Geforce Game Ready 418.81: DLSS für 3DMark Port Royal, Support für RTX-Notebooks [Update]
Jetzt aktualisiert: Nvidia hat einen neuen Game-Ready-Treiber veröffentlicht. Der Geforce-Treiber 418.81 ist zwar grundsätzlich für alle Geforce-GPUs gedacht, bringt aber vor allem Turing-Besitzer Vorteile. So liefert Nvidia das versprochene DLSS für die Echtzeit-Raytracing Benchmark-Szene Port Royal im 3DMark nach, außerdem werden RTX-Mobile-GPUs nun offiziell unterstützt.
Aktualisierung: Der 3DMark-Entwickler UL liefert noch einige Hintergründe zum DLSS-Featuretest für die Raytracingszene Port Royal, die mit der 3DMark-Version v2.8.6427 zur Verfügung steht. So stellt UL klar, dass es sich bei DLSS um eine "proprietäre Nvidia-Technologie handelt, die eine Geforce RTX, Quadro RTX und Titan RTX benötigt". Damit dürfte klar sein, dass die DirectML-API für DirectX 12 nicht (direkt) unterstützt wird. Der DLSS-Featuretest umfasst dabei zwei Durchgänge. Im ersten Durchlauf von Port Royal wird bei ausgeschaltetem DLSS die Grundgeschwindigkeit gemessen. Im zweiten Durchlauf wird Port Royal in einer niedrigeren Auflösung gerendert und mit DLSS auf die Zielauflösung "hochgerechnet". Für beide Durchgänge gibt es Fps-Werte.
Im Rahmen des Steam Lunar Sales kostet der komplette 3DMark mit allen Zusatztests inklusive Port Royal übrigens nur 3,74 Euro.
Schon Anfang Januar verkündete Nvidia, dass die Raytracing-Erweiterung des 3DMarks, Port Royal, künftig auch die DLSS-Unterstützung bekommen soll - damit wird das bisherige temporale Anti-Aliasing ergänzt. Nun rund vier Wochen später ist es soweit, Nvidia veröffentlicht gar einen Game-Ready-Treiber, um einem synthetischen Benchmark die neue und RTX-Turing-exklusive Kantenglättungstechnik beizubringen. Damit kommt die Unterstützung für DLSS im 3DMark sogar schneller als in Battlefield 5 oder Anthem. Bei Anthem ist schon klar, dass DLSS erst nach Release kommt, der am 22.02. ansteht. Bei Battlefield 5 sollte eigentlich schon zum Launch der RTX 2060 DLSS bereitstehen, aber aus unbekannten Gründen verzögert sich die Veröffentlichung weiter. Damit gibt es DLSS bisher nur in einem wirklichen Spiel, Final Fantasy 15.
DLSS in WQHD
Nvidia gibt in einem eigenen Blogeintrag zum Thema an, dass durch die Nutzung von DLSS die Performance im Raytracing-Benchmark um bis zu 50 Prozent steigt. Gemessen wurde in der Port-Royal-Standardauflösung WQHD (bisher war DLSS nur für Ultra HD freigeschaltet) mit einem 5,2 GHz schnellen Core i7-8086K und 32 GiB RAM. Relativ gesehen am meisten profitiert die RTX 2060 von der DLSS-Nutzung, und zwar um die besagten 50 Prozent. Bei absoluten Fps unter 30 sieht die Rechnung aber nicht mehr so gut aus. Die RTX 2070 kommt durch DLSS immerhin knapp über 30 Fps (+45%), die RTX 2080 schafft 40 Fps (+43%). Die schnellste Turing, die RTX 2080 Ti, erreicht ca. 53 Fps (+42%). Außer der Geforce RTX 2080 Ti schafft keine Turing-Karte ohne DLSS die 30-Fps-Marke in WQHD, daher ist es nachvollziehbar, dass Nvidia nun DLSS anbietet. Zumal Nvidia der Ansicht ist, dass durch die Nutzung von DLSS die Bildqualität ansteigt (vor allem bei Glanzlichtern und allgemeiner Schärfe) - auch wenn für DLSS grundsätzlich in einer niedrigeren Auflösung als in WQHD gerendert wird.
Den neuen Geforce-Treiber gibt es wie gehabt bei Nvidia, in den Release-Notes werden noch einige neue SLI-Profile und Verbesserungen im Zusammenspiel SLI - G-Sync erwähnt. Der Treiber unterstützt nun auch offiziell die neuen RTX-Mobile-GPUs.
3DMark Port Royal Raytracing
Hintergrund: DLSS
Bei normalen DLSS versuchen Turing-Karten vereinfacht, die Qualität einer höheren Auflösung mit einer niedrigen internen Renderauflösung zu erzielen. Trainiert wird diese Technik durch den Vergleich von Bildern mit und ohne Kantenglättung - Nvidia spricht von "bis zu" 64-fachem Super-Sampling als Sparringspartner für die KI. Bisher konnte DLSS nur in UHD-Auflösungen aktiviert werden. Die Turing-Karte rechnete dann intern mit einer niedrigeren, unbekannten Auflösung und versucht, die Qualität von UHD/WQHD zu erreichen.

Auf reddit beschreiben das auch nen Paar dann muss ich wohl auf den nächsten Treiber warten