Nvidia zu Pascal: "Maximale Spannung verkürzt Lebensdauer auf ein Jahr"
Nvidia erlaubt bei seiner Pascal-Generation keine konkrete Spannungserhöhung mehr. In Tools wie Afterburner und Precision X lässt sich nur noch ein relativer Regler einstellen, der die GPU näher an die maximale Standardspannung bringt. Laut Nvidia habe das einen guten Grund: Schon bei 100 Prozent sinke die Lebensdauer einer GPU auf ein Jahr.
Früher konnten in OC-Tools wie MSIs Afterburner und EVGAs Precision X noch die Spannungen von Nvidia-GPUs erhöht werden. 87 Millivolt waren zwar nicht die Welt, erhöhten jedoch das Übertaktungspotenzial. Seit der Pascalgeneration hat Nvidia den Boardpartnern neue Limitierungen mit auf den Weg gegeben: In der Klammer hinter der Spannung stehen kein mV mehr, sondern ein Prozentsymbol. Der Unterschied ist erheblich: Konnten Nutzer früher eine konkrete Spannung einstellen, lässt sich jetzt nur noch bestimmen, wie nah die GPU an das vordefinierte Spannungslimit geht. Bei Pascal-GPUs liegt das erfahrungsgemäß bei 1,0 bis 1,075 Volt je nach Chipgüte. Stellt man den Regler auf 100 Prozent, bleibt die GPU immer bei diesem Wert unter Last, solange das Powerlimit nicht vorher limitiert.
In einem Interview mit pcper.com erklärt Tom Petersen, Director of Technical Marketing bei Nvidia, warum man sich für die Umstellung entschieden habe. Das Interview ist bereits gut zwei Wochen alt, die Aussage war uns bislang allerdings nicht bekannt (via 3DCenter, die Passage beginnt etwa bei Minute 16:00). Demnach wähle Nvidia einen Spannungsverlauf, mit dem der Durchschnitt der Grafikkarten etwa fünf Jahre alt werde, bevor eine Elektromigration einsetze. Mit dem prozentualen Regler hätten Nutzer effektiv die Option, die Spannung innerhalb von Nvidias vorgegebenen Rahmen zu erhöhen. Laut eigenen Aussagen gehe das Spiel bei 100 Prozent so weit, dass die Lebensdauer nur noch bei einem Jahr liegen soll.
Natürlich neigen Marketingabteilungen gerne dazu, Sachverhalte überspitzt darzustellen. Fest steht allerdings auch, dass Pascal Nvidias erste GPU-Generation in einem FinFET-Prozess darstellt. Diese streuen weniger bei der Spannung und reagieren empfindlicher auf Erhöhungen als ihre planaren Vorgänger. Mit der Spannungslimitierung kann Nvidia quasi Erfahrung mit FinFET-Prozessen sammeln, ohne zu viel im Bereich RMA investieren zu müssen. Und sollte an dem einen Jahr doch etwas dran sein - wovon wir nicht ausgehen -, müssten sich entsprechende Berichte ab dem kommenden Mai vermehren. Da wird die Geforce GTX 1080 ein Jahr alt.
Exakt das!
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Kommt auf den Nutzer an.
Okay also macht es so gut wie keinen Sinn
Läuft halt nur mit 30Hz.