Nvidia: Turing verkaufte sich 45 Prozent besser als Pascal
Bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen zeigte sich Nvidia noch einigermaßen demütig, weil die nicht so gut ausfielen, wie man erhoffte. Damals war auch Turing schuld. Nun scheint man das Thema nicht mehr ganz so düster zu sehen, denn Turing habe sich in den ersten acht Wochen besser verkauft als Pascal.
Nvidia hat einen Tag für Investoren veranstaltet und neben dem üblichen Gerede über Märkte fiel auch ein ganz interessantes Detail zu den Verkaufszahlen der neuen Turing-Grafikkarten, bei denen es ja zuletzt den Verdacht gab, dass sie sich nicht so blendend verkaufen. Nvidia schrieb bei den Quartalszahlen selbst, dass es eine größere Zurückhaltung der Kunden beim Erwerb von Enthusiasten-Grafikkarten gibt. Später hieß es dann: "Die Verkäufe bestimmter High-End-GPUs mit unserer neuen Turing-Architektur, einschließlich der Geforce RTX 2080 und 2070, waren niedriger als wir für die Einführung einer neuen Architektur erwartet hatten."
Turing-Karten besäßen zwar einen "revolutionären Leistungs- und Innovationssprung mit Echtzeit-Ray-Tracing und KI", aber das reichte einigen Kunden offenbar nicht. Sie hätten mit dem Kauf gezögert, weil sie "auf niedrigere Preise und weitere Demonstrationen der RTX-Technologie und tatsächliche Gewinne daraus" gewartet haben. Man nannte das Produkt "die leistungsstärkste Architektur zu jedem einzelnen Preispunkt".
Quelle: Nvidia
Nvidia: Turing verkaufte sich 45 Prozent besser als Pascal (2)
Doch nicht ganz so schlimm wie bislang vermutet?
Das klingt jüngst jedenfalls optimistischer, wenn Nvidia vorrechnet, dass die ersten acht Wochen seit Verkaufsstart für Turing nach Umsatz positiver liefen als die von Pascal. Genauer sogar knapp 45 Prozent positiver. Um Investoren zu locken, hatte man eine weitere Zahl im Gepäck: Demnach sind 90 Prozent aller Karten auf dem Markt langsamer als die Geforce 1660 Ti, die im Bereich um 300 Euro operiert. Daraus kann man ableiten, dass Nvidia die 1660 Ti als das wichtige Mainstream-Modell positionieren will - Brot und Butter; die GTX 970 des Jahrgangs 2019.
Nvidia hofft zudem, dass sich Nutzer generell immer etwas besserstellen wollen, wenn sie neu kaufen. Man hofft also darauf, dass der Kunde meistens gerne zum nächstbesseren Modell dessen greift, was er gerade besitzt, also doppelt aufrüstet - nicht nur in die neue Generation, sondern auch in die nächste Leistungsebene.
So ganz überzeugt waren von der "beeindruckenden" Präsentation wohl nicht alle. Von Bloomberg gesammelte Stimmen sehen auch Risiken für Anleger, auch wenn Nvidia ohne Frage immer noch gut dasteht.


gRU?; cAPS
Was Radeon 7 anbelangt:
Mh.
Ich hoffe mal, Navi wird eine erfolgreichere Architektur als Vega. Wenn man eine Vega 64 erreicht und diesmal sogar effizient ist, dann wäre das schon mal echt klasse und würde hoffentlich mal wieder etwas Wind in den Markt bringen. Die preisliche Situation ist schon abartig.
Was Radeon 7 anbelangt: ich fände die Karte attraktiv, wenn das Preis-Leistungsverhältnis denn stimmen würde. Das UV-Potential ist legendär, die Performance selber lässt aber ein wenig zu wünschen übrig. Soweit ich weiß, ist eine RTX 2080 halt in den meisten Fällen doch einen Ticken schneller - und wenn man dann nicht günstiger ist als eine RTX 2080, dann ist das halt schlecht. Die 16 GiB sind heutzutage auch kein Stich, es sei denn, man möchte wirklich abartig stabile Frametimes...
gRU?; cAPS
Realistische Leistungsangaben über die RadeonVII hatte ich ja bereits verlinkt, da ist ein Benchmark eines Spiels schlicht absolut nicht aussagekräftig
Auf dem Schulhof herrscht auch glaube ich mehr Sachverstand, als bei dir. Von daher wohl gut, dass du da nicht bist.
AMD to see sales increase sharply in 2H19
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Rosige Zeiten kommen auf AMD zu: Zen 2 + Navi, wird also noch ein recht interessantes Jahr 2019.
@ Redaktion: Macht mal mehr pro AMD News und pusht etwas heimlich mit. (muss ja keiner wissen^^)