Test der RTX 2060 Founders Edition: Raytracing und gute Performance für wenig Geld?
RTX 2060 im Test: Kaum hat das Jahr begonnen, gibt es schon wieder neue Hardware zum Testen. Den Anfang macht Nvidias Geforce RTX 2060, die aktuell jüngste und günstigste Grafikkarte aus Nvidias RTX-Reihe. Bei der RTX 2060 handelt es sich um eine abgespeckte Variante der RTX 2070. Wir überprüfen die Leistung der 369 Euro teuren Founders Edition und ob 6 GiByte Grafikspeicher tatsächlich noch ausreichend in aktuellen Spielen sind.
Aktualisierung vom 08.01.2019: Ein wichtiger Hinweis zur Marktsituation der Geforce RTX 2060. Es gibt zwar die eine oder andere Pressemitteilung von Nvidias Partnern, aber längst noch nicht alle Infos. So gibt es bisher keine Preisangaben der üblichen Partner wie Asus, MSI oder EVGA und auch noch nicht alle Taktraten. Preise wird es vor dem 15.1. wohl auch nicht geben, denn erst dann findet der eigentliche Marktstart für die neuen Turing-Grafikkarten statt. Auf Preisvergleichsportalen wie Geizhals und auch bei großen US-Händlern wie Newegg gibt es aktuell noch überhaupt keine Listungen von RTX-2060-Grafikkarten.
Es scheint aber so zu sein, dass der "maximale" Boost bei den Partnerkarten mit eigenem Kühler bei 1.830 MHz liegt (ca. +9 Prozent gegenüber der Founders Edition), zumindest geben EVGA und MSI diesen Werte für die RTX 2060 XC Ultra und RTX 2060 Gaming Z 6G an. Noch gar keine Taktraten gibt es von Asus oder Gigabyte.
Nach dem Launch der RTX 2080 sowie 2080 Ti im September 2018 folgte Mitte Oktober die RTX 2070. Diese Grafikkarte erschien in mehreren Versionen, neben teils kräftig übertakteten Herstellervarianten mit dicken Kühlkörpern gibt es auch deutlich günstigere Varianten dieser Grafikkarte, die häufig mit einem etwas weniger sorgfältig sortierten Chip daherkommen (TU106-400). Unser Test der RTX 2070 basierte auf solch einer günstigen GPU, der MSI RTX 2070 Armor. Außerdem bietet Nvidia eine Founders Edition (FE) der RTX 2070 an, welche mit den besser selektierten TU106-400A ausgestattet wurden und welche gegenüber den günstigen Varianten der RTX 2070 außerdem häufig mit einem leicht erhöhten Powerlimit und damit einer besseren Performance aufwarten kann. Testmuster der RTX 2070 FE wurden in Europa nicht von Nvidia verschickt.
Für den Test der Geforce RTX 2060 stellte uns Nvidia nun wieder eine Founders Edition zur Verfügung. Das neueste Mitglied der RTX-Reihe basiert auf dem Chip der RTX 2070, wurde jedoch in einigen Punkten abgespeckt und trägt nun - jedenfalls im Falle der RTX 2060 Founders Edition - die Kennung TU106-300. Statt der physisch vorhandenen 2.304 FP32-Shadereinheiten der RTX 2070 bleiben der RTX 2060 deren 1.920. Des Weiteren hat Nvidia die 8 GiByte Speicher bei der RTX 2060 auf 6 GiByte reduziert, indem zwei 32-Bit-Controller stillgelegt wurden. Anstelle der vollen 256-Bit-Schnittstelle sind die 6.144 MiByte Grafikspeicher der RTX 2060 folglich mit 192 Bit angebunden. Damit reduziert sich auch der Level-2-Cache von 4.096 auf 3.072 KiByte und die Speichertransferrate von 448 auf 336 GByte pro Sekunde. Den Speichertyp und seine Arbeitsgeschwindigkeit lässt Nvidia unangetastet: Auch die Geforce RTX 2060 setzt auf modernen GDDR6-RAM mit einer effektiven Übertragungsrate von 14 Gigatransfers pro Sekunde (7.000 MHz). Den Überblick liefert folgende Tabelle:
