen Gaming-Portfolios.
Nachdem Nvidia gestern bestätigt hat, dass die Geforce RTX 3060 die erste Grafikkarte sein wird, die bei der Hash-Leistung zum Krypto-Mining beschränkt wird, sickern nun weitere Informationen durch. So wird die Reduktion zwar um 50 Prozent über den Treiber durchgeführt, aber um Manipulationen zu vermeiden, gibt es wohl einen abgesicherten Handshake zwischen Treiber, GPU und BIOS. Damit sind die Befürchtungen vom Tisch, dass die Sperren einfach ausgehebelt werden können (via Twitter). Der Linux-Treiber ist zudem nicht Open Source, was weiter hilft. Aber selbst ohne Treiber soll die Geforce RTX 3060 nicht ihre volle Hash-Leistung erzielen können - das stellt das BIOS sicher. Wie wasserdicht das BIOS ist, werden wir in Zukunft erfahren.
Zudem sieht es so aus, als würde Nvidia tatsächlich in den kommenden Monaten das Portfolio von Ampere für Gamer umstellen. Alle Device-IDs sollen EOL (End of Life) sein (via Twitter). Ob die Umstellung dann offiziell oder still erfolgt, ist noch unklar (via Twitter). Bis Ende des Jahres dürfte es also drei Linien an Grafikkarten von Nvidia geben: die Computing und Workstation-Karten, die Gaming-Karten und die CMP-Karten (vermarktet als HX) für Krypto-Mining. Der Fahrplan kommt angeblich von ganz oben, von Nvidias CEO Jensen Huang. Der dürfte aber nicht nur ein Herz für Gamer haben, sondern auch seine Firma in eine bessere Position bringen wollen. Mit Krypto-Farmen wird im Moment viel Geld verdient und daran dürfte auch Nvidia Interesse haben, indem man die Beschleuniger hochpreisiger anbietet - wie auch bei den Computing-Karten.
Daraus kann man aber wohl auch schließen, dass es für verkaufte Karten beim Bestandsschutz bleibt. Das ist auch nachvollziehbar, denn wer eine Ampere gekauft hat, tat dies aus dem Grund, weil eine spezifische Leistung und ein Funktionsumfang versprochen wurde. Hier nachträglich den Anker auszuwerfen, dürfte in rechtlichen Auseinandersetzungen münden.
Hash-Test einer Zotac unterstreicht die Reduktion
Im Internet macht auch bereits ein angeblicher, früher Test der Zotac Geforce RTX 3060 die Runde und der zeigt auf, dass Nvidia die Mining-Leistung tatsächlich um rund 50 Prozent reduziert hat. Im Test wurde auf dem Rig mit zwei Karten geschürft, die zweite dient als Vergleich und ist die Geforce GTX 1080 Ti, die nicht gebremst ist (via Youtube). Die RTX 3060 ist damit erst einmal uninteressant für Farmen und dürfte erst wieder spannend werden, wenn Kryptowährungen so hoch stehen, dass man auch mit ineffizienten Karten noch erfolgreich Mining betreiben kann. Das geschieht teilweise jetzt schon mangels Ware auf dem Markt - Miner kaufen Karten wie die Radeon RX 570 oder die Geforce GTX 1060; teils wird e sogar auf der Fury X geschürft - in Ermangelung an Alternativen.
Neues Ampere-Portfolio in den Startlöchern
Wie genau das neue Ampere-Portfolio aussieht, hat Nvidia noch nicht bestätigt. Nach aktuellem Wissensstand sind aber offenbar alle Karten außer der Geforce RTX 3060 Auslaufmodelle. Nvidia hat mehrere Optionen, das neue Programm zu vermarkten - die einfachste Option ist, mit den Bezeichnungen weiterzumachen und nur die IDs zu ändern. Mehr Transparenz hätte eine Umbenennung der Karten. Man könnte entweder alles auf "Super" umstellen oder die Produktbezeichnungen hochzählen - etwa auf RTX 3085 oder RTX 3180. Der Transparenz wäre das zuträglich. Eher unwahrscheinlich ist ein neues Portfolio, womit man auf RTX 4000 hochzählen müsste und dann hätte man bereits bei der RTX 3060 anfangen müssen. Die wahrscheinlichsten Optionen sind: Weitermachen, als wäre nichts gewesen. Oder wenigstens den "Super-Mode freischalten".
Für Spieler interessant ist in dem Zuge, was Nvidia bei den neuen Modellen mit dem Speicher macht. Eine Verdopplung der 8er- und 10er-Modelle ist zwar wünschenswert, aber man darf auch nicht vergessen, dass GDDR6X zum einen teuer ist und zum anderen ca. 2,5 Watt pro Chip konsumiert. Die Karten werden in der Anschaffung und im Betrieb also keinesfalls günstiger - die RTX 3080 liegt bereits bei 700 Euro UVP und 320 Watt TDP. Inwieweit Nvidia die GPU-Werte ändert, ist unklar. Eigentlich gibt es im Moment keinen Grund, an den Taktraten zu drehen - geschweige denn an den Shader-Zahlen.

Naja wenn die Kartr hält bis ich meine rtx 4000 einbaue bin ich glücklich... wenn ich sie dann noch verkaufen kann umso besser...
Theoretisch hat man ja 2 Jahre Garantie... aber da ich meine GPU unter wasser gesetzt habe, und da GPU's sowieso mangelware sind, möchte ich lieber keine RMA machen müssen xD
Ich persönliche halte Elektromigration auch für unwahrscheinlicher als beeinträchtigte Kühlung, aber wissen kann ich es nicht. Ebenso wenig wissen wir, ob zur Spec der Karte 24/7 Dauerbetrieb gehört. Ich vermute mal nicht, denn Nvidia hat zu Pascal eine Aussage getroffen, dass die Chips mit voller Spannung nur relativ kurz halten.
Was Nvidia zur Lebensdauer gesagt hat weiß ich auch nicht. Ich hätte jetzt mal vermutet dass die bei normaler Nutzung 10 Jahre halten sollten. Bei CPU´s heißt es ja an die 20 Jahre, wenn innerhalb der Spezifikationen. Und die GPU´s werden auch professionell genutzt wo sie durchaus 24\7 laufen wenn sie da in einem Super Computer Berechnungen machen. Wahrscheinlich wird da dann die Spannung etwas verringert. Aber ist nur Spekulatius Meinerseits.