| Modell | RTX 2080 Ti FE | RTX 2080 FE | RTX 2070 FE | RTX 2070 | RTX 2060 FE | GTX 1080 | GTX 1070 | GTX 1060/6G |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Codename/Konfektion | TU102-300A-Kx | TU104-400A | TU106-400A | TU106-400(A) | TU106-200A-KA | GP104-400 | GP104-200 | GP106-400 |
| Name der Achitektur | Turing | Turing | Turing | Turing | Turing | Pascal | Pascal | Pascal |
| Chipgröße (reiner Die) | 754 mm² | 545 mm² | 445 mm² | 445 mm² | 445 mm² | 314 mm² | 314 mm² | 200 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 18.600 | 13.600 | 10.800 | 10.800 | 10.800 | 7.200 | 7.200 | 4.400 |
| Fertigungsverfahren | 12 nm FFN | 12 nm FFN | 12 nm FFN | 12 nm FFN | 12 nm FFN | 16 nm FF+ | 16 nm FF+ | 16 nm FF+ |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 4.352/68/272 | 2.944/46/184 | 2.304/36/144 | 2.304/36/144 | 1.920/30/120 | 2.560/20/160 | 1.920/15/120 | 1.280/10/80 |
| Tensor-Kerne | 544 | 368 | 288 | 288 | 240 | - | - | - |
| Raytracing-Kerne | 68 | 46 | 36 | 36 | 30 | - | - | - |
| Leistung RT-Kerne (Giga-Rays/s) | 10 | 8 | 6 | 6 | 5 | - | - | - |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 88 | 64 | 64 | 64 | 48 | 64 | 64 | 48 |
| GPU-Basistakt (MHz) | 1.350 | 1.515 | 1.410 | 1.410 | 1.365 | 1.607 | 1.506 | 1.506 |
| GPU-Boost-Takt (MHz) | 1.635 | 1.800 | 1.710 | 1.620 | 1.680 | 1.733 | 1.683 | 1.708 |
| FP32/FP64-Leistung (TFLOPS) | 14,23/0,45 | 10,60/0,33 | 7,88/0,25 | 7,47/0,23 | 6,45/0,20 | 8,87/0,28 | 6,46/0,20 | 4,37/0,14 |
| Größe des Level-2-Caches (KiB) | 5.632 | 4.096 | 4.096 | 4.096 | 3.072 | 2.048 | 2.048 | 1.536 |
| Speicheranbindung (Bit) | 352 | 256 | 256 | 256 | 192 | 256 | 256 | 192 |
| Geschwindigkeit RAM (GT/s) | 14 | 14 | 14 | 14 | 14 | 10 | 8 | 8 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6 | GDDR5X | GDDR5 | GDDR5 |
| Speicherübertragung (GB/s) | 616 | 448 | 448 | 448 | 336 | 320,4 | 256 | 192 |
| Übliche Speichermenge (MiB) | 11.264 | 8.192 | 8.192 | 8.192 | 6.144 | 8.192 | 8.192 | 6.144 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 2 × 8-polig | Je 1 × 8-/6-polig | 1 × 8-polig | 1 × 8-polig | 1 × 8-polig | 1 × 8-polig | 1 × 8-polig | 1 × 6-polig |
| Typische Leistungsaufnahme | <260 Watt | <225 Watt | <185 Watt | <175 Watt | <160 Watt | <180 Watt | <150 Watt | <120 Watt |
Geforce RTX 2060 im Test: Platine, Kühler, Taktraten
Was die physisch anwesende Hardware angeht, entspricht die RTX 2060 Founders Edition beinahe vollständig einer RTX 2070 Founders Edition - die gleiche Basis-Hardware mit gleicher Beschaltung macht's möglich. Laut unserem Kenntnisstand hat Nvidia beim hauseigenen Modell keine kostensparenden Maßnahmen ergriffen, wenn man vom Beschnitt der GPU und des Speichersubsystems absieht. Käufer einer RTX 2060 FE erhalten das Platinen- und Kühlerdesign der RTX 2070 FE. Dieses fällt etwas kürzer aus als bei den RTX-Spitzenkarten der 2080er-Reihe, ist der abzuführenden Hitze jedoch mehr als nur gewachsen. Der zweifach axialbelüftete Dual-Slot-Kühler fällt länger aus als die Platine und beherbergt wie gehabt eine große Vapor Chamber. Letztere kontaktiert nur die GPU direkt, während Speicher und Spannungswandler mit einer großen, teilprofilierten Metallplatte bedeckt werden.
Die Geforce RTX 2060 FE arbeitet im PCGH-Test stets leise, meist sogar unauffällig. Das verdankt sie dem für sie guten Verhältnis aus Kühlleistung und Abwärme - der Kühler muss lediglich 160 Watt Boardpower abführen. Zwar haben wir noch keine isolierten Messungen durchgeführt, bisherige Turing-Grafikkarten, welche nicht von der Temperatur limitiert werden, füllen ihr Powerlimit jedoch stets aus. Das dürfte im Falle der RTX 2060 FE zu Leistungsaufnahmewerten zwischen knapp unter 160 und bis zu 165 Watt führen. In praktisch allen Messungen wird die Grafikkarte durch die Leistungsaufnahme beschränkt - die Grafikkarte ist ergo powerlimitiert. Die Boosttaktraten liegen dabei in Full-HD-Auflösung bei 1.850 bis 1.875 MHz, die höchsten von uns ermittelten Temperaturen währenddessen bei höchstens 68 °C. Die beiden 85-mm Axiallüfter drehen in den meisten Fällen mit höchstens 1.700 Umdrehungen pro Minute, was in einem hörbaren, doch angenehm leisen, tieffrequenten Lüftergeräusch einhergeht. PCGH-Messungen der Lautheit und Leistungsaufnahme folgen schnellstmöglich.
Warum Nvidia bei der RTX 2060 FE auf eine maßgeschneiderte Platinen- und Kühllösung verzichtet, welche den geringeren Anforderungen Rechnung trägt, ist unbekannt. Man munkelt derweil, dass die in Kürze anstehenden Partnerdesigns, welche teilweise auf eine werkseitige Übertaktung verzichten, diesen Schritt gehen werden. Womöglich sehen wir dann auch Modelle, welche die 350-Euro-Marke unterschreiten (die RTX 2060 FE liegt bei 369 Euro) - die Verkäufe werden zeigen, wohin sich der Preis orientiert.

Morgen komm ein ein Patch, der DLSS bei 1080p in BF5 ermöglichen soll. Dann sollte auch Ultra kein Problem mehr darstellen.
Im Review von Techpowerup ist die 2060 sogar vor der Vega 64 und pari mit der 1080.
NVIDIA GeForce RTX 2060 Founders Edition 6 GB Review | TechPowerUp
Die Karte ist trotz des 6GB großen Speichers mehr als gut.
Hmm das geht etwas an der Sache vorbei was du schreibst, das Video zeigt interessant auf wie RT sehr Speicherlastig ist und das die 2060 nicht genug Vram an Board hat.
Der Gamechanger dann ist ja das reduzieren der Texturqualität was spielbare Fps zur Folge hat. Das macht es am Ende noch schwieriger zu begreifen warum Nvidia hier nur 6GB verbaut hat.
Naja die Turing GPUs ohne Raytracing zu betreiben ist halt auch Quatsch, dann liefert ja keine außer der 2080ti überhaupt einen Mehrwert. Die anderen liefern abgesehen von RT (in aktuell einem Spiel, zweites ist unterwegs) und DLSS ja quasi garnix das es nicht auch bei Pascal gab. Selbe Performance für ähnliches Budget, dazu noch weniger VRAM im Fall der 2060 (verglichen mit 1070/1070ti) und 2080(verglichen mit 1080ti).